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Review: Avatar
Einen Review über "Avatar - Aufbruch nach Pandora" zu schreiben ist nicht leicht. Zu viele Eindrücke nimmt man aus dem Kino mit und eigentlich müsste man ihn drei-, vier- oder fünfmal sehen um eine qualifizierte Beschreibung liefern zu können. Einen Review zu schreiben und dabei jeden Superlativ wegzulassen, ist noch weit schwerer.

Einzig die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen, denn die bietet weder etwas Neues, noch Überraschungen.
"Avatar" basiert auf dem allerältesten SciFi-Grundthema:
Die Menschheit hat die Erde sorgfältig zugrunde gerichtet und ist - notgedrungen - ins All expandiert. Dort verfahren die Menschen mit fremden Planeten wie sie es von zuhause gewohnt sind. Ganz egal ob man dort noch intelligentes Leben vorfindet. Über Willen und Kultur eingeborener Rassen wird arrogant hinweggetrampelt, was diesen logischerweise nicht gefällt. Auf die Entschlossenheit und Brutalität der Erdenrasse sind sie aber nicht vorbereitet. Natürlich sind die Einwohner von Schlag "edle Wilde". Natürlich leben sie im Gegensatz zur tumben Menschheit im Einklang mit der Natur. Natürlich gibt es einen oder mehrere menschliche Überläufer und das natürlich nachdem sich ein Mensch in eine wunderschöne Eingeborene verliebt hat, die gleichermaßen sanft wie stark und mutig ist.
Ein Grundthema das man in kaum veränderter Form in SciFi-Sagas wie Darkover findet (besonders in der Novelle "World Wreckers") und in so vielen anderen Büchern und Filmen das mir gerade keine weiteren Einzelbeispiele einfallen.
Der Storyablauf ist komplett vorhersehbar. Es sterben genau die Figuren bei denen man sich schon im Vorfeld sicher ist, dass sie sterben werden. Die Angriffe erfolgen genau zum vermuteten Zeitpunkt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich wie erwartet. Die inneren Konflikte sind vorhersagbar. Wer um einer neuen Story willen in den Film geht, wird herbe enttäuscht werden.
Und doch: Avatar fesselt und reisst mit.
Nicht weil die Story neu wäre. Nein, es ist als würde man ein Märchen, welches die eigene Großmutter seit Jahren jeden Abend auf die gleiche Weise erzählt hat, zum ersten Mal vom besten Erzähler der Welt erzählt bekommen.
Ich habe Avatar im Original und 3D gesehen und falls ihr die Möglichkeit dazu habt, versucht den Film auf die gleiche Weise zu sehen. Aber ich bin mir sicher das er auch in 2D noch umwerfend ist.
Cameron hat an alles gedacht. Mir ist beim ersten Sehen kein Plothole aufgefallen, kein Goof und kaum eine unlogische Darstellung. Schon der Anfang ist perfekt als der Protagonist sichtlich in der Schwerelosigkeit in den Halteriemen seines Bettes schwebt. Auch die Welt Pandora ist mit ihren Besonderheiten so realistisch umgesetzt, das der Zuschauer den Eindruck erhält vor Ort zu sein.
Von den angemalten Aliens und den Topf-Gummibäumen der frühen Star Trek-Serie, sind die Avatar-Effekte ungefähr soweit entfernt wie Feuerstein und Zunder von der Kernspaltung.
Aber es ist wirklich dem Können von Cameron und seinem Team zuzurechnen, das kein Effekt übertrieben oder deplaziert erscheint. So überwältigen der Film ist, der Zuschauer wird nicht mit der Effektkeule plattgeklopft, sondern er erlebt ein sehr filligran durchkomponiertes Meisterwerk.
Welt, Bewohner, Tierwelt und Sprache basieren zwar ebenfalls auf bekannten Motiven, sind aber mit großer Liebe ausgearbeitet und neu erschaffen worden.
Auch wenn sogar das Ende vollkommen vorhersehbar ist. Geht in diesen Film und lasst euch vom Großmeister unter den Großmeistern unterhalten. Avatar braucht eine große Leinwand und ein Kino mit einer guten Soundanlage. Aber dann ist die Illusion so perfekt wie es mit der Technik des beginnenden 21. Jahrhunderts nur möglich ist.
