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February '12



Lesen und Technologie

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Derzeit lese ich "A Local Habitation" (Amazon) Die "October Daye"-Reihe ist mein erster näherer Kontakt mit Urban Fantasy und das erste Buch (Amazon) hat mich zwar nicht vollkommen überzeugt, aber es war spannend genug um weiter lesen zu wollen.

Was mich jedoch schon immer an zeitgenössischer Fiction genervt hat - wenn Autoren versuchen Technik zu beschreiben, die in Wirklichkeit weit außerhalb dessen ist, was sie zu verstehen in der Lage sind.

Ort der Handlung ist ein von Feen betriebenes Technologieunternehmen, das Feen-Fähigkeiten mit normaler menschlicher Technologie verknüpft. Soweit so gut. Nur versucht sich die Chefin gerade in einen ausgeschalteten Computer in Netzwerk der eigenen Firma einzuhacken. Sie erklärt es der Protagonistin vollmundig mit Feenkram und Magie. Hätte die Autorin doch nur gewusst, dass es das viel einfachere, und passende "Wake on LAN" gibt, stünde ich jetzt nicht vor der Entscheidung ob ich weiterlesen soll, oder lieber doch nicht.


Posted by Mela Eckenfels

12/03/2011 at 12:18:21

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Rezension: Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde

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Buchcover: Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde
Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde
Maximilian Buddenbohm

Sankt Ulrich Verlag
http://www.sankt-ulrich-verlag.de/
ISBN: 978-3867441384

erschienen: Januar 2010
196 Seiten
Als ich mein Rezensionsexemplar von "Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde" - geschrieben von Maximilian Buddenbohm, weithin bekannt als Merlix und Autor des Blogs Herzdamengeschichten - anforderte, war ich krank und betrunken. Immerhin rezensiere weder für die FAZ noch für die "Frau im Bild" oder für ein sonstiges Medium mit entsprechender Reichweite und da braucht es schon etwas Mut und einen steifen Grog, um einem Verlag ein Rezensionsexemplar abzubetteln.



Als ich, keine drei Tage darauf, den gepolsterten Umschlag vom Dielenboden fischte, war ich immer noch krank und mein Kreislauf der Ansicht, nach einem Erkältungsbad sollte ich doch bitte erst mal wieder ein paar Stündchen schlafen. Die Neugier verlangte aber auch, dass ich auf dem Weg ins Bett schon mal einen Blick ins Buch warf. Dort blieb er erst einmal. In ein paar Minuten würde ich dann ja vernünftig sein und das Licht ausmachen. Vier Stunden später legte ich das Buch weg. Ausgelesen. Meinen, ebenfalls kranken, Mann hatte ich durch stundenlanges gequält-heiser klingendes Kichern aus dem Schlaf gerissen ... aber mir ging es besser. Lachen ist eben doch gesund.

Natürlich ist Merlix Blog landauf und landab bekannt. Jeder, der sich ein bisschen mit der deutschen Blogsphäre beschäftigt hat, wird schon auf "Herzdamengeschichten" gestoßen sein. Jeder der auf "Herzdamengeschichten" gestoßen ist, wird sicherlich an den skurrilen, witzigen oder berührenden Geschichten hängengeblieben sein.

Aber es ist eben doch etwas ganz anderes, all die kleinen, über mehrere Jahre hinweg angesammelten, Episoden, in einem Buch zusammengefasst zu lesen. Die Welt der Buddenbohms zwischen zwei Buchdeckeln, statt als hastig durchgelesener Blogartikel zwischen der 3. Tasse Kaffee und dem zweiten Meeting. Merlix Schreibe erreicht es unvergleichlich den Leser zu berühren und mitzureißen, weil - echt norddeutsch - an jedem überflüssigen Wort gespart wird.

