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Review: Avatar
Einen Review über "Avatar - Aufbruch nach Pandora" zu schreiben ist nicht leicht. Zu viele Eindrücke nimmt man aus dem Kino mit und eigentlich müsste man ihn drei-, vier- oder fünfmal sehen um eine qualifizierte Beschreibung liefern zu können. Einen Review zu schreiben und dabei jeden Superlativ wegzulassen, ist noch weit schwerer.

Einzig die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen, denn die bietet weder etwas Neues, noch Überraschungen.
"Avatar" basiert auf dem allerältesten SciFi-Grundthema:
Die Menschheit hat die Erde sorgfältig zugrunde gerichtet und ist - notgedrungen - ins All expandiert. Dort verfahren die Menschen mit fremden Planeten wie sie es von zuhause gewohnt sind. Ganz egal ob man dort noch intelligentes Leben vorfindet. Über Willen und Kultur eingeborener Rassen wird arrogant hinweggetrampelt, was diesen logischerweise nicht gefällt. Auf die Entschlossenheit und Brutalität der Erdenrasse sind sie aber nicht vorbereitet. Natürlich sind die Einwohner von Schlag "edle Wilde". Natürlich leben sie im Gegensatz zur tumben Menschheit im Einklang mit der Natur. Natürlich gibt es einen oder mehrere menschliche Überläufer und das natürlich nachdem sich ein Mensch in eine wunderschöne Eingeborene verliebt hat, die gleichermaßen sanft wie stark und mutig ist.
Ein Grundthema das man in kaum veränderter Form in SciFi-Sagas wie Darkover findet (besonders in der Novelle "World Wreckers") und in so vielen anderen Büchern und Filmen das mir gerade keine weiteren Einzelbeispiele einfallen.
Der Storyablauf ist komplett vorhersehbar. Es sterben genau die Figuren bei denen man sich schon im Vorfeld sicher ist, dass sie sterben werden. Die Angriffe erfolgen genau zum vermuteten Zeitpunkt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich wie erwartet. Die inneren Konflikte sind vorhersagbar. Wer um einer neuen Story willen in den Film geht, wird herbe enttäuscht werden.
Und doch: Avatar fesselt und reisst mit.
Nicht weil die Story neu wäre. Nein, es ist als würde man ein Märchen, welches die eigene Großmutter seit Jahren jeden Abend auf die gleiche Weise erzählt hat, zum ersten Mal vom besten Erzähler der Welt erzählt bekommen.
Ich habe Avatar im Original und 3D gesehen und falls ihr die Möglichkeit dazu habt, versucht den Film auf die gleiche Weise zu sehen. Aber ich bin mir sicher das er auch in 2D noch umwerfend ist.
Cameron hat an alles gedacht. Mir ist beim ersten Sehen kein Plothole aufgefallen, kein Goof und kaum eine unlogische Darstellung. Schon der Anfang ist perfekt als der Protagonist sichtlich in der Schwerelosigkeit in den Halteriemen seines Bettes schwebt. Auch die Welt Pandora ist mit ihren Besonderheiten so realistisch umgesetzt, das der Zuschauer den Eindruck erhält vor Ort zu sein.
Von den angemalten Aliens und den Topf-Gummibäumen der frühen Star Trek-Serie, sind die Avatar-Effekte ungefähr soweit entfernt wie Feuerstein und Zunder von der Kernspaltung.
Aber es ist wirklich dem Können von Cameron und seinem Team zuzurechnen, das kein Effekt übertrieben oder deplaziert erscheint. So überwältigen der Film ist, der Zuschauer wird nicht mit der Effektkeule plattgeklopft, sondern er erlebt ein sehr filligran durchkomponiertes Meisterwerk.
Welt, Bewohner, Tierwelt und Sprache basieren zwar ebenfalls auf bekannten Motiven, sind aber mit großer Liebe ausgearbeitet und neu erschaffen worden.
Auch wenn sogar das Ende vollkommen vorhersehbar ist. Geht in diesen Film und lasst euch vom Großmeister unter den Großmeistern unterhalten. Avatar braucht eine große Leinwand und ein Kino mit einer guten Soundanlage. Aber dann ist die Illusion so perfekt wie es mit der Technik des beginnenden 21. Jahrhunderts nur möglich ist.