Der deutsche Untertitel ist allerdings, wie meist, kompletter Mist. Immerhin befindet sich die Menschheit schon auf Pandora und muß nicht erst dorthin gelangen.
Einzig die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen, denn die bietet weder etwas Neues, noch Überraschungen.
"Avatar" basiert auf dem allerältesten SciFi-Grundthema:
Die Menschheit hat die Erde sorgfältig zugrunde gerichtet und ist - notgedrungen - ins All expandiert. Dort verfahren die Menschen mit fremden Planeten wie sie es von zuhause gewohnt sind. Ganz egal ob man dort noch intelligentes Leben vorfindet. Über Willen und Kultur eingeborener Rassen wird arrogant hinweggetrampelt, was diesen logischerweise nicht gefällt. Auf die Entschlossenheit und Brutalität der Erdenrasse sind sie aber nicht vorbereitet. Natürlich sind die Einwohner von Schlag "edle Wilde". Natürlich leben sie im Gegensatz zur tumben Menschheit im Einklang mit der Natur. Natürlich gibt es einen oder mehrere menschliche Überläufer und das natürlich nachdem sich ein Mensch in eine wunderschöne Eingeborene verliebt hat, die gleichermaßen sanft wie stark und mutig ist.
Ein Grundthema das man in kaum veränderter Form in SciFi-Sagas wie Darkover findet (besonders in der Novelle "World Wreckers") und in so vielen anderen Büchern und Filmen das mir gerade keine weiteren Einzelbeispiele einfallen.
Der Storyablauf ist komplett vorhersehbar. Es sterben genau die Figuren bei denen man sich schon im Vorfeld sicher ist, dass sie sterben werden. Die Angriffe erfolgen genau zum vermuteten Zeitpunkt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich wie erwartet. Die inneren Konflikte sind vorhersagbar. Wer um einer neuen Story willen in den Film geht, wird herbe enttäuscht werden.
Und doch: Avatar fesselt und reisst mit.
Nicht weil die Story neu wäre. Nein, es ist als würde man ein Märchen, welches die eigene Großmutter seit Jahren jeden Abend auf die gleiche Weise erzählt hat, zum ersten Mal vom besten Erzähler der Welt erzählt bekommen.
Ich habe Avatar im Original und 3D gesehen und falls ihr die Möglichkeit dazu habt, versucht den Film auf die gleiche Weise zu sehen. Aber ich bin mir sicher das er auch in 2D noch umwerfend ist.
Cameron hat an alles gedacht. Mir ist beim ersten Sehen kein Plothole aufgefallen, kein Goof und kaum eine unlogische Darstellung. Schon der Anfang ist perfekt als der Protagonist sichtlich in der Schwerelosigkeit in den Halteriemen seines Bettes schwebt. Auch die Welt Pandora ist mit ihren Besonderheiten so realistisch umgesetzt, das der Zuschauer den Eindruck erhält vor Ort zu sein.
Von den angemalten Aliens und den Topf-Gummibäumen der frühen Star Trek-Serie, sind die Avatar-Effekte ungefähr soweit entfernt wie Feuerstein und Zunder von der Kernspaltung.
Aber es ist wirklich dem Können von Cameron und seinem Team zuzurechnen, das kein Effekt übertrieben oder deplaziert erscheint. So überwältigen der Film ist, der Zuschauer wird nicht mit der Effektkeule plattgeklopft, sondern er erlebt ein sehr filligran durchkomponiertes Meisterwerk.
Welt, Bewohner, Tierwelt und Sprache basieren zwar ebenfalls auf bekannten Motiven, sind aber mit großer Liebe ausgearbeitet und neu erschaffen worden.
Auch wenn sogar das Ende vollkommen vorhersehbar ist. Geht in diesen Film und lasst euch vom Großmeister unter den Großmeistern unterhalten. Avatar braucht eine große Leinwand und ein Kino mit einer guten Soundanlage. Aber dann ist die Illusion so perfekt wie es mit der Technik des beginnenden 21. Jahrhunderts nur möglich ist.
Der deutsche Untertitel ist allerdings, wie meist, kompletter Mist. Immerhin befindet sich die Menschheit schon auf Pandora und muß nicht erst dorthin gelangen.
Review: Inglorious Basterds
Es ist ja beinahe etwas müßig einen Review über einen Film zu schreiben, den inzwischen schon jeder gesehen hat. Dennoch will ich ein paar Worte über Tarantinos neustes Werk verlieren, nachdem sich der Eindruck bei mir gesetzt hat.
