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Warum ich mich für kein Amt innerhalb der Piratenpartei zur Verfügung stellen werde
Der Bundesparteitag (2010.1) der Piratenpartei neigt sich dem Ende zu. Der neue (teils alte) Vorstand wurde gewählt und im Gegensatz zum Vorjahr haben wir keine Frau im Vorstand. Die einzige Frau die sich zur Wahl gestellt hatte - Lena Simon - erhielt nicht die erforderliche Stimmenanzahl für den stellvertretenden Vorsitzenden. Sie hätte (so meine Einschätzung) eine gute Chance gehabt zur Beisitzerin gewählt zu werden, aber sie zog es vor nicht erneut anzutreten. Obwohl die Möglichkeit bestanden hätten. Begründung: Sie hätte sich am Vortag erkältet.
Dass Lena Simon nicht zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde, sehen Aussenstehende und die extreme interne Gender-Fraktion als Zeichen von Sexismus. Dem halte ich entgegen, dass Lena mit ihrer aggressiven Nicht-Kommunikation und tendenziell intrigantem Verhalten viel Porzellan zerschlagen hat. Es hätte sich kaum ein polarisierenderer Kandidat zur Wahl stellen können. Egal welchen Geschlechts. Allenfalls Bodo Thiesen oder Aaron König traue ich ähnliches Potenzial zu, die Partei zu spalten.
Aber wie auch immer. Die Piratenpartei hat nun keinen Minderheitsvertreter im Vorstand. Auch wenn ich die Norm Frauen als Minderheit zu bezeichnen, für eigenwillig sexistisch halte. Wir haben leider auch keinen (bekannt) Behinderten, keinen (bekannt) Transgender, keinen Ausländer und keinen (bekannt) Hartz IV-Empfänger im Vorstand. Ein Umstand der niemand weiter zu stören scheint. Auch und erst recht nicht die Genderfraktion.
Es fragt auch niemand, warum sich kein Behinderter, kein (offen) Transgender etc. zur Wahl gestellt hat. Es wird aber gefragt, warum sich ausser Lena keine weitere Frau für den Vorstand zur Verfügung gestellt hat. Als Grund wird offen der Sexismus der Piratenpartei vermutet. Angeblich würde sich keine Frau in diesen von unterschwelligen Frauenhassern durchsetzten Männerclub wagen.
Nun, ich weiss nicht warum sich die anderen anwesenden Frauen nicht zur Verfügung gestellt haben. Warum ich selbst mich für kein Vorstandsamt als Kandidatin angeboten habe und warum ich generell kein Parteiamt in der Piratenpartei übernehmen werde, möchte ich hier ein für alle Mal klären¹:
Ein Kandidat für ein Parteiamt sollte gewisse Vorraussetzungen mitbringen. Darunter: er ist idealerweise fachkompetent, er ist sozialkompetent, er beherrscht grundlegende Menschenführung und ist in der Lage sich selbst und andere zu organisieren.
Damit habe ich auch schon fast alle Fähigkeiten aufgezählt die ich selbst NICHT oder nicht im aussreichenden Maße besitze.
Als vom Asperger Syndrom betroffene, darf ich mich zwar direkt zu zwei 'Minderheiten' zählen, aber meine soziale Kompetenz ist in homöopathischen Dosen vorhanden und relativ schnell erschöpft. Dazu gesellt sich ausgeprägtes ADS, was es mir schwer macht mich selbst zu organisieren. Ans Organisieren von anderen Menschen oder kontinuierlicher Parteiarbeit ist da erst recht nicht zu denken.
Würde ich einen Posten in der Partei übernehmen wäre es schlecht für mich, da es meine persönlichen Energiereserven über Gebühr beanspruchen würde und es wäre schlecht für die Partei, denn die anfallenden Aufgaben würden nicht adäquat erledigt.
Ein Parteiamt benötigt einen Gärtner und keinen Bock.
Es gibt viele Gründe kein Amt in einer Partei zu übernehmen, selbst wenn man sich für Politik interessiert und etwas bewegen möchte. Leider werden die persönlichen Gründe der nicht-kandidierenden Frauen nie hinterfragt, sondern schlicht Kritiker-gefällig mit Sexismus erklärt.
