Entries tagged as journalismus
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Anderer Ansicht
Sehr schönes Interview mit Marina.
Was Journalisten im Umgang mit der Piratenpartei wirklich noch lernen müssen: Wir sind ständig alle unterschiedlicher Ansicht. Deswegen ist das noch lange kein Streit. Wir kennen keinen Kadavergehorsam, keine gleichgeschaltete Meinung und keine Parteilinie. Wenn ein Mitglied des Vorstands sagt "Ich hätte das anders formuliert", dann bedeutet es genau "Ich hätte das anders formuliert" und nicht einmal, dass inhaltliche Differenzen bestehen.
Noch ein persönliches Wort an Politik-Journalisten: Wenn ihr erwartet, dass sich die Piratenpartei nach den Spielregeln der etablierten Parteien spielt, werdet ihr eine etablierte Partei bekommen. Hört auf, schematisiertes. überholtes Verhalten zu verlangen, sondern erkennt die Chance im Wandel.
Wenn unser Vorsitzender keine Aussage zu Themen machen möchte, dann ist das kein Bug sondern ein Feature. Wenn er sagt, dass seine eigene Meinung nichts aussagt, ist das keine Führungsschwäche, sondern der Ausdruck eines komplett anderen Politikstils. Nicht nur die Politik muß sich verändern, damit sich Menschen wieder dafür interessieren und wählen gehen - auch die Berichterstattung muß eine andere werden.
Wer nach hohlen Phrasen verlangt, nur um eine schnelle Antwort zu bekommen, wird hohle Phrasen erhalten.
Aber nicht mit uns.
Was Journalisten im Umgang mit der Piratenpartei wirklich noch lernen müssen: Wir sind ständig alle unterschiedlicher Ansicht. Deswegen ist das noch lange kein Streit. Wir kennen keinen Kadavergehorsam, keine gleichgeschaltete Meinung und keine Parteilinie. Wenn ein Mitglied des Vorstands sagt "Ich hätte das anders formuliert", dann bedeutet es genau "Ich hätte das anders formuliert" und nicht einmal, dass inhaltliche Differenzen bestehen.
Noch ein persönliches Wort an Politik-Journalisten: Wenn ihr erwartet, dass sich die Piratenpartei nach den Spielregeln der etablierten Parteien spielt, werdet ihr eine etablierte Partei bekommen. Hört auf, schematisiertes. überholtes Verhalten zu verlangen, sondern erkennt die Chance im Wandel.
Wenn unser Vorsitzender keine Aussage zu Themen machen möchte, dann ist das kein Bug sondern ein Feature. Wenn er sagt, dass seine eigene Meinung nichts aussagt, ist das keine Führungsschwäche, sondern der Ausdruck eines komplett anderen Politikstils. Nicht nur die Politik muß sich verändern, damit sich Menschen wieder dafür interessieren und wählen gehen - auch die Berichterstattung muß eine andere werden.
Wer nach hohlen Phrasen verlangt, nur um eine schnelle Antwort zu bekommen, wird hohle Phrasen erhalten.
Aber nicht mit uns.
Qualitätsjournalismus Netzsperren
ARGH!
Heute treibt der Qualitätsjournalismus rund um die Piratenpartei mal wieder heftige Blüten.
Horst Köhler unterschreibt ein Gesetz das die Regierung so wie es ihm vorgelegt wurde nicht mal mehr umsetzen will, aber egal, wir haben ja das Bundesverfassungsgericht dass es in sechs bis sieben Jahren dann wieder richten kann, wenn wir schon Opfer weitreichender Zensurmaßnahmen wurden. Und weil er dadurch scheinbar den staatlichen Dummfug erneut salonfähig gemacht hat, überschlagen sich die Medien darin, Blödsinn über die Gegner zu erzählen.
Nachdem ja gerne mal behauptet wurde das alle Piraten Kinderficker seien und jeder der weiß wie er den DNS-Server umstellt schwer pädokriminell, sind die Piraten ab heute dann auch gegen das Löschen von Kinderpornographie aus dem Netz. Ja, zuhören will gelernt sein.
Doch dem nicht genug. Gerade in den SAT 1-Nachrichten vernommen. "Die Piratenpartei, die sich letztes Jahr aus Protest gegen das Gesetz gegründet hatte."
Qualitätsjournalismus muß nicht viel kosten, wenn man einfach an der Recherche und an der Überprüfung der Fakten spart. Vorbildlich.
Heute treibt der Qualitätsjournalismus rund um die Piratenpartei mal wieder heftige Blüten.
Horst Köhler unterschreibt ein Gesetz das die Regierung so wie es ihm vorgelegt wurde nicht mal mehr umsetzen will, aber egal, wir haben ja das Bundesverfassungsgericht dass es in sechs bis sieben Jahren dann wieder richten kann, wenn wir schon Opfer weitreichender Zensurmaßnahmen wurden. Und weil er dadurch scheinbar den staatlichen Dummfug erneut salonfähig gemacht hat, überschlagen sich die Medien darin, Blödsinn über die Gegner zu erzählen.
Nachdem ja gerne mal behauptet wurde das alle Piraten Kinderficker seien und jeder der weiß wie er den DNS-Server umstellt schwer pädokriminell, sind die Piraten ab heute dann auch gegen das Löschen von Kinderpornographie aus dem Netz. Ja, zuhören will gelernt sein.
Doch dem nicht genug. Gerade in den SAT 1-Nachrichten vernommen. "Die Piratenpartei, die sich letztes Jahr aus Protest gegen das Gesetz gegründet hatte."
Qualitätsjournalismus muß nicht viel kosten, wenn man einfach an der Recherche und an der Überprüfung der Fakten spart. Vorbildlich.
Kraft meiner Arroganz ...
... verbiete ich ab sofort jedem Journalisten, der meint über Twitter berichten zu müssen und irgendwo im Titel oder Text des Berichts Wendungen wie "Lust an der Banalität" oder Worte verwendet, die suggerieren das über Twitter nur irrelevante Scheiße ausgetauscht wird, auf 10 Jahre hinaus jede Form des Büroklatsches.
Ebenso verboten sind:
Ebenso verboten sind:
- der kurze Schwatz mit der Bäckersfrau
- Gespräche über den Gartenzaun hinweg
- kurze Gespräche mit den Nachbarn im Aufzug oder am Briefkasten
- jegliche Kommunikation mit dem Inhalt "Wie gehts dir?" - "Mir gehts gut."
- jegliche Büromailings mit 'lustigen' PowerPoint-Präsentationen im Anhang
- Mails über den Büroverteiler mit lustigen Links
- jegliche Mail mit weniger als 4 Sätzen Inhalt
- das Schreiben von SMS jeglicher Art
- das Verstopfen wertvollen Printplatzes, oder wertvoller Sendezeit mit banalen Informationen
Zum Heulen
Vielleicht ist genau das der Grund aus dem Blogger keine Journalisten sind und auch keine sein wollen sollten. Als Blogger hat mein seine Seele und seinen Anstand noch nicht verkauft.
via Medienrauschen
via Medienrauschen