Mein kurzer Eindruck: Tarantino hat schon deutlich bessere Filme gedreht.
Der lange Eindruck:
Ich tendiere dazu Filme für mich recht binär zu werten. Entweder ich denke irgendwann während des Films „Also langsam könnte er ja mal rum sein“ - dann hat mich der Film nicht gut unterhalten – oder ich denke am Ende des Filmes „Was? Schon rum?“ - dann wurde ich gut unterhalten. Thema, Machart, 'Ernsthaftigkeit' .. alles ist erst einmal nebensächlich. Hauptsache ich habe das Erlebnis genossen und dann kann eine Comicverfilmung schon mal besser auf meiner inneren Skala abschneiden als ein Film, der sich mit einem ernsten Thema beschäftigt.
Normalerweise fühle ich mich von Tarantino gut unterhalten, obwohl ich kein Freund unnötiger Gewaltdarstellungen bin. Bei Tarantino kaufe ich sie mit, denn wo Tarantino draufsteht, ist eben auch Schock drin. Aber seine Filme sind normal trotzdem gut und hin und wieder ist die Gewalt tatsächlich stilistisch sinnvoll.
Auch in „Inglorious Basterds“ bekommt man unnötige Gewaltdarstellungen zu sehen, aber leider sind sie an manchen Stellen noch unnötiger als üblich. Doch das war es nicht, was mir den Film beinahe verdorben hat, sondern Tarantinos unglückliche Hand bei der Auswahl der Darsteller.
Als ich als Teenager eine Weile einer kleinen Latein-Formation angehörte, lernte ich, dass man Tanzgruppen besser aus 'durchschnittlichen' Tänzern zusammenstellt, anstatt ein steiles Leistungsgefälle innerhalb der Gruppe in Kauf zu nehmen. Gute Filme dürfen zwar mit Stars aufwarten, aber wird ein Teil der Schauspieler vom Rest an die Wand gespielt, verliert der Film für den Zuschauer, denn der Qualitätsunterschied fällt störend ins Auge. Als würde im Autohaus ein hochglanzpolierter Porsche neben einer rostzerfressenen, staubigen Ente stehen.
Der 'Star' ist ohne Frage Brad Pitt. Der so lust- und farblos wirkt, als sei ihm klargeworden das Tarantino ihn nur als Namen engagiert hat, statt als Schauspieler. Als Zugpferd, der die Amerikaner ins Kino holt, die vielleicht nicht kämen wenn der Cast rein aus weitgehend unbekannten europäischen Schauspielern bestünde. Und obwohl ich Brad Pitt wirklich mag und weiß das er exzellente Schauspielarbeit leisten kann (zum Beispiel in "12 Monkeys" oder "Spy Game"), verliert der Film mit seinem Auftreten die Atmosphäre, die im 1. Kapitel von Christoph Waltz und Denis Menochet aufgebaut wurde.
Im ersten Kapitel beweist Tarantino ebenfalls, das er ein Filmemacher von Format ist. So dicht und so beklemmend ist dieser Einstieg in den Film erzählt. Der Rest des Filmes ist nach einem Spitzen-Beginn dann leider nur noch Mittelmaß.
Überhaupt ist Christoph Waltz der Schauspieler, der den Film mit seinem Charisma trägt. Auch wenn er für die Rolle von Allen über den grünen Klee gelobt wird ... er hat es verdient. Seine Leistung ist groß-ar-tig. Ihm folgt dichtauf die – mir bis dato unbekannte – Schauspielerin Mélanie Laurent, deren Ausstrahlung einfach umwerfend ist. Positiv aufgefallen sind mir außerdem Daniel Brühl, August Diehl und Eli Roth. Den absoluten Tiefstand schauspielerischen Talents bietet allerdings – wieder einmal – Diane Kruger. Zugegeben, Diane Kruger sieht umwerfend aus. Aber jede Feldmaus hat ein größeres schauspielerisches Potenzial und warum sie nicht mal an ihrem nervigen Lispeln arbeitet, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.
Somit bietet der Film die ganze Bandbreite: von großartigen europäischen Schauspielern, bis hin zu Möchtegern-Darstellern, plus einer meist mittelmäßigen bis farblosen US-Darstellerriege.
