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Give an Hour Campaign
Während man bei uns noch überlegt, ob man dieses Internet nicht vielleicht doch besser wieder abschalten sollte:
Give an Hour campaign
The Give an Hour campaign is urging people to spend that hour helping someone get online as part of a nationwide push to get the UK connected by the end of the Olympic year.
Give an Hour campaign
Budgets in Flattr?
Neben der ganzen übrigen Kritik an Flattr fällt mir ja eine besondere Schwäche auf(*).
Mit Flattr kann ich inzwischen auch gute Zwecke unterstützen. Das heisst ich kann zum Beispiel Greenpeace flattrn. Der Betrag den ich als monatlichen Flattr-Einsatz festlege wird gleichmässig zwischen allen Geflattrten aufgeteilt. Das heisst, flattr ich Greenpeace, kanibalisiert es den Betrag eines geflattrten Cartoons eines kleinen Webcomics.
Es kommt mir, nun, falsch vor. Vor allem weil "Unterhaltung" und "Wohltätigkeit" in meinem Kopf zwei unterschiedliche Posten der Haushaltskasse sind.
Wenn ich tatsächlich spenden will, zum Beispiel weil für einen bestimmten Zweck gesammelt wird, möchte ich meist mehr geben als 0,17 €. Ich kann es aber mit Flattr nicht beeinflussen und wenn ich in einem Monat besonders viele Webcomics toll finde, bekommt der wohltätige Zweck nur noch 0,03, statt ebenfalls mageren 0,17. Wenn demnächst noch einzelne Tweets geflattrt werden können, wird es eher schlimmer als besser werden.
Praktisch ist die Spendenmöglichkeit über Flattr aber fraglos.
Wäre es für eine nächste Flattr-Ausbaustufe denkbar Budgets für einzelne Flattr-Bereiche anzulegen? Quasi: 5 € für wohltätige Zwecke, 10 € für Blogs, 5 € für Fotos, 10 € für Open Source Software, 10 € für Audio ... etc.
(*)Vermutlich ist sie schon vielen anderen aufgefallen, aber es wurde scheinbar nicht sehr auffällig durchgekaut. Oder doch. Jedenfalls wäre es mir nicht bewusst.
Mit Flattr kann ich inzwischen auch gute Zwecke unterstützen. Das heisst ich kann zum Beispiel Greenpeace flattrn. Der Betrag den ich als monatlichen Flattr-Einsatz festlege wird gleichmässig zwischen allen Geflattrten aufgeteilt. Das heisst, flattr ich Greenpeace, kanibalisiert es den Betrag eines geflattrten Cartoons eines kleinen Webcomics.
Es kommt mir, nun, falsch vor. Vor allem weil "Unterhaltung" und "Wohltätigkeit" in meinem Kopf zwei unterschiedliche Posten der Haushaltskasse sind.
Wenn ich tatsächlich spenden will, zum Beispiel weil für einen bestimmten Zweck gesammelt wird, möchte ich meist mehr geben als 0,17 €. Ich kann es aber mit Flattr nicht beeinflussen und wenn ich in einem Monat besonders viele Webcomics toll finde, bekommt der wohltätige Zweck nur noch 0,03, statt ebenfalls mageren 0,17. Wenn demnächst noch einzelne Tweets geflattrt werden können, wird es eher schlimmer als besser werden.
Praktisch ist die Spendenmöglichkeit über Flattr aber fraglos.
Wäre es für eine nächste Flattr-Ausbaustufe denkbar Budgets für einzelne Flattr-Bereiche anzulegen? Quasi: 5 € für wohltätige Zwecke, 10 € für Blogs, 5 € für Fotos, 10 € für Open Source Software, 10 € für Audio ... etc.
(*)Vermutlich ist sie schon vielen anderen aufgefallen, aber es wurde scheinbar nicht sehr auffällig durchgekaut. Oder doch. Jedenfalls wäre es mir nicht bewusst.