Der deutsche Untertitel ist allerdings, wie meist, kompletter Mist. Immerhin befindet sich die Menschheit schon auf Pandora und muß nicht erst dorthin gelangen.
Einzig die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen, denn die bietet weder etwas Neues, noch Überraschungen.
"Avatar" basiert auf dem allerältesten SciFi-Grundthema:
Die Menschheit hat die Erde sorgfältig zugrunde gerichtet und ist - notgedrungen - ins All expandiert. Dort verfahren die Menschen mit fremden Planeten wie sie es von zuhause gewohnt sind. Ganz egal ob man dort noch intelligentes Leben vorfindet. Über Willen und Kultur eingeborener Rassen wird arrogant hinweggetrampelt, was diesen logischerweise nicht gefällt. Auf die Entschlossenheit und Brutalität der Erdenrasse sind sie aber nicht vorbereitet. Natürlich sind die Einwohner von Schlag "edle Wilde". Natürlich leben sie im Gegensatz zur tumben Menschheit im Einklang mit der Natur. Natürlich gibt es einen oder mehrere menschliche Überläufer und das natürlich nachdem sich ein Mensch in eine wunderschöne Eingeborene verliebt hat, die gleichermaßen sanft wie stark und mutig ist.
Ein Grundthema das man in kaum veränderter Form in SciFi-Sagas wie Darkover findet (besonders in der Novelle "World Wreckers") und in so vielen anderen Büchern und Filmen das mir gerade keine weiteren Einzelbeispiele einfallen.
Der Storyablauf ist komplett vorhersehbar. Es sterben genau die Figuren bei denen man sich schon im Vorfeld sicher ist, dass sie sterben werden. Die Angriffe erfolgen genau zum vermuteten Zeitpunkt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich wie erwartet. Die inneren Konflikte sind vorhersagbar. Wer um einer neuen Story willen in den Film geht, wird herbe enttäuscht werden.
Und doch: Avatar fesselt und reisst mit.
Nicht weil die Story neu wäre. Nein, es ist als würde man ein Märchen, welches die eigene Großmutter seit Jahren jeden Abend auf die gleiche Weise erzählt hat, zum ersten Mal vom besten Erzähler der Welt erzählt bekommen.
Ich habe Avatar im Original und 3D gesehen und falls ihr die Möglichkeit dazu habt, versucht den Film auf die gleiche Weise zu sehen. Aber ich bin mir sicher das er auch in 2D noch umwerfend ist.
Cameron hat an alles gedacht. Mir ist beim ersten Sehen kein Plothole aufgefallen, kein Goof und kaum eine unlogische Darstellung. Schon der Anfang ist perfekt als der Protagonist sichtlich in der Schwerelosigkeit in den Halteriemen seines Bettes schwebt. Auch die Welt Pandora ist mit ihren Besonderheiten so realistisch umgesetzt, das der Zuschauer den Eindruck erhält vor Ort zu sein.
Von den angemalten Aliens und den Topf-Gummibäumen der frühen Star Trek-Serie, sind die Avatar-Effekte ungefähr soweit entfernt wie Feuerstein und Zunder von der Kernspaltung.
Aber es ist wirklich dem Können von Cameron und seinem Team zuzurechnen, das kein Effekt übertrieben oder deplaziert erscheint. So überwältigen der Film ist, der Zuschauer wird nicht mit der Effektkeule plattgeklopft, sondern er erlebt ein sehr filligran durchkomponiertes Meisterwerk.
Welt, Bewohner, Tierwelt und Sprache basieren zwar ebenfalls auf bekannten Motiven, sind aber mit großer Liebe ausgearbeitet und neu erschaffen worden.
Auch wenn sogar das Ende vollkommen vorhersehbar ist. Geht in diesen Film und lasst euch vom Großmeister unter den Großmeistern unterhalten. Avatar braucht eine große Leinwand und ein Kino mit einer guten Soundanlage. Aber dann ist die Illusion so perfekt wie es mit der Technik des beginnenden 21. Jahrhunderts nur möglich ist.