¹) Leider werde ich immer wieder aufgefordert für ein Parteiamt zu kandidieren. Der Anspruch ich müsse gefälligst kandidieren weil ich eine Frau bin, wird nicht selten ausgesprochen und schwingt mindestens unausgesprochen mit. Die Aufforderung wird im Allgemeinen von Frauen - mal von Nicht-Mitgliedern aber auch von Mitgliederinnen der Piratenpartei selbst - vorbegbracht.
Wenn mir jemand sagt, ich muß einen Frauenberuf ergreifen weil ich eine Frau bin, so ist die Forderung sexistisch. Wenn mir jemand sagt, ich müsse ein Parteiamt ergreifen und meine einzige Qualifikation darin besteht weiblich zu sein, ist diese Forderung nicht im Mindesten weniger sexistisch.
Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass der Sexismus erst durch die angeblichen Streiter gegegen den Sexismus in die Partei getragen wird, denn nur sie sehen mich lediglich als Eierstöcke auf Beinen und als Erfüllungsgehilfin ihrer Ideologie.
Die Twitter-Wahl-Finte
Bei deutschen Wahlen liegt etwas im Argen. Flächendeckend wird darauf verzichtet den Personalausweis zu kontrollieren, so das beinahe jeder auch unproblematisch mit dem Wahlschein von Tante Hilda wählen gehen kann, ausser vielleicht in kleinen Dörfern wo jeder jeden kennt.
Das die Schlamperei bei der Auszählung weitergeht bewiesen die Stimmen für die Piraten die - Whoops - verloren gegangen waren. Aber nur bei den Piratenstimmen fiel es auf, denn wenn statt einer Handvoll Stimmen auf einmal gar keine dastehen, ist das doch etwas auffällig. Wenn hie und da beim Auszählen mal ein halbes Dutzend Stimmen der falschen Partei zugeschlagen werden ... wer bemerkt das schon? Neu auszählen wenn man Unregelmässigkeiten bemerkt? Aber dann säße man doch noch länger im Wahllokal und kann nicht gemütlich zu Hause die Wahl im Fernsehen ansehen.
Das Radio mit den ersten Wahlberichterstattungen im Wahlbüro ausstellen? Unfug? Parteien die unauffällig ihre Programme noch vor dem Wahllokal ablegen? Whoopsie.
Schlamperei und sträflich ignorantes Verhalten in Wahlbezirken von der dänischen Grenze bis ins Allgäu. Gerade so als wäre die Wahl ein Happening bei dem ohnehin nur der Status Quo abgenickt werden soll und keine ernste Einflussnahme des Volkes auf die Politik. Dank fehlender Basisdemokratie auch noch die einzige Einflussnahme auf die Bundespolitik auf vier Jahre hinaus.
Aber was berichtet die überregionale Presse darüber? Die ehemals freie Presse, heute auch Claqueure der großen Parteien?
Genau, da will jemand vorher was getwittert haben und das hat die Wahl in Gefahr gebracht.
Geschickt die wahren Probleme verschleiert und ein neues Medium verteufelt. Respekt.
Das die Schlamperei bei der Auszählung weitergeht bewiesen die Stimmen für die Piraten die - Whoops - verloren gegangen waren. Aber nur bei den Piratenstimmen fiel es auf, denn wenn statt einer Handvoll Stimmen auf einmal gar keine dastehen, ist das doch etwas auffällig. Wenn hie und da beim Auszählen mal ein halbes Dutzend Stimmen der falschen Partei zugeschlagen werden ... wer bemerkt das schon? Neu auszählen wenn man Unregelmässigkeiten bemerkt? Aber dann säße man doch noch länger im Wahllokal und kann nicht gemütlich zu Hause die Wahl im Fernsehen ansehen.
Das Radio mit den ersten Wahlberichterstattungen im Wahlbüro ausstellen? Unfug? Parteien die unauffällig ihre Programme noch vor dem Wahllokal ablegen? Whoopsie.
Schlamperei und sträflich ignorantes Verhalten in Wahlbezirken von der dänischen Grenze bis ins Allgäu. Gerade so als wäre die Wahl ein Happening bei dem ohnehin nur der Status Quo abgenickt werden soll und keine ernste Einflussnahme des Volkes auf die Politik. Dank fehlender Basisdemokratie auch noch die einzige Einflussnahme auf die Bundespolitik auf vier Jahre hinaus.
Aber was berichtet die überregionale Presse darüber? Die ehemals freie Presse, heute auch Claqueure der großen Parteien?
Genau, da will jemand vorher was getwittert haben und das hat die Wahl in Gefahr gebracht.