Das Spammer-Job-Schema
Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Kurz-Bios von Spammern auf Twitter immer gleich aufgebaut sind? Kann natürlich sein, weil immer die gleiche Person dahintersteckt, aber ich bin mir fast sicher, dass es sich immer nur um den gleichen Menschenschlag handelt. Das Schema ist wie folgt aufgebaut:
(1) Leider bin ich in diesen Job vollkommen unfähig, deswegen reicht es finanziell hinten und vorne nicht. Also bin ich darauf angewiesen anderen Menschen total auf die Nerven zu gehen.
(2) (Was soll das eigentlich sein?)
(3) Weil ich mein Leben nicht auf die Reihe bekomme, fühle ich mich berufen anderen dabei zu helfen.
(4) Seid so erfolgreich wie ich! Also, für den wahrscheinliche Fall, dass ihr erfolgreicher seid als ich, hätte ich gerne euer Geld. Okay?
(5) Ich hab noch nie einen Cent damit verdient und alle hassen mich. Aber ich MUSS es versuchen! Was bleibt mir anderes übrig? Ich bin UNFÄHIG!
$EHEMALS_SERIÖSER_JOB¹, ({systemischer}² Coach³|Erfolgstrainer⁴), Internetmarketing⁵.
(1) Leider bin ich in diesen Job vollkommen unfähig, deswegen reicht es finanziell hinten und vorne nicht. Also bin ich darauf angewiesen anderen Menschen total auf die Nerven zu gehen.
(2) (Was soll das eigentlich sein?)
(3) Weil ich mein Leben nicht auf die Reihe bekomme, fühle ich mich berufen anderen dabei zu helfen.
(4) Seid so erfolgreich wie ich! Also, für den wahrscheinliche Fall, dass ihr erfolgreicher seid als ich, hätte ich gerne euer Geld. Okay?
(5) Ich hab noch nie einen Cent damit verdient und alle hassen mich. Aber ich MUSS es versuchen! Was bleibt mir anderes übrig? Ich bin UNFÄHIG!
Du doof
Die Antwort auf die Frage, für wie blöd Spammer Bespammte halten, lautet die korrekte Antwort "sehr blöd"!
MWAHAHAHAHA!
Guten Tag,
ich melde mich erneut bei Ihnen - wir haben aus Ihrer Region noch nicht genügend Bewerber finden können.
Um ehrlich zu sein, ich verstehe nicht dass Sie sich bisher noch nicht gemeldet haben - wir wollen weder Geld von Ihnen, noch möchten wir Ihnen einen Vertrag oder sonstige Kosten unterjubeln.
MWAHAHAHAHA!
Sense of impatience
Sitze grade in den 15. Karlsruher Gesprächen rund um Google und Social Media. Ian Rowlands redet über den "Sense of Impatience" und dass heute 'junge Leute' Fach-E-Books nicht mehr lesen, sondern nur noch durchblättern und die Kapitelzusammenfassungen lesen.
Zynischer Gedanke:
Liegt vielleicht daran, dass man den Inhalt locker in Abstracts zusammenfassen kann und der Rest nur aus füllenden Worten besteht. Wie dieser Vortrag. Kann ich bitte den Abstract haben?
*Gähn*
Zynischer Gedanke:
Liegt vielleicht daran, dass man den Inhalt locker in Abstracts zusammenfassen kann und der Rest nur aus füllenden Worten besteht. Wie dieser Vortrag. Kann ich bitte den Abstract haben?
*Gähn*
Argumente
"Die Erde gehört uns allen. Wenn du dir auf einem Stück davon ein Haus baust, musst du aber auch andere die Zimmer darin vermieten lassen. Du hast dann ja immer noch den Keller in dem du wohnen kannst.!"
"Also sie arbeiten für uns, aber ich mag sie nicht bezahlen. Dafür schraube ich ihr Namensschild neben die Tür. Dann werden ganz sicher andere ihren Namen googeln, sehen was sie so alles Tolles machen und sie verdienen dann noch viel, viel mehr!"
"Haben sie wirklich geglaubt, sie könnten einen Wert bei uns anlegen und dann ein Leben lang Zinsen kassieren? Finden sie das nicht ganz schön dreist?"
"Also sie arbeiten für uns, aber ich mag sie nicht bezahlen. Dafür schraube ich ihr Namensschild neben die Tür. Dann werden ganz sicher andere ihren Namen googeln, sehen was sie so alles Tolles machen und sie verdienen dann noch viel, viel mehr!"