Der deutsche Untertitel ist allerdings, wie meist, kompletter Mist. Immerhin befindet sich die Menschheit schon auf Pandora und muß nicht erst dorthin gelangen.
Review: Inglorious Basterds
Es ist ja beinahe etwas müßig einen Review über einen Film zu schreiben, den inzwischen schon jeder gesehen hat. Dennoch will ich ein paar Worte über Tarantinos neustes Werk verlieren, nachdem sich der Eindruck bei mir gesetzt hat.
Mein kurzer Eindruck: Tarantino hat schon deutlich bessere Filme gedreht.
Der lange Eindruck:
Ich tendiere dazu Filme für mich recht binär zu werten. Entweder ich denke irgendwann während des Films „Also langsam könnte er ja mal rum sein“ - dann hat mich der Film nicht gut unterhalten – oder ich denke am Ende des Filmes „Was? Schon rum?“ - dann wurde ich gut unterhalten. Thema, Machart, 'Ernsthaftigkeit' .. alles ist erst einmal nebensächlich. Hauptsache ich habe das Erlebnis genossen und dann kann eine Comicverfilmung schon mal besser auf meiner inneren Skala abschneiden als ein Film, der sich mit einem ernsten Thema beschäftigt.
Normalerweise fühle ich mich von Tarantino gut unterhalten, obwohl ich kein Freund unnötiger Gewaltdarstellungen bin. Bei Tarantino kaufe ich sie mit, denn wo Tarantino draufsteht, ist eben auch Schock drin. Aber seine Filme sind normal trotzdem gut und hin und wieder ist die Gewalt tatsächlich stilistisch sinnvoll.
Auch in „Inglorious Basterds“ bekommt man unnötige Gewaltdarstellungen zu sehen, aber leider sind sie an manchen Stellen noch unnötiger als üblich. Doch das war es nicht, was mir den Film beinahe verdorben hat, sondern Tarantinos unglückliche Hand bei der Auswahl der Darsteller.
Als ich als Teenager eine Weile einer kleinen Latein-Formation angehörte, lernte ich, dass man Tanzgruppen besser aus 'durchschnittlichen' Tänzern zusammenstellt, anstatt ein steiles Leistungsgefälle innerhalb der Gruppe in Kauf zu nehmen. Gute Filme dürfen zwar mit Stars aufwarten, aber wird ein Teil der Schauspieler vom Rest an die Wand gespielt, verliert der Film für den Zuschauer, denn der Qualitätsunterschied fällt störend ins Auge. Als würde im Autohaus ein hochglanzpolierter Porsche neben einer rostzerfressenen, staubigen Ente stehen.
Der 'Star' ist ohne Frage Brad Pitt. Der so lust- und farblos wirkt, als sei ihm klargeworden das Tarantino ihn nur als Namen engagiert hat, statt als Schauspieler. Als Zugpferd, der die Amerikaner ins Kino holt, die vielleicht nicht kämen wenn der Cast rein aus weitgehend unbekannten europäischen Schauspielern bestünde. Und obwohl ich Brad Pitt wirklich mag und weiß das er exzellente Schauspielarbeit leisten kann (zum Beispiel in "12 Monkeys" oder "Spy Game"), verliert der Film mit seinem Auftreten die Atmosphäre, die im 1. Kapitel von Christoph Waltz und Denis Menochet aufgebaut wurde.
Im ersten Kapitel beweist Tarantino ebenfalls, das er ein Filmemacher von Format ist. So dicht und so beklemmend ist dieser Einstieg in den Film erzählt. Der Rest des Filmes ist nach einem Spitzen-Beginn dann leider nur noch Mittelmaß.
Überhaupt ist Christoph Waltz der Schauspieler, der den Film mit seinem Charisma trägt. Auch wenn er für die Rolle von Allen über den grünen Klee gelobt wird ... er hat es verdient. Seine Leistung ist groß-ar-tig. Ihm folgt dichtauf die – mir bis dato unbekannte – Schauspielerin Mélanie Laurent, deren Ausstrahlung einfach umwerfend ist. Positiv aufgefallen sind mir außerdem Daniel Brühl, August Diehl und Eli Roth. Den absoluten Tiefstand schauspielerischen Talents bietet allerdings – wieder einmal – Diane Kruger. Zugegeben, Diane Kruger sieht umwerfend aus. Aber jede Feldmaus hat ein größeres schauspielerisches Potenzial und warum sie nicht mal an ihrem nervigen Lispeln arbeitet, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.