Als Zuschauer möchte man in einem Moment mehr und im nächsten weinend aus dem Kino rennen, die Leinwand zerfetzen oder die Lautsprecher aus den Wänden reißen.
Zum ersten Mal bei einem Tarantino-Film fragte ich mich etwa zur Halbzeit wie lang es denn noch dauern möge. Auf meiner binären Skala ist "Inglorious Basterds" damit durchgefallen. Und der Nachgeschmack ist und bleibt halbgar. Als wäre das Film-Gericht gleichzeitig von einem Sternekoch und einem McDonalds-Mitarbeiter zubereitet worden.
Mein kurzer Eindruck: Tarantino hat schon deutlich bessere Filme gedreht.
Der lange Eindruck:
Ich tendiere dazu Filme für mich recht binär zu werten. Entweder ich denke irgendwann während des Films „Also langsam könnte er ja mal rum sein“ - dann hat mich der Film nicht gut unterhalten – oder ich denke am Ende des Filmes „Was? Schon rum?“ - dann wurde ich gut unterhalten. Thema, Machart, 'Ernsthaftigkeit' .. alles ist erst einmal nebensächlich. Hauptsache ich habe das Erlebnis genossen und dann kann eine Comicverfilmung schon mal besser auf meiner inneren Skala abschneiden als ein Film, der sich mit einem ernsten Thema beschäftigt.
Normalerweise fühle ich mich von Tarantino gut unterhalten, obwohl ich kein Freund unnötiger Gewaltdarstellungen bin. Bei Tarantino kaufe ich sie mit, denn wo Tarantino draufsteht, ist eben auch Schock drin. Aber seine Filme sind normal trotzdem gut und hin und wieder ist die Gewalt tatsächlich stilistisch sinnvoll.
Auch in „Inglorious Basterds“ bekommt man unnötige Gewaltdarstellungen zu sehen, aber leider sind sie an manchen Stellen noch unnötiger als üblich. Doch das war es nicht, was mir den Film beinahe verdorben hat, sondern Tarantinos unglückliche Hand bei der Auswahl der Darsteller.
Als ich als Teenager eine Weile einer kleinen Latein-Formation angehörte, lernte ich, dass man Tanzgruppen besser aus 'durchschnittlichen' Tänzern zusammenstellt, anstatt ein steiles Leistungsgefälle innerhalb der Gruppe in Kauf zu nehmen. Gute Filme dürfen zwar mit Stars aufwarten, aber wird ein Teil der Schauspieler vom Rest an die Wand gespielt, verliert der Film für den Zuschauer, denn der Qualitätsunterschied fällt störend ins Auge. Als würde im Autohaus ein hochglanzpolierter Porsche neben einer rostzerfressenen, staubigen Ente stehen.
Der 'Star' ist ohne Frage Brad Pitt. Der so lust- und farblos wirkt, als sei ihm klargeworden das Tarantino ihn nur als Namen engagiert hat, statt als Schauspieler. Als Zugpferd, der die Amerikaner ins Kino holt, die vielleicht nicht kämen wenn der Cast rein aus weitgehend unbekannten europäischen Schauspielern bestünde. Und obwohl ich Brad Pitt wirklich mag und weiß das er exzellente Schauspielarbeit leisten kann (zum Beispiel in "12 Monkeys" oder "Spy Game"), verliert der Film mit seinem Auftreten die Atmosphäre, die im 1. Kapitel von Christoph Waltz und Denis Menochet aufgebaut wurde.
Im ersten Kapitel beweist Tarantino ebenfalls, das er ein Filmemacher von Format ist. So dicht und so beklemmend ist dieser Einstieg in den Film erzählt. Der Rest des Filmes ist nach einem Spitzen-Beginn dann leider nur noch Mittelmaß.
Überhaupt ist Christoph Waltz der Schauspieler, der den Film mit seinem Charisma trägt. Auch wenn er für die Rolle von Allen über den grünen Klee gelobt wird ... er hat es verdient. Seine Leistung ist groß-ar-tig. Ihm folgt dichtauf die – mir bis dato unbekannte – Schauspielerin Mélanie Laurent, deren Ausstrahlung einfach umwerfend ist. Positiv aufgefallen sind mir außerdem Daniel Brühl, August Diehl und Eli Roth. Den absoluten Tiefstand schauspielerischen Talents bietet allerdings – wieder einmal – Diane Kruger. Zugegeben, Diane Kruger sieht umwerfend aus. Aber jede Feldmaus hat ein größeres schauspielerisches Potenzial und warum sie nicht mal an ihrem nervigen Lispeln arbeitet, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.
