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February '12



Review: Avatar

with 6 Comments

Einen Review über "Avatar - Aufbruch nach Pandora" zu schreiben ist nicht leicht. Zu viele Eindrücke nimmt man aus dem Kino mit und eigentlich müsste man ihn drei-, vier- oder fünfmal sehen um eine qualifizierte Beschreibung liefern zu können. Einen Review zu schreiben und dabei jeden Superlativ wegzulassen, ist noch weit schwerer.



Einzig die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen, denn die bietet weder etwas Neues, noch Überraschungen.

Movieposter: Avatar
Meisterhaft erzähltes Weltraummärchen


"Avatar" basiert auf dem allerältesten SciFi-Grundthema:

Die Menschheit hat die Erde sorgfältig zugrunde gerichtet und ist - notgedrungen - ins All expandiert. Dort verfahren die Menschen mit fremden Planeten wie sie es von zuhause gewohnt sind. Ganz egal ob man dort noch intelligentes Leben vorfindet. Über Willen und Kultur eingeborener Rassen wird arrogant hinweggetrampelt, was diesen logischerweise nicht gefällt. Auf die Entschlossenheit und Brutalität der Erdenrasse sind sie aber nicht vorbereitet. Natürlich sind die Einwohner von Schlag "edle Wilde". Natürlich leben sie im Gegensatz zur tumben Menschheit im Einklang mit der Natur. Natürlich gibt es einen oder mehrere menschliche Überläufer und das natürlich nachdem sich ein Mensch in eine wunderschöne Eingeborene verliebt hat, die gleichermaßen sanft wie stark und mutig ist.

Ein Grundthema das man in kaum veränderter Form in SciFi-Sagas wie Darkover findet (besonders in der Novelle "World Wreckers") und in so vielen anderen Büchern und Filmen das mir gerade keine weiteren Einzelbeispiele einfallen.

Der Storyablauf ist komplett vorhersehbar. Es sterben genau die Figuren bei denen man sich schon im Vorfeld sicher ist, dass sie sterben werden. Die Angriffe erfolgen genau zum vermuteten Zeitpunkt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich wie erwartet. Die inneren Konflikte sind vorhersagbar. Wer um einer neuen Story willen in den Film geht, wird herbe enttäuscht werden.

Und doch: Avatar fesselt und reisst mit.

Nicht weil die Story neu wäre. Nein, es ist als würde man ein Märchen, welches die eigene Großmutter seit Jahren jeden Abend auf die gleiche Weise erzählt hat, zum ersten Mal vom besten Erzähler der Welt erzählt bekommen.



Ich habe Avatar im Original und 3D gesehen und falls ihr die Möglichkeit dazu habt, versucht den Film auf die gleiche Weise zu sehen. Aber ich bin mir sicher das er auch in 2D noch umwerfend ist.

Cameron hat an alles gedacht. Mir ist beim ersten Sehen kein Plothole aufgefallen, kein Goof und kaum eine unlogische Darstellung. Schon der Anfang ist perfekt als der Protagonist sichtlich in der Schwerelosigkeit in den Halteriemen seines Bettes schwebt. Auch die Welt Pandora ist mit ihren Besonderheiten so realistisch umgesetzt, das der Zuschauer den Eindruck erhält vor Ort zu sein.

Von den angemalten Aliens und den Topf-Gummibäumen der frühen Star Trek-Serie, sind die Avatar-Effekte ungefähr soweit entfernt wie Feuerstein und Zunder von der Kernspaltung.

Aber es ist wirklich dem Können von Cameron und seinem Team zuzurechnen, das kein Effekt übertrieben oder deplaziert erscheint. So überwältigen der Film ist, der Zuschauer wird nicht mit der Effektkeule plattgeklopft, sondern er erlebt ein sehr filligran durchkomponiertes Meisterwerk.

Welt, Bewohner, Tierwelt und Sprache basieren zwar ebenfalls auf bekannten Motiven, sind aber mit großer Liebe ausgearbeitet und neu erschaffen worden.

Auch wenn sogar das Ende vollkommen vorhersehbar ist. Geht in diesen Film und lasst euch vom Großmeister unter den Großmeistern unterhalten. Avatar braucht eine große Leinwand und ein Kino mit einer guten Soundanlage. Aber dann ist die Illusion so perfekt wie es mit der Technik des beginnenden 21. Jahrhunderts nur möglich ist.

Der deutsche Untertitel ist allerdings, wie meist, kompletter Mist. Immerhin befindet sich die Menschheit schon auf Pandora und muß nicht erst dorthin gelangen.


Posted by Mela Eckenfels

12/19/2009 at 14:19:58

Posted in Kino

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Last modified on 2009-12-21 14:48


Das Wort zur Finanzkrise

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Ach, was soll ich dazu schreiben wenn schon alle darüber schreiben? Ausser dieses kleine Stückchen Filmgeschichte zu zitieren?