Somit bietet der Film die ganze Bandbreite: von großartigen europäischen Schauspielern, bis hin zu Möchtegern-Darstellern, plus einer meist mittelmäßigen bis farblosen US-Darstellerriege.
Als Zuschauer möchte man in einem Moment mehr und im nächsten weinend aus dem Kino rennen, die Leinwand zerfetzen oder die Lautsprecher aus den Wänden reißen.
Zum ersten Mal bei einem Tarantino-Film fragte ich mich etwa zur Halbzeit wie lang es denn noch dauern möge. Auf meiner binären Skala ist "Inglorious Basterds" damit durchgefallen. Und der Nachgeschmack ist und bleibt halbgar. Als wäre das Film-Gericht gleichzeitig von einem Sternekoch und einem McDonalds-Mitarbeiter zubereitet worden.
Mein kurzer Eindruck: Tarantino hat schon deutlich bessere Filme gedreht.
Der lange Eindruck:
Ich tendiere dazu Filme für mich recht binär zu werten. Entweder ich denke irgendwann während des Films „Also langsam könnte er ja mal rum sein“ - dann hat mich der Film nicht gut unterhalten – oder ich denke am Ende des Filmes „Was? Schon rum?“ - dann wurde ich gut unterhalten. Thema, Machart, 'Ernsthaftigkeit' .. alles ist erst einmal nebensächlich. Hauptsache ich habe das Erlebnis genossen und dann kann eine Comicverfilmung schon mal besser auf meiner inneren Skala abschneiden als ein Film, der sich mit einem ernsten Thema beschäftigt.
Normalerweise fühle ich mich von Tarantino gut unterhalten, obwohl ich kein Freund unnötiger Gewaltdarstellungen bin. Bei Tarantino kaufe ich sie mit, denn wo Tarantino draufsteht, ist eben auch Schock drin. Aber seine Filme sind normal trotzdem gut und hin und wieder ist die Gewalt tatsächlich stilistisch sinnvoll.
Auch in „Inglorious Basterds“ bekommt man unnötige Gewaltdarstellungen zu sehen, aber leider sind sie an manchen Stellen noch unnötiger als üblich. Doch das war es nicht, was mir den Film beinahe verdorben hat, sondern Tarantinos unglückliche Hand bei der Auswahl der Darsteller.
Als ich als Teenager eine Weile einer kleinen Latein-Formation angehörte, lernte ich, dass man Tanzgruppen besser aus 'durchschnittlichen' Tänzern zusammenstellt, anstatt ein steiles Leistungsgefälle innerhalb der Gruppe in Kauf zu nehmen. Gute Filme dürfen zwar mit Stars aufwarten, aber wird ein Teil der Schauspieler vom Rest an die Wand gespielt, verliert der Film für den Zuschauer, denn der Qualitätsunterschied fällt störend ins Auge. Als würde im Autohaus ein hochglanzpolierter Porsche neben einer rostzerfressenen, staubigen Ente stehen.
Der 'Star' ist ohne Frage Brad Pitt. Der so lust- und farblos wirkt, als sei ihm klargeworden das Tarantino ihn nur als Namen engagiert hat, statt als Schauspieler. Als Zugpferd, der die Amerikaner ins Kino holt, die vielleicht nicht kämen wenn der Cast rein aus weitgehend unbekannten europäischen Schauspielern bestünde. Und obwohl ich Brad Pitt wirklich mag und weiß das er exzellente Schauspielarbeit leisten kann (zum Beispiel in "12 Monkeys" oder "Spy Game"), verliert der Film mit seinem Auftreten die Atmosphäre, die im 1. Kapitel von Christoph Waltz und Denis Menochet aufgebaut wurde.
Im ersten Kapitel beweist Tarantino ebenfalls, das er ein Filmemacher von Format ist. So dicht und so beklemmend ist dieser Einstieg in den Film erzählt. Der Rest des Filmes ist nach einem Spitzen-Beginn dann leider nur noch Mittelmaß.