Somit bietet der Film die ganze Bandbreite: von großartigen europäischen Schauspielern, bis hin zu Möchtegern-Darstellern, plus einer meist mittelmäßigen bis farblosen US-Darstellerriege.
Als Zuschauer möchte man in einem Moment mehr und im nächsten weinend aus dem Kino rennen, die Leinwand zerfetzen oder die Lautsprecher aus den Wänden reißen.
Zum ersten Mal bei einem Tarantino-Film fragte ich mich etwa zur Halbzeit wie lang es denn noch dauern möge. Auf meiner binären Skala ist "Inglorious Basterds" damit durchgefallen. Und der Nachgeschmack ist und bleibt halbgar. Als wäre das Film-Gericht gleichzeitig von einem Sternekoch und einem McDonalds-Mitarbeiter zubereitet worden.
Diane Kruger
Muß man, wenn man deutsche Filmförderung beantragt, eigentlich direkt unterschreiben auch Diane Kruger eine Rolle zu geben? Ich kann mir nicht vorstellen das sie ihre Filmrollen auf normalem Weg erhält denn ich habe schon Laienschauspieler dörflicher Theatergruppen gesehen, die weniger unglaubwürdig schauspielern.
Und wäre dann nicht wenigstens noch ein bisschen Geld übrig um ihr mal vernünftiges Sprechtraining zu zahlen?
Aber naja, vielelicht war ja doch die Besetzungscouch schuld.
Und wäre dann nicht wenigstens noch ein bisschen Geld übrig um ihr mal vernünftiges Sprechtraining zu zahlen?
Aber naja, vielelicht war ja doch die Besetzungscouch schuld.
Das Wort zur Finanzkrise
Ach, was soll ich dazu schreiben wenn schon alle darüber schreiben? Ausser dieses kleine Stückchen Filmgeschichte zu zitieren?
Quelle: Sneakers (1992)
Cosmo: Posit: People think a bank might be financially shaky.
Martin Bishop: Consequence: People start to withdraw their money.
Cosmo: Result: Pretty soon it is financially shaky.
Martin Bishop: Conclusion: You can make banks fail.
Cosmo: Bzzt. I've already done that. Maybe you've heard about a few? Think bigger.
Martin Bishop: Stock market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Currency market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Commodities market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Small countries?
Quelle: Sneakers (1992)
Evil League of Evil: Application for a vile
Ihr habe es sicherlich mitbekommen, die Evil League of Evil is seeking new evil.
Nun hat nicht nur ein guter Freund daran teilgenommen, nein auch Eraxel, der die Eigenarten zweiter meiner Rollenspielcharaktere vertont hat, hat die Musik dazu geschrieben.
Viel Spaß beim Ansehen und das Bewerten nicht vergessen, damit Robert Erfolg mit seinem Antrag auf Aufnahme in die E.L.E. hat.
Google-Kino
Google entwickelt sich immer mehr zur Encyclopaedia Galactica. Sucht man nach dem Titel eines aktuellen Kinofilms, bekommt man nun anhand von IP-Geolocation die Vorführdaten zu einigen Kinos der Umgebung. Wobei ich mir bei der Geolokation nicht so ganz sicher bin. Eventuell greift Google auch auf die Daten zurück, die man bei Google Maps eingegeben hat.
Datenkrake halt.
via tadzio@#blafasel
Datenkrake halt.
via tadzio@#blafasel
Review: Fantastic Four

Wirkt Spiderman schwer und bedeutungsgeladen und manch andere Comic-Verfilmung der letzten Zeit, einfach nur schlecht, kommen die Fantastischen Vier erstaunlich leichtfüßig daher.
Schon nach der ersten Minute hatte ich vergessen, das ich in einer Comic-Verfilmung saß - nein, hatte eher vergessen das ich überhaupt in einem Film saß. Die Schauspieler und Charaktere hatten mich sofort in ihren Bann geschlagen.
