Feder & Herd

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February '12



Kein Kindle in Deutschland

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In Deutschland wird Amazon den Kindle vorerst nicht auf den Markt bringen weil:




Amazon-Chef Jeff Bezos könne sich nicht mit den Mobilfunkbetreibern auf einen Vertrag einigen, berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf einen Amazon-Manager.

[...]

Ein solcher Vertrag sei notwendig, weil der Kindle die digitalisierten Buchinhalte über das Handynetz beziehe. Allerdings seien die Preisvorstellungen der Telefongesellschaften überzogen, sagte der Amazon-Manager der Zeitung.


Quelle: Futurezone@ORF.at

Wem sagt er das. aptgetupdate hat es Beginn dieses Jahres schon laut angesprochen. Die derzeitigen Datentarife sind ein Witz und absolut rückschrittlich. Entweder haben da ein paar alte Männer mit Kugelschreibern in den Telekommunikationsunternehmen nicht mitbekommen das Internetverfügbarkeit immer wichtiger wird ... oder sie hoffen 'die paar' Poweruser solange wie möglich gnadenlos abzukassieren.

Blindheit oder Absicht.. anders kann ichs mir nicht erklären, dass Unternehmen versuchen ihren Kunden für jedes internetfähige Gerät einen eigenen Vertrag aufs Auge zu drücken. Dabei ist bei jedem Geschäftsreisenden oder netzaffinen Menschen ein Smartphone und ein Laptop schon längst Standard. Das hätte ja nun zu Smartphone, Kindle und Laptop anwachsen können, aber lieber träumt man von der endlos schröpfbaren Kundenkuh als sich selbst und anderen neue Einkommensquellen zu erschließen.

So manche Zeitung wäre wohl durchaus froh wenn sie jüngere Kunden wieder erreichen könnte, die sich zwar kein totes Holz unter den Arm klemmen, aber durchaus morgens in der U-Bahn die Tageszeitung auf den Kindle laden würden.

Da schwafelt Frau Merkel davon dass Deutschlands Wirtschaft im Internet vorankommen soll und fantasiert von einem eigenen Google und vor ihrer Nase schippt die Telekommunikationsindustrie fleissig Sand auf die Schienen.

Aber vielleicht ist das ja auch ganz gut dass der Kindle noch nicht kommt. Dann muss ich nämlich nicht in die Tischkante beissen wenn deutsche Autoren tilten weil ja die Aufführungsrechte ihrer Bücher verletzt werden, wenn ein Sehbehinderter die Vorlesefunktion nutzt und die Fahrgäste im U-Bahnwagon mithören.

Posted by Mela Eckenfels

06/30/2009 at 12:54:34

Posted in IT

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KVV - Warum muss Innovation so wehtun?

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Ab Montag bin ich 2-3 Tage weg. Schlaflabor. Aber das soll hier nicht das Thema sein.

Das Schlaflabor befindet sich in der Stadtklinik Baden-Baden. Da ich aber nicht genau weiß wie lange ich dort sein werde, 2 oder 3 Tage, verzichte ich mal lieber auf das Stadtmobil-Auto für das ich ohnehin keinen Parkplatz finden werde.

Gut, bahn.de zeigt mir die Verbindungen aber ich kann die Karte nicht kaufen. KVV Gebiet, KVV Verbindungen.
Den KVV habe ich schon ewig nicht mehr benutzt. Entweder ich fahre Rad oder eben mit Stadtmobil.

Auf der KVV Seite suche ich nach dem Button "Ticketverkauf" und finde keinen. 2008 und ich kann in Karlsruhe keine Tickets über das Internet kaufen? Da.. ein versteckter, hoffnungsvoller Link "Handyticket". Wow. Nachdem andere Großstädte sowas schon vor gut einem Jahr eingeführt hatten, ist auch Karlsruhe am 04.04.2008 im 21. Jahrhundert angekommen?

Fummelfummel. Installier.

Kurz darauf hatte ich die Software auf dem Handy, und suchte eine Möglichkeit eine Einzelkarte über 7 Waben zu kaufen. Hummm... ähm.. nur die Innenstadtwabe wird bedacht? Wo der KVV mal locker von Kronau bis Bühl und Wörth bis Eppingen reicht? Klar, da konzentrieren sich die Kunden.. aber dennoch. Ein halbes Jahr nach der Einführung wird er Dienst nicht mal ein kleines bisschen erweitert?

Fährt man nicht innerhalb Karlsruhes ist der Dienst genau eines. Wertlos.

Meine weitere Suche erbrachte: Mein Ticket wird an Automaten, KVV-Kundenzentren und KVV-Verkaufsstellen angeboten. Nun ist es so.. an den Bushaltestellen hier in der Nähe stehen keine Automaten. Die Busfahrer fühlen sich meistens nicht zuständig auch noch Fahrkarten zu verkaufen. Öfter schon bin ich daher bis zur nächsten Umsteigestation 'schwarz' gefahren. Würde ich erwischt, wäre das mein Problem und nicht das Problem dieses unzeitgemäßen Services.