Überhaupt ist Christoph Waltz der Schauspieler, der den Film mit seinem Charisma trägt. Auch wenn er für die Rolle von Allen über den grünen Klee gelobt wird ... er hat es verdient. Seine Leistung ist groß-ar-tig. Ihm folgt dichtauf die – mir bis dato unbekannte – Schauspielerin Mélanie Laurent, deren Ausstrahlung einfach umwerfend ist. Positiv aufgefallen sind mir außerdem Daniel Brühl, August Diehl und Eli Roth. Den absoluten Tiefstand schauspielerischen Talents bietet allerdings – wieder einmal – Diane Kruger. Zugegeben, Diane Kruger sieht umwerfend aus. Aber jede Feldmaus hat ein größeres schauspielerisches Potenzial und warum sie nicht mal an ihrem nervigen Lispeln arbeitet, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.
Somit bietet der Film die ganze Bandbreite: von großartigen europäischen Schauspielern, bis hin zu Möchtegern-Darstellern, plus einer meist mittelmäßigen bis farblosen US-Darstellerriege.
Als Zuschauer möchte man in einem Moment mehr und im nächsten weinend aus dem Kino rennen, die Leinwand zerfetzen oder die Lautsprecher aus den Wänden reißen.
Zum ersten Mal bei einem Tarantino-Film fragte ich mich etwa zur Halbzeit wie lang es denn noch dauern möge. Auf meiner binären Skala ist "Inglorious Basterds" damit durchgefallen. Und der Nachgeschmack ist und bleibt halbgar. Als wäre das Film-Gericht gleichzeitig von einem Sternekoch und einem McDonalds-Mitarbeiter zubereitet worden.
Review: Fraggles DVD

Manche Kindheitserinnerungen wollen ganz massiv aufgefrischt werden. So erging es uns letzte Woche als das Gespräch zufällig auf die Fraggles kam und wir beide jetzt und sofort unbedingt die alten Folgen sehen wollten.
Zu unserem Glück gibt es
Zusätzlich zu den 12 deutschen Folgen der Fraggles
enthält die DVD 12 Originalfolgen in denen Gerard Parkes den 'Doc' spielt, statt - wie in der deutschen Lokalisierung - Hans Helmut Dickow.
Die Bildqualität begeistert nicht unbedingt. Leider fühlten wir uns sofort vor einen 80er-Jahre Fernseher mit leidlicher Schärfe versetzt, statt dem heimischen Flatscreen.
Die erste Folge die wir uns ansahen (auf Deutsch) wirkte mit dem Abstand von gut 25 Jahren dann doch etwas ... bemüht. Was früher fasziniert hat, zündete irgendwie nicht mehr so richtig.
Das gab sich, als wir zu den englischen Folgen umgeschaltet haben. Keine furchtbar übersetzten Lieder und verlorene Wortwitze. Deutlich mehr Drive über die gesamte Folge.
Nachdem bei den englischen Folgen automatisch deutsche Untertitel eingeblendet wurden, befürchtete ich schon unabschaltbare Zwangsuntertitel.. aber glücklicherweise trifft das nicht zu. Barrierefrei ist die DVD auch nicht. Die deutschen Folgen besitzen gar keine Untertitel, die Englischen nur deutsche. Ohne Gehörlosenbeschreibungen.
Auf jeden Fall aber ist die DVD historisch wertvoll. Die Bluebox-Effekte wirken heutzutage ziemlich unbeholfen und die allwissende Müllhalde besitzt sogar unbedeckte Brüste. Stellt euch das mal im aktuellen Jahrtausend vor. Fragglegate!
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Review: Dr. Horrible's Sing Along Blog DVD

Am 15. Juli dieses Jahres ging das Internet Musical der Whedons "Dr. Horrible's Sing Along Blog" an den Start.. Bis zum 19. konnte man erst einen, dann zwei, dann alle drei Akte online sehen. Danach war das Vergnügen US-Bürger via iTunes beschränkt. Und obwohl später das komplette Musical noch einmal via Hulu freigegeben wurde blieb der Rest der Welt auch dort ausgesperrt. Rechtliche Lizensierungsprobleme die zuerst ausgeräumt werden sollten und bis zum heutigen Tag noch nicht ausgeräumt worden sind.