Bekommt man in den meisten Filmen dieser Art die Verwandlung der Helden dick aufs Brot geschmiert, wird sie hier ebenfalls - ich kann mich nur wiederholen - so leichtfüßig in die Handlung eingebaut, das es einfach nur Spaß macht und für eine Menge Lacher sorgt. Nun gut. Im Fall von 'The Thing' dann wohl doch eher schwerfüßig.
Allerdings wäre es wohl zu schön um wahr zu sein, wenn ich mich über den gesamten Film derart schwärmerisch äussern könnte.
Sieht man sich diverse Comic-Verfilmungen, oder generell Filme der letzten zwei bis drei Jahre an, gewinne zumindest ich des öfteren den Eindruck, das gerade bei zugkräftigen Namen, bzw. bereits gut eingeführten Themen an der Qualität gespart wird.
Mit anderen Worten: 'Die Leute werden ohnehin in den Film rennen, weil sie Fan von Figur XYZ sind, da brauchen wir uns nicht mehr so überaus anzustrengen.'
Die Fantastischen Vier heben sich hier im großen und ganzen positiv ab. Die Story ist sauber herausgearbeitet und die Dialoge besitzen Inhalt und Sinn. Der ganze Film ist nicht krude zusammengeschustert, sondern handwerklich gut.
Bis auf einige Special Effects.
Special Effects sind - für mich - dann schlecht, wenn sie mir im Film als solche auffallen, also nicht 'echt' wirken.
Bei den Fantastischen Vier wurde hier weitgehend sauber gearbeitet, bis auf einen Teil der Gummi-Dehnungsszenen von Mr. Fantastic. Diese wirken derart unbegabt computeranimiert, das von einem Fünfzehnjährigen mit genug Zeit und Equipment besseres erwartet werden kann.
Wirklich schade, denn ansonsten könnte man den Film als runde, gelungene Comic-Verfilmung betrachten, bei der weder die Schauspieler, noch das Drehbuch, noch die sonstige Umsetzung enttäuschte.
Prädikat: Sehr gutes Popcorn-Kino, das man als Liebhaber von Comic-Kultur auf jeden Fall gesehen haben sollte. 106 Minuten ansprechende Unterhaltung.
![]() | (Book) Jeff Christiansen Released: Mai 2005 | ![]() | (Music) Ost/John Ottman Released: 11. Juli 2005 |
![]() | (Music) Various Released: 18. Juli 2005 | ![]() | (Music) Fantastic Four Released: 20. Juni 2005 |

Die Fantastischen Vier - Der Beginn einer Legende (DVD)
Rezension: Batman Begins

SPOILERWARNUNG!!
Nachdem Batmans Team von Film zu Film um einen weiteren Mitstreiter bereichert wurde und wir endlich auch bei 'Batperson' angekommen waren, führt uns Batman Begins nun zum Anfang der Legende des Fledermaus-Mannes zurück.
Der Zuschauer erfährt nach und nach, mit vielen Zeitsprüngen, die einen mitunter auch verwirren können, wie zuerst Bruce Waynes Angst vor Fledermäusen entstand, seine Eltern getötet und aus ihm ein, vor allem anderen, rachsüchtiger, junger Mann wurde. Ein Mann, der sich, nachdem ihm ein anderer zuvorgekommen war und den Mörder seiner Eltern tötete, auf eine Reise um die Welt begab um die Denkweise von Verbrechern kennenzulernen...
Allerdings landet er selbst wie ein Verbrecher in einem Gefängnis irgendwo im hintersten Winkel des asiatischen Kontinents.
Ein geheimnissvoller Mann - Liam Neeson in einer erstaunlich ambivalenten Rolle - tritt dort mit ihm in Kontakt und offeriert ihm, zu finden was er eigentlich sucht. Er wird aus dem Gefängnis freigelassen und kämpft sich, mit einer bestimmten blauen Blume, den Weg zu einem Gipfelkloster im Himalaya.
Dort trifft er auf eine geheimnisvolle 'Gesellschaft der Schatten' die ihn in der Kunst des Ninjutsu unterrichtet, bis er bereit scheint ihnen beizutreten. Doch Wayne erfüllt ihre Forderung nicht, einen Verbrecher hinzurichten und danach Gotham City untergehen zu lassen, sondern jagt stattdessen das Kloster in die Luft.
Zurück in Gotham wird er zur Legende Batman und darf gleich einmal unerwarteten Gegnern gegenüberstehen...