"Haben sie wirklich geglaubt, sie könnten einen Wert bei uns anlegen und dann ein Leben lang Zinsen kassieren? Finden sie das nicht ganz schön dreist?"
Verwandte Links:
Long Tail
Als eine Errungenschaft des Internets gilt ja, dass es den Long Tail möglich gemacht hat. Also, den unproblematischen Absatz von Gütern die nur für eine kleine Zielgruppe von Interesse sind. Bei denen es sich daher für reguläre Anbieter nicht lohnt sie ins Programm zu nehmen, weil sie nicht in kurzer Zeit in großer Menge verkauft werden können. Weil sich die Investition nicht schnell genug amortisiert oder zuviel wertvoller Platz durch sprichwörtliche Ladenhüter blockiert wird.
Das Internet ermöglicht es aber, direkt den Hersteller von Aronia-Maracuja-Zimt-Marmelade in Hinter-Unter-Ohio zu erreichen, obwohl sie niemals im Edeka um die Ecke stehen würde. Es ermöglicht auch Autoren von Bücher für eine absolute Mini-Zielgruppe, diese an den Mann zu bringen. Die Investition amortisiert sich nicht auf kurze Sicht, aber auf lange Sicht reihen sich kleine Einnahmen zu einem größeren ganzen zusammen. Oder durch die größere Käuferschicht, die der Köchin fragwürdiger Marmeladenzusammenstellungen auf einmal offen steht.
10 Jahre Urheberrecht? Long Tail, my ass.
Es wird sich einfach nicht mehr lohnen, Bücher für eine Mini-Zielgruppe zu schreiben. Wer hat gewonnen, wenn das Kulturgut, dass gefälligst einverleibt und weiterverarbeitet werden soll erst gar nicht entsteht?
Das Internet ermöglicht es aber, direkt den Hersteller von Aronia-Maracuja-Zimt-Marmelade in Hinter-Unter-Ohio zu erreichen, obwohl sie niemals im Edeka um die Ecke stehen würde. Es ermöglicht auch Autoren von Bücher für eine absolute Mini-Zielgruppe, diese an den Mann zu bringen. Die Investition amortisiert sich nicht auf kurze Sicht, aber auf lange Sicht reihen sich kleine Einnahmen zu einem größeren ganzen zusammen. Oder durch die größere Käuferschicht, die der Köchin fragwürdiger Marmeladenzusammenstellungen auf einmal offen steht.
10 Jahre Urheberrecht? Long Tail, my ass.
Es wird sich einfach nicht mehr lohnen, Bücher für eine Mini-Zielgruppe zu schreiben. Wer hat gewonnen, wenn das Kulturgut, dass gefälligst einverleibt und weiterverarbeitet werden soll erst gar nicht entsteht?
Szenen einer Ehe: Verschwendung
Freitag abend. Wochenendeinkaufszeit. Mela lässt ihren Laptop offen stehen, auf dem seit Stunden der Al Jazeera English-Stream, mit Berichten aus dem vom Internet abgeknippsten Ägypten, läuft.
Bernd: Willst du deinen Rechner nicht ausmachen?
Mela: Wir sind doch gleich wieder da.
Bernd: Du kannst das Internet nicht einfach so verschwenden. In anderen Ländern wären sie froh wenn sie welches hätten.
Bernd: Willst du deinen Rechner nicht ausmachen?
Mela: Wir sind doch gleich wieder da.
Bernd: Du kannst das Internet nicht einfach so verschwenden. In anderen Ländern wären sie froh wenn sie welches hätten.
Satanische Dokumente
Mal ganz abgesehen von dem Verdacht Assange könne sich der Vergewaltigung schuldig gemacht haben:
Fällt irgend jemandem ausser mir auf, dass sich das Vokabular diverser US-Politiker dem Vokabular fanatischer Islamisten annähert, die zum Mord an Salman Rushdie aufriefen? Damals gab es einen Aufschrei in dem Teil der Welt, der sich selbst gerne als aufgeklärt und fortschrittlich sieht. Aber kaum tratscht jemand die Spitznamen der oberen Zehntausend herum, ist die Todesstrafe grade mal gut genug.