Ausserhalb der USA ist man quasi darauf angewiesen die DVD zu kaufen, will man das ganze noch einmal sehen oder hatte den engen Terminplan der ersten Veröffentlichung völlig verpasst.
Für mich war allerdings von vorneherein klar das ich Joss Whedons very ambitious, very exciting, very mid-life-crisisy-Musical auf jeden Fall unterstützen wollte und die DVD haben musste. Bevor diese fertiggestellt wurde, wurde die Fan-Maschinerie durch den Aufruf selbst Anträge auf Aufnahme in die Evil League of Evil einzureichen noch mal richtig angekurbelt. Die besten Beiträge sollten auf der DVD verewigt werden .. und wurden es auch.
Bestellbar ist die DVD derzeit nur via Amazon.com
Jetzt aber zum Inhalt:
Auf der DVD gibt es - Überraschung - natürlich alle drei Akte von Dr. Horrible's Sing Along Blog zu sehen. Die Qualität ist brilliant, kristallklar und scharf. Auch die Soundqualität lässt nichts zu wünschen übrig. Im Gegensatz zu der Optik des Streams auf dem Computerbildschirm, ein Quantensprung der extrem zum Sehvergnügen beiträgt.
Über den Plot und die Machart, die Detailverliebtheit und die Nerdigkeit des Ganzen beömmelt man sich einfach, egal wie oft man es sich ansieht.
Ob die ELE-Beiträge nun die besten Beiträge unter hunderten von Einsendungen waren, darüber mag man sich streiten. Abwechslungsreich und lustig sind die meisten die es auf die DVD geschafft haben, aber nicht alle mein Geschmack. Die Unglücklichen die es nicht geschafft haben, werden immerhin im Abspann, den "Dishonorable Mentions" erwähnt. (Wir haben die Geschwindigkeit des DVD-Players auf 1/16 stellen müssen um sie überhaupt lesen zu können
Damit sind die Extras der DVD aber noch nicht erschöpft. Es gibt - wie meistens - einen Commentary. In diesem Fall sind es zwei. Ein ziviles, bei dem die Macher und Schauspieler schnackend im Wohnzimmer zu sitzen scheinen und ein wirklich ganz großartiges "Commentary! The Musical". Ja. Das ist nach was es sich anhört. Man muß es sich einfach anhören und es verlängert den Spaß der DVD mal locker um das Doppelte.
Die 10 $ für Dr. Horrible's Sing-Along Blog
P.S.: Den Soundtrack gibt es inzwischen auch als CD
P.P.S.: Bei Whedons sieht es aus wie bei Geeks.
P.P.P.S.: Die DVD ist Region-Free
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Review: Star Wars Episode III - Revenge of the Sith...

... oder Kaugummi und Spucke, wir fliegen auch ohne Plot.
Ich habe von Star Wars noch nie mehr erwartet, als ein farbenfrohes Märchen und wurde daher auch noch nie von einem der Filme enttäuscht. Nicht einmal von 'albernen' Figuren wie Jar Jar Binks. Nicht von Prinzessin Leias Frisuren, nicht von Königin Amidalas Kostümschlacht, nicht vom jungen Anakin Skywalker.
Doch Teil III hat es nun geschafft auch mit mir zu brechen und ich würde George Lucas am liebsten übers Knie legen sowie eine offene Hetzjagd auf den Dialogschreiber ausrufen.
Vorweg, ich besuchte die englische Originalfassung, also kann mir nichts von der Übersetzung zerhauen worden sein.
Die Originalfassung könnte z.B. auch der Grund sein das ich weniger Probleme mit der Darstellung von Amidalas Schwangerschaft habe, als es bei Julian oder Ute der Fall ist. Zumindest ergibt der Dialog in der englischen Fassung halbwegs Sinn.
Zugegeben, ich weiß nicht welcher zeitliche Abstand zwischen Episode II und III herrschen soll. Ich gehe von genug Zeit aus, in der Amidala und Anakin sich aus Kriegsgründen nicht sehen konnten, so das sie ihm die Überraschung in doch recht fortgeschrittenem Stadium eben mitteilen darf.