Batman Begins ist gutes Popcorn Kino, mit leichten Längen. Während der Mittelteil durchaus packend ist, beschleicht einen gegen Ende doch der Gedanke ob die durchschnittliche Filmlänge nicht langsam erreicht ist.
Batmans Gegner sind diesmal weniger schrill und aufdringlich, eigentlich findet man Liam Neeson als Bösen immer noch total toll und will mehr von ihm sehen. Dadurch fällt dann leider auf, das bei der Darstellung von Batman selbst hie und da etwas zu dick, sprich penetrant, aufgetragen wurde.
Christian Bale wird sicherlich nicht allzu schnell zu meinem Lieblingsschauspieler mutieren. Selbst Keanu Reeves verfügt über ein breiteres Repertoire an Gesichtsausdrücken und Christian Bale wurde von allen ihn umgebenden Schauspielern locker an die Wand gespielt.
Michael Caine ist in diesem Film wieder einmal ein göttlicher Genuß, ebenso Gary Oldman, der überraschenderweise den guten Cop Jim Gordon gibt, statt einem Bösewicht oder Irren. Selbst der mir bis dahin unbekannte Cillian Murphy, als skrupelloser und leicht durchgeknaller Nervenarzt Dr. Jonathan Crane, trägt mehr schauspielerische Leistung bei als der Hauptdarsteller.
Die Liebesgeschichte ist wiederum angenehm unaufdringlich und somit würde ich den Film als recht gelungen ansehen. Es ist sicher nicht einfach, die Vorgeschichte zu bisher schon erschienenen Filmen erzählen zu müssen und das auch noch so anregend dass es die Zuschauer sehen wollen. Diese Mission wurde erfolgreich abgeschlossen.
Die Fragen wieso in einem Kloster im Himalaya ausgerechnet Ninjutsu gelehrt wird und ähnliche kleinen Logikfragen, läßt man am Besten ganz ausser Acht.
Die Story ist, aus Comic-Kunst Sicht, in sich schlüssig und schön erzählt. Und dem Auge wird einiges an Futter geboten.
Prädikat: Leichte Schwächen aber für Freunde dieses Genres durchaus sehenswert.
![]() | (Book) Scott Beatty Released: Juni 2005 | ![]() | (Book) Dennis O'Neil, Ralf Schmitz Released: Juni 2005 | ![]() | (Music) Hans Zimmer & James Newton Howard Released: 13. Juni 2005 |
Review: Star Wars Episode III - Revenge of the Sith...

... oder Kaugummi und Spucke, wir fliegen auch ohne Plot.
Ich habe von Star Wars noch nie mehr erwartet, als ein farbenfrohes Märchen und wurde daher auch noch nie von einem der Filme enttäuscht. Nicht einmal von 'albernen' Figuren wie Jar Jar Binks. Nicht von Prinzessin Leias Frisuren, nicht von Königin Amidalas Kostümschlacht, nicht vom jungen Anakin Skywalker.
Doch Teil III hat es nun geschafft auch mit mir zu brechen und ich würde George Lucas am liebsten übers Knie legen sowie eine offene Hetzjagd auf den Dialogschreiber ausrufen.
Vorweg, ich besuchte die englische Originalfassung, also kann mir nichts von der Übersetzung zerhauen worden sein.
Die Originalfassung könnte z.B. auch der Grund sein das ich weniger Probleme mit der Darstellung von Amidalas Schwangerschaft habe, als es bei Julian oder Ute der Fall ist. Zumindest ergibt der Dialog in der englischen Fassung halbwegs Sinn.
Zugegeben, ich weiß nicht welcher zeitliche Abstand zwischen Episode II und III herrschen soll. Ich gehe von genug Zeit aus, in der Amidala und Anakin sich aus Kriegsgründen nicht sehen konnten, so das sie ihm die Überraschung in doch recht fortgeschrittenem Stadium eben mitteilen darf.
Ich gehe weiter davon aus, das es zwar ein 'unerwünschtes' Kind ist, so wie sie ja wohl auch ihre Ehe an sich verheimlichen müssen, aber das Kind in Wirklichkeit doch irgendwie gewünscht war.
Das die Verhütung eben in halb fahrlässiger, halb bewusster Weise vernachlässigt wurde, weil sie unvernünftig und über beide Ohren in einander verliebt sind.