Fällt irgend jemandem ausser mir auf, dass sich das Vokabular diverser US-Politiker dem Vokabular fanatischer Islamisten annähert, die zum Mord an Salman Rushdie aufriefen? Damals gab es einen Aufschrei in dem Teil der Welt, der sich selbst gerne als aufgeklärt und fortschrittlich sieht. Aber kaum tratscht jemand die Spitznamen der oberen Zehntausend herum, ist die Todesstrafe grade mal gut genug.
JMStV-Quiz
Im Moment überschlagen sich ja die Blogartikel der Juristen, die den Wirbel um den neuen JMStV beschwichtigen wollen. Denen wird dann gleich immer von anderen Fachleuten widersprochen. Es bleibt also alles in der Schwebe.
Das Problem, welches ich immer noch sehe, ist einfach die Schwammigkeit der Formulierung "Inhalte die Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen". Das kann alles und nichts sein. Das andere Problem ist, dass immer nur von 'normalen' Blogs gesprochen wird. In meinem Artikel gestern (Deutschland, einig Hinterland)
hatte ich es schon angesprochen. Es gibt Themen die sich im Graubereich bewegen. Die zwar weder pornographisch sind, noch gewaltverherrlichend, noch sonstwas, sich aber mit expliziten Dingen beschäftigen. Einen Teil habe ich gestern schon angesprochen.
Kurz nachdem das Kunstprojekt Heroin Kids ein Bußgeld aufgedrückt bekam, halte ich Beschwichtigungen auch für nahezu fahrlässig. Genau solche Episoden zeigen nämlich, wie sehr wir uns im Minenfeld bewegen und das es alle treffen kann.
Deswegen bitte ich nun zum JMStV-Quiz. Mich würden Eure Einschätzungen zu zwei Seiten interessieren. Zum einen, zu meinem Artikel über eine Shadowrun-Runde. Da ist alles drin, wenn auch nicht sehr deutlich beschrieben. Vergewaltigung, Menschenhandel und (Waffen-)Gewalt. Verpackt als munteres Wochenendspielchen. Shadowrun, oder .... Zum anderen zum Blog eines Freudenmädchens: Neues vom Streetgirl. Wenn schon die Heroin Kids problematisch sind, was ist das dann?
Also, mit eurer laienhaften (oder fachkundigen) Einschätzung: Wie würden diese Seiten nach eurer Ansicht vom neuen JMStV betroffen sein?
Ich freue mich auf eure Meinungen im Kommentarbereich.
Das Problem, welches ich immer noch sehe, ist einfach die Schwammigkeit der Formulierung "Inhalte die Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen". Das kann alles und nichts sein. Das andere Problem ist, dass immer nur von 'normalen' Blogs gesprochen wird. In meinem Artikel gestern (Deutschland, einig Hinterland)
hatte ich es schon angesprochen. Es gibt Themen die sich im Graubereich bewegen. Die zwar weder pornographisch sind, noch gewaltverherrlichend, noch sonstwas, sich aber mit expliziten Dingen beschäftigen. Einen Teil habe ich gestern schon angesprochen.
Kurz nachdem das Kunstprojekt Heroin Kids ein Bußgeld aufgedrückt bekam, halte ich Beschwichtigungen auch für nahezu fahrlässig. Genau solche Episoden zeigen nämlich, wie sehr wir uns im Minenfeld bewegen und das es alle treffen kann.
Deswegen bitte ich nun zum JMStV-Quiz. Mich würden Eure Einschätzungen zu zwei Seiten interessieren. Zum einen, zu meinem Artikel über eine Shadowrun-Runde. Da ist alles drin, wenn auch nicht sehr deutlich beschrieben. Vergewaltigung, Menschenhandel und (Waffen-)Gewalt. Verpackt als munteres Wochenendspielchen. Shadowrun, oder .... Zum anderen zum Blog eines Freudenmädchens: Neues vom Streetgirl. Wenn schon die Heroin Kids problematisch sind, was ist das dann?
Also, mit eurer laienhaften (oder fachkundigen) Einschätzung: Wie würden diese Seiten nach eurer Ansicht vom neuen JMStV betroffen sein?
Ich freue mich auf eure Meinungen im Kommentarbereich.