Am Besten man organisiert sich gleich zwei Exemplare von "Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde". Eines für sich selbst und eines um es der lieben Familie zu schenken. Denn nichts dürfte der Generation unserer Eltern, die Lebenswirklichkeit der Generation digitaler Pioniere (mit und ohne Kinder) so gut erklären, wie dieses Buch. Anders, aber doch bekannt. Neu, aber nicht beängstigend. Außergewöhnlich, aber doch ziemlich normal.

In diesem Sinne: "Google doch mal meine Symptome."

"Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde" ist im Sankt Ulrich Verlag erschienen und kostet 16,90 €. Über den Titel und die Covergestaltung kann man sich streiten, aber was es dazu zu sagen gibt, hat Isa schon gesagt.

Posted by Mela Eckenfels

01/29/2010 at 15:41:57

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Weihnachts-Einkaufstipp: Gestatten, Bestatter!

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In jeder Familie scheint die Zahl der Personen die mit fiktionaler Literatur nichts anfangen können, die Zahl derer zu übersteigen, die sich gerne mal zum Kopfkino verführen lassen.

Dann stößt man mit Krimis, Historienschinken, Harry Potter oder dem Schuber aller "Nebel von Avalon"-Bücher doch eher auf Unverständnis und Ablehnung.

Andererseits bekommt man als Schenkender und Liebhaber guter Bücher immer solch üblen Zuckungen, möchte man dann herzerwärmende Familiengeschichten oder den zehnten Aufguß des ersten Erfolgsbuchs eines im Dschungel aufgewachsenen Mädchens für Muttern oder Tante erwerben, die einen immer direkt an der Geldbörse vorbeigreifen lassen.

Gestatten, Bestatter kann da eine tolle Ausnahme sein, entstand es doch aus einer Welt heraus die wir verstehen!

Ich empfehle das Buch nur mit einer großen Packung Kleenex zu verschenken und vielleicht nicht unbedingt den Erbonkel damit zu bedenken. Der könnte beim Anblick des Titels erst mal die falschen Assoziationen bekommen ;-)






Posted by Mela Eckenfels

12/13/2008 at 00:00:00

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Weihnachts-Einkaufstipp: Für Bibliophile

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Mit einem richtig tollen Buch kann man die Augen eines Bibliophilen zum Leuchten bringen. Aber dazu sollte man erst einmal zwei Grundsätze beachten:

1.) Wird ein englischsprachiges Buch gewünscht, oder gar die entsprechende ISBN übergeben lautet die korrekte Antwort an Weihnachten nicht: "Ich dachte auf deutsch wäre es dir doch sicher lieber."
2.) Wird ein Hardcover gewünscht, oder gar die entsprechende ISBN übergeben lautet die korrekte Antwort an Weihnachten nicht: "Ich dachte ein Taschenbuch wäre dir doch sicher lieber."

Für alle die ein tolles, toll hergestelltes Buch zu schätzen wissen, bei dem nicht nur der Inhalt begeistert - denn manchmal ist der Umschlag doch nicht unwichtig - hier die Geschenkvorschläge:





The Tales of Beedle the Bard (Exklusive Sammlerausgabe) von Joanne K. Rowling.

Die Aufmachung verspricht einigen Spaß, selbst wenn das Buch schon längst gelesen ist. Vielleicht gar eine kleine Wertanlage.






Ein zeitloser Klassiker. "Der Herr der Ringe" im Original, gebunden in Leder:



The Lord of the Rings



Ein besonderes Geschenk für Tolkien-Fans wäre natürlich auch
Morgoth's Ring (History of Middle-Earth) welches im Hardcover für nur etwas über 1000 Euro zu haben ist. "The complete History of Middle-Earth" ist dagegen - sofern überhaupt verfügbar - geradezu ein Schnäppchen: The Complete History of Middle-Earth. Vol. 1., The Complete History of Middle-Earth: The Lord of the Rings. Vol. 2., The Complete History of Middle-Earth. Vol. 3.

Oder doch lieber The Origins of Tolkien's Middle-Earth for Dummies (For Dummies (Lifestyles Paperback))? Aber nein, wir waren ja bei Geschenken für Bibliophile...