Ich gehe weiter davon aus, das es zwar ein 'unerwünschtes' Kind ist, so wie sie ja wohl auch ihre Ehe an sich verheimlichen müssen, aber das Kind in Wirklichkeit doch irgendwie gewünscht war.
Das die Verhütung eben in halb fahrlässiger, halb bewusster Weise vernachlässigt wurde, weil sie unvernünftig und über beide Ohren in einander verliebt sind.
Gegen blinde Verliebtheit ist eben auch in einer technologisch überlegenen Welt kein Kraut gewachsen.
Somit verstehe ich das kindlich-naive 'Was sollen wir nur tun.' durchaus...
Was mich wirklich an Episode III störte, und was auch den Genuß beim Ansehen ziemlich torpedierte, war das der Plot wirklich nicht mehr als Kaugummi zwischen Teil 2 und Teil 4 diente.
George Lucas hatte einen festen Ausgangspunkt und einen festen Endpunkt. Soweit so gut.
Es war schwer diese Lücke zu schliessen und dabei alle Erwartungen zu erfüllen.
Der Übertritt Anakin Skywalkers zur dunklen Seite, ist eigentlich ein sehr langsamer Prozess. Ein Prozess der viel 'Gerede' benötigt hätte und subtile Handlungen. Ein Prozess mit dem man durchaus einen ganzen, packenden Film hätte füllen können, nur...
Einmal wäre dann kein Platz mehr für andere Dinge gewesen, nicht für den Krieg, nur wenig für die Jedi.. und andererseits, ist es nicht was die breite Masse von Star Wars erwartet.
Diese erwarten ein farbenprächtiges Special Effekts Spektakel und genau das haben sie bekommen.
Leider hat George Lucas mit Episode III genau die langjährigen Star Wars Fans am meisten verprellt. Mehr auf Gewinn als auf Qualität gesetzt und das kreide ich ihm übel an.
Er hat Stoff für mindestens zwei abendfüllende Filme in einen gequetscht, konnte daher quasi nur die 'Eckdaten' erzählen und hat die natürlicherweise entstehenden Lücken mit sinnlosen, an den Haaren herbeigezogenen Effekten gefüllt.
Ich denke da jetzt zum Beispiel an das Rennen zwischen Obi Wan Kenobi und General Grievous. Überflüssig und ehrlichgesagt in seiner Überflüssigkeit langweilig, wie einige andere Effekte auch.
In dem Durchhasten durch die Story bleiben die Dialoge auch flach, zweidimensional und gehaltlos.
Hat Nathalie Portmann in der ersten und zweiten Episode ja noch eine relativ sinnvolle Rolle, besteht ihr ganzer Zweck diesmal darin Kleidung und Frisur zu wechseln und auf hohem Niveau zu leiden.
Allerdings kann ich mich Julians Meinung, das man vor Kummer und mangelndem Lebenswillen nicht stirbt, nicht nachvollziehen. Generationen von Schriftstellern in der klassischen Literatur, wenden diese Element an, somit ist es, egal ob möglich oder nicht, zumindest doch in einem Märchen wie Star Wars, legitim und logisch.
Schlimmer finde ich die Unlogik die sich bei George Lucas ebenso einschleicht wie es die Autoren von Enterprise bei Star Trek geschafft haben. z.B. erinnere ich mich daran das Luke Leia in Return of the Jedi nach ihrer gemeinsamen Mutter fragt. Leia berichtet Luke das sie wunderschön war, aber immer sehr traurig. Ergo hätte Padmè nicht bei der Geburt sterben dürfen. Und das ist nur ein Fehler von vielen.
So bleibt mir nur zu sagen: Schade. Episode III ist alles andere als ein würdiger Abschluß der Sage.
Alle Schauspieler bleiben weit unter ihren Fähigkeiten. Die Dialoge sind erbärmlich, die Story dünn und die Effekte an den Haaren herbeigezogen. Durch die Plotholes passt ein ganzer Death-Star.
Wüsste ich nicht das sie gute Filme machen können, Herr Lucas, nach Episode III alleine, hätte ich sie eher in die Regional-Liga, eines kleinen Filmemachers mit zu großem Budget, eingestuft.