Gegen blinde Verliebtheit ist eben auch in einer technologisch überlegenen Welt kein Kraut gewachsen.
Somit verstehe ich das kindlich-naive 'Was sollen wir nur tun.' durchaus...
Was mich wirklich an Episode III störte, und was auch den Genuß beim Ansehen ziemlich torpedierte, war das der Plot wirklich nicht mehr als Kaugummi zwischen Teil 2 und Teil 4 diente.
George Lucas hatte einen festen Ausgangspunkt und einen festen Endpunkt. Soweit so gut.
Es war schwer diese Lücke zu schliessen und dabei alle Erwartungen zu erfüllen.
Der Übertritt Anakin Skywalkers zur dunklen Seite, ist eigentlich ein sehr langsamer Prozess. Ein Prozess der viel 'Gerede' benötigt hätte und subtile Handlungen. Ein Prozess mit dem man durchaus einen ganzen, packenden Film hätte füllen können, nur...
Einmal wäre dann kein Platz mehr für andere Dinge gewesen, nicht für den Krieg, nur wenig für die Jedi.. und andererseits, ist es nicht was die breite Masse von Star Wars erwartet.
Diese erwarten ein farbenprächtiges Special Effekts Spektakel und genau das haben sie bekommen.
Leider hat George Lucas mit Episode III genau die langjährigen Star Wars Fans am meisten verprellt. Mehr auf Gewinn als auf Qualität gesetzt und das kreide ich ihm übel an.
Er hat Stoff für mindestens zwei abendfüllende Filme in einen gequetscht, konnte daher quasi nur die 'Eckdaten' erzählen und hat die natürlicherweise entstehenden Lücken mit sinnlosen, an den Haaren herbeigezogenen Effekten gefüllt.
Ich denke da jetzt zum Beispiel an das Rennen zwischen Obi Wan Kenobi und General Grievous. Überflüssig und ehrlichgesagt in seiner Überflüssigkeit langweilig, wie einige andere Effekte auch.
In dem Durchhasten durch die Story bleiben die Dialoge auch flach, zweidimensional und gehaltlos.
Hat Nathalie Portmann in der ersten und zweiten Episode ja noch eine relativ sinnvolle Rolle, besteht ihr ganzer Zweck diesmal darin Kleidung und Frisur zu wechseln und auf hohem Niveau zu leiden.
Allerdings kann ich mich Julians Meinung, das man vor Kummer und mangelndem Lebenswillen nicht stirbt, nicht nachvollziehen. Generationen von Schriftstellern in der klassischen Literatur, wenden diese Element an, somit ist es, egal ob möglich oder nicht, zumindest doch in einem Märchen wie Star Wars, legitim und logisch.
Schlimmer finde ich die Unlogik die sich bei George Lucas ebenso einschleicht wie es die Autoren von Enterprise bei Star Trek geschafft haben. z.B. erinnere ich mich daran das Luke Leia in Return of the Jedi nach ihrer gemeinsamen Mutter fragt. Leia berichtet Luke das sie wunderschön war, aber immer sehr traurig. Ergo hätte Padmè nicht bei der Geburt sterben dürfen. Und das ist nur ein Fehler von vielen.
So bleibt mir nur zu sagen: Schade. Episode III ist alles andere als ein würdiger Abschluß der Sage.
Alle Schauspieler bleiben weit unter ihren Fähigkeiten. Die Dialoge sind erbärmlich, die Story dünn und die Effekte an den Haaren herbeigezogen. Durch die Plotholes passt ein ganzer Death-Star.
Wüsste ich nicht das sie gute Filme machen können, Herr Lucas, nach Episode III alleine, hätte ich sie eher in die Regional-Liga, eines kleinen Filmemachers mit zu großem Budget, eingestuft.
Suchtstoff: Wallace & Gromit - The Curse of the Were-Rabbit

Endlich hat das Warten, die Sehnsucht, ein Ende.
Im Herbst - in Deutschland dann ja tendentiell etwas später - wird der neue Wallace & Gromit Film, aus der Trickfilmschmiede Aardman, in die Kinos kommen. Und diesmal sogar Abendfüllend!
Für alle unter euch, die sich Appetit holen möchten, gibt es hier Links zu den Trailer.
Bei Ralf gibt es auch das Poster zu sehen.

