Geschickt die wahren Probleme verschleiert und ein neues Medium verteufelt. Respekt.
Sehr geehrter Herr Gottfried Ludewig,
Ihren Vorschlag zum doppelten Wahlrecht für Leistungsträger habe ich mit Interesse zur Kenntnis genommen. Über die Umsetzung bin ich mir allerdings uneins, denn das erscheint mir die Wahl an sich doch überflüssig zu verkomplizieren.
Allerdings wollte ich sie darauf hinweisen das große Denker vor ihnen, das Problem auf geradezu geniale Weise gelöst haben:
Am Einfachsten wäre es doch wenn Deutschland seine Grenzen für die Ausreise von Leistungsträgern schlösse. Damit wäre auch gleich der lästigen Abwanderung von - durch den deutschen Staat teuer ausgebildeten - Fachkräften vorgebeugt.
Und die Rentner, ja die lassen wir auswandern. Zum Beispiel nach Malle. Oder wohin auch immer. Das juckt dann niemanden mehr.
Wäre das nicht geradezu perfekt? Einfach die Rentner auslagern, wie heutzutage nur den Plastikmüll?
In der Hoffnung Ihnen geholfen zu haben,
Ihre Mela Eckenfels
Allerdings wollte ich sie darauf hinweisen das große Denker vor ihnen, das Problem auf geradezu geniale Weise gelöst haben:
Am Einfachsten wäre es doch wenn Deutschland seine Grenzen für die Ausreise von Leistungsträgern schlösse. Damit wäre auch gleich der lästigen Abwanderung von - durch den deutschen Staat teuer ausgebildeten - Fachkräften vorgebeugt.
Und die Rentner, ja die lassen wir auswandern. Zum Beispiel nach Malle. Oder wohin auch immer. Das juckt dann niemanden mehr.
Wäre das nicht geradezu perfekt? Einfach die Rentner auslagern, wie heutzutage nur den Plastikmüll?
In der Hoffnung Ihnen geholfen zu haben,
Ihre Mela Eckenfels
Wahnsinnig maßgebliche Rheinzeitungs-Umfrage
Die Rheinzeitung mag es ja gar nicht dass die Piratenpartei online viele Stimmen einfährt. Die ihre Zustimmung ja nur durch unlautere Mittel bekommt. Warum klingt das so beleidigt und so gar nicht nach unvoreingenommener Berichterstattung?
Verwandte Links:
Piratenspot wählen
Endlich ist es soweit und der Wahlwerbespot mit dem die Piratenpartei sich im Bundestagswahlkampf präsentieren wird, darf auf Piratenspot.de gewählt werden.
Leider fehlt fast allen Spots ein geübter Sprecher und den meisten die Professionalität. Die wenigen professionell gestalteten Spots haben dann u.a. ihre thematischen Schwächen. Ein Umstand von dem ich etwas enttäuscht bin. Bei dem fachlichen Know-How das in der Piratenpartei verfügbar sein müsste, hätte das doch besser gehen können.
Für mich gibt es derzeit nur einen Favoriten, wenn auch mit kleinen Schwächen:
Leider fehlt fast allen Spots ein geübter Sprecher und den meisten die Professionalität. Die wenigen professionell gestalteten Spots haben dann u.a. ihre thematischen Schwächen. Ein Umstand von dem ich etwas enttäuscht bin. Bei dem fachlichen Know-How das in der Piratenpartei verfügbar sein müsste, hätte das doch besser gehen können.
Für mich gibt es derzeit nur einen Favoriten, wenn auch mit kleinen Schwächen:
CDU wird viral
Die CDU hat es geschafft. Ein Wahlwerbespot, scheinbar Teil ihrer Online-Kampagne verbreitet sich übers Internet wie ein Lauffeuer und wird von Blogs weitergetragen die sonst nie, niemals nie und nochmals nie am Wahlwerbezug der CDU mitgewirkt hätten.
Für ein paar Momente habe ich wirklich überlegt ob man der CDU nun zu ihrem genialen Coup gratulieren sollte, aber ich bin dann doch mit mir übereingekommen das hier wohl Hanlon's Razor zur Anwendung kommt.
Irgendjemand hat vermutlich mitbekommen das sich die heutige Internetgeneration gerne heitere Filmchen mit flachen Aussagen ansieht, die die Aufmerksamkeit nicht zu lange binden. Und das sie diese Filmchen auch noch gerne selbst zuhause mit der Webcam drehen. Und so entblödet man sich nicht Markus Majowski anzukündigen in dem man deutlich darauf hinweis dass er es genauso macht wie die ganzen Youtube-Nutzer da draussen.