Eine sehr schöne - und vor allem bezahlbare! - Gesamtausgabe gibt es von Douglas Adams Hitchhiker: The Ultimate Hitchhiker's Guide - Deluxe Edition: Five Complete Novels and One Story (Literary Classics (Gramercy Books))
Das Exemplar ist auch in meinem Regal zu finden.







Ebensowenig müssen die Fans der Scheibenwelt bei schön gestalteten Büchern aussen vor bleiben. Für sie gibt es die Deluxe Ausgabe von The Last Hero (Gollancz)










Posted by Mela Eckenfels

12/03/2008 at 00:00:00

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Von der Schwierigkeit als australischer Autor internationale Bekanntschaft zu erlangen

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Irgendwann im Laufe des Jahres 2002 schlenderte ich ein wenig unmotiviert durch die Karlsruher Fußgängerzone und kehrte dabei auch in einen Buch-Discounter ein. Ich hatte nicht vor etwas zu kaufen, sondern wollte mir nur die Zeit vertreiben, als ich dann vor dem mageren Fantasy-Regal landete und meinen Blick schweifen ließ. Dabei stach mir ein Buch mit dem Titel Dunkler Winter ins Auge und es sollte etwas merkwürdiges passieren.

Ein Verkäufer dieses Discounters stellte sich nicht als der übliche, desinteressierte Sales-Droide dar, sondern er sprang mich beinahe an, als er sah nach welchem Buch ich gegriffen hatte.

'Ich müsse es un-be-dingt lesen. Es sei ein absolut geniales Buch, eines der neuen Sterne am Fantasy Himmel..'
Abgesehen davon daß mich die Tatsache erstaunte hier so etwas wie einen _Fach_verkäufer vorzufinden, war es das irre Glitzern in seinen Augen, das nur dem eines Drogendealers gleicht, der potentiellen Käufern den Stoff in den höchsten Tönen anpreist, das mich überzeugte dem Buch doch eine Chance zu geben.

Also trug ich Dunkler Winter nach Hause und war sofort angefixt. Wie eine Süchtige wartete ich auf den nächsten Schuß... beziehungsweise darauf die nächsten beiden Bände der Tenabra-Triologie Dunke Reise und Dunkler Sieg erwerben zu können und inhalierte auch diese. Seit damals versuchte ich regelmässig den Namen des Autos Dave Luckett bei Amazon einzugeben und hoffte darauf neuen Lesestoff zu entdecken. Doch... ...nichts linderte mein Verlangen. Selbst die Tenabra-Triologie war längst vergriffen und der Heyne Verlag schien nicht bereit oder willens, diese wirklich exzellenten Bücher neu aufzulegen.

In meiner Verzweiflung ging ich sogar nach amazon.com um nachzusehen ob wenigstens in Gods own Country mehr von meinen neu erkorenen Lieblingsautor zu finden war. Tatsächlich stieß ich auf die Rhianna Chronicles bei denen mich der Zusatz Childrens Book irritierte.

Konnte es wirklich sein, das ein Schriftsteller fantastischer, erwachsener Fantasy sich ansonsten nur für Kinderbücher verantwortlich zeigte? Um meines eigenen Genusses Willen, hoffte ich nicht und versuchte weiter amazon.com abzugrasen. Doch ausser den Chronicles fand ich dort nur die deutschen(sic!) Ausgaben der Tenabra-Triologie, die von einem Dritt-Händer dort inzwischen ab 113.09$ angeboten werden. *faint*

Scheinbar, anders kann ich mein Suchergebnis nicht interpretieren, war die Triologie niemals in den USA aufgelegt worden.

Um mir endlich Klarheit zu verschaffen, quälte ich Google und wurde auch schnell mit der Homepage Dave Lucketts fündig. Ein kurzer Blick unter Books und ich erkannte das Dave Luckett, mein angebeteter Stern unter den Fantasy-Autoren, mitnichten nur 6 Bücher geschrieben hatte.