Cosmo: Posit: People think a bank might be financially shaky.
Martin Bishop: Consequence: People start to withdraw their money.
Cosmo: Result: Pretty soon it is financially shaky.
Martin Bishop: Conclusion: You can make banks fail.
Cosmo: Bzzt. I've already done that. Maybe you've heard about a few? Think bigger.
Martin Bishop: Stock market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Currency market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Commodities market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Small countries?



Quelle: Sneakers (1992)


Posted by Mela Eckenfels

10/12/2008 at 23:24:28

Posted in Gesellschaft, Kino

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Last modified on 2008-10-13 18:15


iTunes suckt!

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Bislang habe ich iTunes nicht benutzt. Einmal weil ich mich generell kopiergeschützter Musik großer Labels verweigere und Zweitens, weil ich nun mal eigentlich keine Tools nutze für die ich unbedingt auf meine Windows-Mühle zurückgreifen muss, die eigentlich nur da ist um die Duden-Software benutzen zu können.

Alle anderen Sachen werden nun mal unter FreeBSD erledigt und ich sehe es darüberhinaus nicht ein mit vorschreiben zu lassen auf welchen Geräten ich meine Musik anhören darf.

Nun wollte ich aber den Soundtrack vom Dr. Horribles Sing Along Blog erwerben. Nicht nur weil er toll ist, sondern weil ich die Macher auch in dem Vorhaben, irgendwann ihr Team bezahlen zu können, unterstützen wollte.

Der Kauf stellt sich als mehr als haarig heraus. Zuerst habe ichs über Amazon.com versucht. Doch während ich dort ohne Probleme Bücher und sonstigen Krempel kaufen darf, brauche ich eine US-Adresse um MP3s herunterladen zu können. Fein. Also doch den Windowsrechner gestartet und mir mal einen iTunes-Account angelegt. Nach beinahe einer halben Stunde gefummel war ich dann doch echt soweit den Soundtrack gekauft zu haben. Doch mitten im Download schaltete sich der Rechner aus.

(Mein Fehler, ich lasse ihn abends automatisch ausschalten. Aber das Windows mal kotzt ist ja kein sooo seltenes Problem und auch mit anderen Abbruchgründen - Netzprobleme, Stromausfall muss man einfach rechnen. Shit happens. In der IT sogar doppelt und dreifach.)

Gut, Rechenknecht wieder gebootet und versucht den Download wieder aufzunehmen. Die noch nicht heruntergeladenen Dateien lud er ohne Anstand. Allerdings die zwei Dateien die mitten im Download abgebrochen waren, galten als heruntergeladen und konnten nicht ohne Probleme nochmal geladen werden.



Bei tatsächlich benutzerfreundlichen Diensten wie CDBaby kann ich meine Käufe auch noch nach Jahren unter meinem Login herunterladen. Abbrüche - scheiss drauf - Festplattencrashs - wen interessierts. Einmal gekauft, immer meins.

Gut iTunes bietet die Möglichkeit einen Fehler zu melden, was ich dann auch in Anspruch genommen habe. Nun durfte ich warten bis sich jemand vom Support bequemt mir die Sachen nochmal zum Download hinzulegen. Also bis zum nächsten Werktag.

Vorhin habe ich nachgesehen und die beiden fehlenden Dateien heruntergeladen. Dummerweise ist eine davon auch nach neuerlichem Download defekt und lässt sich nicht abspielen. Also nochmal in itunes gegangen um einen weiteren Fehler zu melden.

Nun bekam ich die Meldung:


Für diese Datei haben sie bereits einen Fehler gemeldet.


Das weiss ich auch. Sie ist dennoch kaputt. Ich habe einen Fehler. Ich würde ihn gerne melden. Ich würde gerne die Dienstleistung erhalten für die ich bezahlt habe. Nicht nur das der Einkauf selbst auf meinem alten Windowsrechner stinkendlahm ist, auch die Art und Weise wie ich Musik dort kaufen kann, gerät zu einem Staatsakt. Die Musik dann nicht nur auf dem Rechner anhören zu können, ist ein weiterer und vermutlich dürfte ich das nicht mal versuchen. Vermutlich nicht mal dran denken.

Für mich fühlt sich das Ganze wirklich so an, als würde einem Apple und jede nur denkbare Musikfirma dort draussen nahe legen ihren Kram zu stehlen. Denn dann bekommt man ihn schnell, unproblematisch und in offenen Formaten.

Schade, wirklich schade das Joss Whedon und seine Mannen zwar innovative Ideen haben und bereit sind die eingetretenen Pfade der Vermarktung zu verlassen, aber ebenso schade das sie nicht den Mut zu haben scheinen auf kastrierte, kopiergeschützte Formate zu verzichten.

Lieber Joss, lieber Jed, lieber Zach. In diesem Sinne: Once More, with Feeling.

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Last modified on 2008-10-02 16:10