Will ich am Montagmorgen in Herrgottsfrühe nicht ohne Fahrkarte darstehen oder mich auf die Gnade des Busfahrers verlassen mir eine zu ziehen - oder auf passendes Kleingeld .. darf ich extra vorher noch beim nächsten Automaten vorbeigurken.

Und das 2008 ...

Posted by Mela Eckenfels

09/11/2008 at 20:06:37

Posted in Karlsruhe

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Jämmerliche Ausreden...

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...durfte ich mir heute auf dem Weg nach Frankfurt anhören. Auf SWR3 wurde über das Thema diskutiert, wieso die deutsche Autoindustrie versäumt hat energiesparende Modelle auf den Markt zu bringen, während die Asiaten nun auch hier in Europa mit Hybridantrieben punkten.

Das Fazit der Moderatoren (aus dem Kopf zusammengefasst):


In Deutschland gibt es keine alternativen, spritsparenden Antriebssysteme weil die Lohnkosten derart hoch sind, das hier nur noch Autos der Oberklasse hergestellt werden und bei Autos der Oberklasse können sich die Besitzer eben noch immer das teuer Benzin leisten.



Aus ganz verschiedenen Gründen bringt mich diese Betrachtungsweise in Rage.

Seit wann bauen VW, Opel keine Kleinwagen mehr? Was bitte ist ein Smart? Und selbst wenn das Auto im Endeffekt in Polen, Ungarn oder Littauen zusammengeschraubt werden würde, sind die oben genannten Firmen nicht etwa deutsche Unternehmen, die sich bei entsprechenden Entwicklungen einen Know-How Vorsprung hätten sichern können?
Bedeuten hohe Lohnkosten nun, das sich die Firmen totstellen und erst gar nicht mehr versuchen durch innovative Neuerungen zu am Markt zu bleiben?

Ein derartiges Vorgehen wäre entweder sträfliche Dummheit, oder böswillige Absicht um mit schlechten Geschäften vielleicht noch ein paar Steuern abzuschreiben.

Und wieso sind unsere Löhne hoch? Verglichen mit einem Arbeiter in Rumänien bekommen unsere Angestellten scheinbar viel Geld. Aber die Mieten sind hoch, Strom und Gas ist teuer und wenn ein normaler Arbeiter bei Opel drei Kinder hat, dürfte er schon in Richtung Armutsgefahr rutschen.

Nicht die Löhne sind hoch, unsere gesamte Wirtschaft ist auf höhere Kosten ausgerichtet.

Mit der Behauptung "Die Löhne sind so hoch" wird - meiner Ansicht zufolge - immer versucht der Anschein zu erwecken, die Arbeitnehmer wären schuld an unserer wirtschaftlichen Misere. Aber mir kann keiner vormachen, das ein Vermieter auf einmal weniger verlangt weil die Löhne sinken...

Und das Argument das Besitzer von Autos im oberen Preissegment keine energiesparenden Autos wünschen, weil sie sich ja auch teuere Benzinpreise leisten können...

Sind wir schon wieder so unbewusst, oberflächlich und ignorant geworden, dass vollkommen vergessen wurde, das unsere Erdölvorräte sowohl begrenzt sind, als auch das Peak-Oil vermutlich im Jahr 2000 erreicht wurde?

Es ist ein kleiner Unterschied ob ich mir eine Sache persönlich leisten kann oder ob wir uns gesamtgesellschaftlich die sinnlose Verschwendung von begrenzten Rohstoffen erlauben können.

Somit wäre es sowohl ökologisch als auch langfristig ökonomisch sinnvoll, die Ressourcen zu schonen und in allen Segmenten energiesparende Automodelle anzubieten. Es scheint sowohl kurzsichtigkeit als auch geldgierig - von Seiten der ölverarbeitenden Industrie - die Entwicklung alternativer Antriebstechniken über Jahrzehnte hinweg blockiert zu haben.

Anders kann man nicht erklären das eine wirklich innovative Antriebstechnik aus deutscher Feder, der Elsbett-Motor bis heute weitgehend ignoriert wird.

Meiner Ansicht nach sind es ganz andere Ursachen als ein hohes Lohnniveau oder die fehlende Produktion von Kleinwagen, das man in Deutschland den, bald steigende, Bedarf an kostengünstigerer Fortbewegung nicht vorausgesehen hat, geschweigedenn ihm mit früh erforschten, ausgereiften Techniken den Weg zu ebnen. Viel mehr war es ökonomische Kurzsichtigkeit und ökologische Verantwortungslosigkeit, die die Verantwortlichen mal wieder nicht weiter als bis zur nächsten Anlegerversammlung denken ließ.

Posted by Mela Eckenfels

09/13/2005 at 00:56:49

Posted in Annoyances

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