13 bisher erschienene Publikationen nennt er sein eigen und an der 14., Iron Soldiers, einem Schul-Geschichtsbuch über Rüstungen, arbeitet er gerade.

Also handelt es sich bei ihm nicht um einen unbekannten Jung-Autor vom Rande der bekannten Welt, sondern um einen schon eher etablierten australischen Fiction-Writer, der auch schon (einheimische) Preise abräumen durfte.

Der Bekanntheitsgrad Dave Lucketts ausserhalb Australiens steht in definitiv keinem Zusammenhang mit der Qualität seiner Arbeit, daher bitte ich Heyne inständig, doch zumindest die Tenabra-Triologie neu aufzulegen.

Bis dahin, und da ich weiß das meine kleinste Schwester dieses Genre mag, habe ich die Rhianna Chronicles: The Girl, the Dragon and the Wild Magic, The Girl, the Apprentice, and the Dogs of Iron und The Girl, the Queen and the Castle bestellt, um sie ihr bei entsprechenden Gelegenheiten zu schenken.. und sie hoffentlich dadurch zu animieren auch mal ein Buch auf englisch zu lesen. Und vielleicht.. naja.. vielleicht.. les ichs vorher auch mal selbst. ;-)







Dunkler Winter
(Book)
Dave Luckett
Released: Juli 2002
Dunkle Reise
(Book)
Dave Luckett
Released: Juli 2002
Dunkle Burg
(Book)
Dave Luckett
Released: August 2002

Posted by Mela Eckenfels

05/09/2005 at 16:22:00

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Rezension: Die wahre Geschichte der Geisha

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Die wahre Geschichte der Geisha
(Book)
Mineko Iwasaki, Rande Brown, Elke VomScheidt
Released: November 2004


Kaum ein traditioneller, japanischer Beruf wird im Okzident derart mißverstanden wie der Beruf der Geisha. Mit dem geläufigen Vorurteil eine Geisha sei eine Edelprostituierte, liegt man jedoch weit daneben. 'Frau der Künste' ist die wohl treffenste Übersetzung des Begriffs und beinhaltet den Hinweis auf ihre Hauptaufgaben, als perfekte, hochbezahlte Unterhalterin, die von wohlhabenden Gastgebern angestellt wird.

Geishas erlernen verschiedenste Künste, von traditionellen Tanzformen, über Gesang und verschiedene Instrumente, die Kunst der Konversation, bis hin zur japanischsten aller Künste, der Teezeremonie.

Mineko Iwasaki war eine Geisha, die in den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts, im Alter von Fünf ihre Ausbildung begann und die trotz deutlicher autistischer Züge zu einer der begehrtesten Geikos Kyotos wurde... Wirtschaftliche Schwierigkeiten zwingen Minekos Geburtsfamilie ein Arrangement mit einer 'okiya' – Häuser in denen ausschließlich Frauen leben und zu Geishas ausgebildet werden - zu treffen. Zwei Mädchen werden zur Ausbildung in die Iwasaki-Okiya gesand. Jahre später, wendet sich das Oberhaupt dieser Okiya wieder an die Familie um eine weitere Tochter für die Laufbahn einer Geisha anzuwerben. Auch um Mineko, die zu diesem Zeitpunkt noch Masako Tanaka heißt, wird geworben. Gegen den anfänglichen Widerstand ihrer Eltern, entschließt sich die fünfjährige Masako in die Okiya einzutreten und zu ihrer Atotori, der Erbin, zu werden.
Während normale Kinder spielen dürfen, erlernt sie neben dem normalen Schulunterricht, Tanz, Kalligraphie, Koto und Shamisen (traditionelle, japanische Saiteninstrumente), sowie die Verwaltung einer Okiya. Mit fünfzehn Jahren, nach Abschluß der Mittelschule, feiert Mineko ihr, schon lange vorher mit Spannung erwartetes, Debut als Maiko ('Frau des Tanzes') und mit zwanzig Jahren 'wendet sie den Kragen', wird somit zur erwachsenen Geiko oder Geisha. Schon mit neunundzwanzig Jahren, auf der Höhe ihrer Karriere, zieht sich Mineko Iwasaki ganz aus dem Beruf zurück, nachdem ihr Versuch die Ausbildung der Geishas zu reformieren gescheitert war.