Er denkt sich den Text selbst aus!
Er dreht selbst!
Und bei sich zuhause!!!!!1EinsElf
Netter Versuch. Aber um so zu sein wie 'wir' reicht es nicht ausdrücklich darauf hinzuweisen dass man ja alles genauso macht wie 'wir'. Entweder man ist digitaler Eingeborener oder digitaler Immigrant.
Der Inhalt selbst zeigt wieder sehr schön was die CDU von ihren potenziellen Wählern erwartet: Kein Hirn zwischen den Ohren.
Das mit dem Viral hat schon geklappt. Das mit dem 'Gespött der Leute' war so vermutlich nicht beabsichtigt, ist aber weidlich verdient.
P.S.: Das Video wurde auf Youtube gelöscht und neu hochgeladen. Vermutlich wollte man damit tausende Links von Twitter aus und Blogs aushebeln und gleich die ganzen schlechten Kommentare loswerden.
Schleeechter Stil.
Für ein paar Momente habe ich wirklich überlegt ob man der CDU nun zu ihrem genialen Coup gratulieren sollte, aber ich bin dann doch mit mir übereingekommen das hier wohl Hanlon's Razor zur Anwendung kommt.
Irgendjemand hat vermutlich mitbekommen das sich die heutige Internetgeneration gerne heitere Filmchen mit flachen Aussagen ansieht, die die Aufmerksamkeit nicht zu lange binden. Und das sie diese Filmchen auch noch gerne selbst zuhause mit der Webcam drehen. Und so entblödet man sich nicht Markus Majowski anzukündigen in dem man deutlich darauf hinweis dass er es genauso macht wie die ganzen Youtube-Nutzer da draussen.
Er denkt sich den Text selbst aus!
Er dreht selbst!
Und bei sich zuhause!!!!!1EinsElf
Netter Versuch. Aber um so zu sein wie 'wir' reicht es nicht ausdrücklich darauf hinzuweisen dass man ja alles genauso macht wie 'wir'. Entweder man ist digitaler Eingeborener oder digitaler Immigrant.
Der Inhalt selbst zeigt wieder sehr schön was die CDU von ihren potenziellen Wählern erwartet: Kein Hirn zwischen den Ohren.
Das mit dem Viral hat schon geklappt. Das mit dem 'Gespött der Leute' war so vermutlich nicht beabsichtigt, ist aber weidlich verdient.
P.S.: Das Video wurde auf Youtube gelöscht und neu hochgeladen. Vermutlich wollte man damit tausende Links von Twitter aus und Blogs aushebeln und gleich die ganzen schlechten Kommentare loswerden.
Schleeechter Stil.
Hessen und die Öffentlichkeit
Flüchtig bei den RTL-Nachrichten aufgeschnappt:
Abgesehen davon dass ich unter "SPD halt die Fresse und lenk ein. Lass den SIEGER ans Ruder" keine unabhängige Berichterstattung verstehe... kann es sein das alle großen Presseorgane die Unregelmässigkeiten bei der Stimmabgabe mit Wahlmaschinen totschweigen oder war ich da auf einem Auge blind?
Irgendwie kommts mir einfach so vor als seien es vor allem Blogs und die eine oder andere Online-Gazette. Aber sonst?
Die Frage sollte doch nicht lauten "Wer hat gewonnen?" sondern "Neuwahlen und wenn ja wann?".
P.S: Weitere Links zum Thema findet ihr im erweiterten Eintrag: ...
Auch die SPD muss irgendwann einsehen, das die CDU mit 3595 Stimmen gewonnen hat.
Abgesehen davon dass ich unter "SPD halt die Fresse und lenk ein. Lass den SIEGER ans Ruder" keine unabhängige Berichterstattung verstehe... kann es sein das alle großen Presseorgane die Unregelmässigkeiten bei der Stimmabgabe mit Wahlmaschinen totschweigen oder war ich da auf einem Auge blind?
Irgendwie kommts mir einfach so vor als seien es vor allem Blogs und die eine oder andere Online-Gazette. Aber sonst?
Die Frage sollte doch nicht lauten "Wer hat gewonnen?" sondern "Neuwahlen und wenn ja wann?".
P.S: Weitere Links zum Thema findet ihr im erweiterten Eintrag: ...

