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February '12



Godwins Law der Feminismusdiskussionen

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Im Verlauf vieler hitziger Diskussionen im Internet, treten die immer-gleichen Abläufe zu Tage. Diese Abläufe wurden irgendwann in Form von Gesetzmässigkeiten festgehalten. Aus den Usenet-Laws wurden irgendwann die Internet-Gesetze.



Dabei ist Godwins Law sicherlich noch das Bekannteste.




Je länger eine Usenet-Diskussion andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand mit einem unpassenden Nazi-Vergleich auftritt. Normalerweise wird dann die Diskussion für beendet erklärt und der Betreffende steckt tonnenweise *plonk*s ein.




Auch in Netz-Diskussionen zum Thema Feminismus gibt es gewisse Gesetzmäßigkeiten. Der Zeitpunkt sie schriftlich festzuhalten, ist deutlich erreicht, denn es ist unlustig dass derartige Totschlargumente doch immer wieder als 'Argumente' in die Diskussion eingeführt werden. Vorhin auf Twitter habe ich die Gesetze im ärgerlichen Überschwang "Lenas Gesetz" genannt, aber das war vermutlich voreilig. Eher könnte Alice Schwarzer als Namenspatronin der Gesetze genannt worden. Angeblich hatte sie, nach einem Überfall einer Lesbengruppe auf die EMMA-Redaktionsgruppe, den Vorfall mit "Das waren eigentlich Männer" kommentiert.

Und wie lauten nun die Gesetze?


Das Law: Jeder, der in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion behauptet, die den pro-feministischen Thesen und Forderungen widersprechenden Frauen seien unweiblich/gar keine richtigen Frauen/Mannweiber/eigentlich Männer, hat automatisch verloren.

Die erste Ergänzung: Jeder, der in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion behauptet, die den pro-feministischen Thesen und Forderungen widersprechenden Frauen stünden eigentlich nur unter dem männlichem Pantoffel/trauen sich nur nichts gegen die Männer zu sagen, hat ebenfalls verloren.

Die zweite Ergänzung: Jeder, der in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion behauptet, die den pro-feministischen Thesen und Forderungen widersprechenden Frauen würden sich in Wirklichkeit nur bei den männlichen Diskussionsteilnehmern anbiedern wollen, hat aber sowas von verloren.

Die dritte Ergänzung:
Jeder, der in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion behauptet, die den pro-feministischen Thesen und Forderungen widersprechenden Frauen litten eindeutig unter dem Stockholmsyndrom, hat unendlich verloren.


Wird das Law in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion erfüllt, kann die Diskussion sofort abgebrochen werden, da der Boden der Vernunft verlassen wurde.





Posted by Mela Eckenfels

03/04/2010 at 01:31:02

Posted in Internet

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TAZ-Artikel: Die Freiheit der Unmoralischen - The missing links

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TAZ-Screenshot
"Die Freiheit der Unmoralischen"

erschienen in der Online-TAZ am 23.10.2009


Heute erschien mein Artikel "Die Freiheit der Unmoralischen in der Online-TAZ.

Meine Recherchelinks möchte ich hier - zumindest teilweise - nachliefern.

Zur Newsgroup-Historie:



Pornographietexte von Frauen in den 90er Jahren:




Eine schöne Thesis die ich in diesem Zusammenhang noch gefunden habe, aber nun nichts direkt mit meinem Artikel zu tun hat Beyond the Digital Diva: Women on the World Wide Web (PDF).

Erst Hobby, dann Profi:



Dann habe ich natürlich entsprechend entrüstete Kommentare erwartet. Dennoch wundert es mich das so mancher Kommentator nach einem Verbot schreit denn ... es könnten ja die armen Kinder glauben SM sei normaler, durchschnittlicher Sex und das müsse so sein.

Äh ja, sicher. Nur weil jemand - nämlich die armen Kinder - einen falschen Eindruck erhalten könnte, müssen wirs verbieten. Nicht lieber mal Aufklärung betreiben und für Medienkompetenz sorgen. Neiiin.



UPDATE:

Mist, natürlich eine der wichtigsten Quellen vergessen. Die rechtlichen Details stammen aus der dritten Ausgabe von Kathrin Passigs und Ira Strübels Buch Die Wahl der Qual: Handbuch für Sadomasochisten und solche, die es werden wollen

Das SM&Recht-Kapitel der ersten Ausgabe steht komplett online. Die Rechtslage hat sich seitdem aber eher noch verschärft..

Vielen Dank auch für Kathrins kurzfristige Unterstützung.



Posted by Mela Eckenfels

10/23/2009 at 18:17:00

Posted in Arbeit

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