Die Autobiografie beschreibt packend, wie sich das menschenscheuen Kind zuerst zur jugendlichen Tänzerin und später zur erwachsenen Künstlerin entwickelt, immer wieder begleitet von kleinen Rückschlägen oder persönlichen Katastrophen. Und sie beleuchtet unbeschönigt auch die Schattenseiten eines extrem anstrengenden Berufes, der nach unseren Begriffen höchstens mit dem einer Primaballerina zu vergleichen ist.

Das Buch ist eine Pflichtlektüre für alle, die von einer Biografie mehr erwarten als Bohlensche Ergüsse und auf jeden Fall für all jene die sich für japanische Traditionen in einer modernen Welt interessieren. Ein Lesegenuß.

Weblinks:

Posted by Mela Eckenfels

05/08/2005 at 00:00:00

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Rezension: Der Blumenkrieg

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Der Blumenkrieg
(Buch)
Tad Williams, Hans-Ulrich Möhring
Released: Juli 2004


Theo Vilmos ist dreißig. Ein Alter in dem alle Welt erwartet daß man die Tween-Jahre genutzt hat um erwachsen zu werden.
Doch Theo ist nicht erwachsen geworden. Er jobbt als Ausfahrer in einem kleinen Blumenladen und ist Sänger einer Garagen-Band. Das Erwachsenste in seinem Leben ist das Kind, das seine Verlobte Cat erwartet. Noch während Theo mit seinem Leben, und dem Gefühl nicht in diese Welt zu gehören, hadert, verliert Cat ihr gemeinsames Kind und verlässt den glücklosen Musiker daraufhin.
Ein weiterer Schicksalsschlag folgt und lässt ihn alleine auf der Welt zurück. Im Nachlaß seiner Mutter findet er einen merkwürdigen Hinweis, der ihn zu einem Tagebuch seines Großonkels führt. Die Lektüre dieses Buchs und andere, eher ungesunde, Ereignisse bringen ihn, unterstützt durch eine gerade handgroße Elfe namens Apfelgriebs, in eine Welt die parallel zu der unseren existiert und von Feenwesen der verschiedensten Gattungen bewohnt wird... So märchenhaft Theo dort zuerst alles anmutet, muß er leider feststellen das die Märchenwelt der unseren auf schreckliche Weise zu ähneln beginnt, indem die Natur für den angeblich nötigen Fortschritt zerstört wird und Feen in Fabriken ausgebeutet werden. Forciert wird dies durch die herrschenden Feen-Familien; den Blumen.
Nur langsam erkennt der Sänger seine Rolle in dieser fremden Welt und deckt mit neugewonnen Freunden eine grausame Intrige auf.

Tad Williams gelingt es in 'Der Blumenkrieg' aus bekannten Elementen der Fantasyliteratur und Volkssagen eine ganz neue Welt zu kreieren, die kaum plastischer und mitreißender beschrieben werden könnte. Die ersten 750 Seiten des 800 Seiten-Wälzers lassen einen einfach nicht mehr los. Dann jedoch, scheint dem Autor die Puste ausgegangen zu sein oder er wollte sein Buch irgendwie zu Ende bringen, ohne noch einmal die gleiche Seitenanzahl aufzuwenden. Die letzten beiden Kapitel versickern jedenfalls in einer merkwürdigen, halbgaren Stimmung, die dem restlichen Buch einfach nicht gerecht wird, aber dem Gesamtwerk nachhaltigen Schaden zufügt.
Dieser starke Abfall, macht das Buch leider nur für eingeschworene Tad Williams-Fans empfehlenswert. Schade drum.

Posted by Mela Eckenfels

05/06/2005 at 02:03:27

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