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Tätersprache
Täter zeichnen sich immer wieder dadurch aus, gute Gründe für ihre Taten vorbringen zu können. Die Anderen sind schuld. Weil sie nicht taten was sie besser hätten tun sollen, denn dann hätten die Täter nicht zur Tat schreiten müssen. Weil sie nicht bekamen was ihnen zustand, weil die Anderen es ihnen vorenthielten. Weil die Anderen nur keinen Spaß verstanden. Weil die Anderen sie provoziert haben. Weil Anderen sie durch kurze Kleider und vielsagendes Lächeln eingeladen haben. Weil die Anderen sie auf dumme Gedanken gebracht haben. Die Gesellschaft, die Eltern, die Nachbarn, die Freunde sind schuld und sie sind nur Opfer der Umstände.
Hört man heute Bischof Mixa reden, fällt auf, dass er in Tätersprache spricht. Da existiert kein systemimmanentes Problem. Die sexuelle Revolution ist schuld. Alles Böse kommt von Außen und die Kirche konnte die Schäflein, die den Einflüssen anheim gefallen sind, nur nicht mehr retten. Die Priester waren eben sexuell verwirrt. Hätte es die Hippies nicht gegeben und würden wir heute alle beim Sex noch das Licht ausmachen, wären sie nie in Versuchung geführt worden.
So gut wie Bischof Mixa die Tätersprache beherrscht, hoffe ich sehr, dass er mit gutem Gewissen von sich behaupten kann, die Finger noch nie in fremden Unterhosen gesteckt zu haben.
Hört man heute Bischof Mixa reden, fällt auf, dass er in Tätersprache spricht. Da existiert kein systemimmanentes Problem. Die sexuelle Revolution ist schuld. Alles Böse kommt von Außen und die Kirche konnte die Schäflein, die den Einflüssen anheim gefallen sind, nur nicht mehr retten. Die Priester waren eben sexuell verwirrt. Hätte es die Hippies nicht gegeben und würden wir heute alle beim Sex noch das Licht ausmachen, wären sie nie in Versuchung geführt worden.
So gut wie Bischof Mixa die Tätersprache beherrscht, hoffe ich sehr, dass er mit gutem Gewissen von sich behaupten kann, die Finger noch nie in fremden Unterhosen gesteckt zu haben.
Westerwelles wahre Worte
Also mal ehrlich. Ich weiss ja gar nicht so recht was ihr jetzt alle auf dem armen Westerwave rumhackt.
Er hat doch ein wirklich wahres Wort ausgesprochen.
Jene die nicht arbeiten, dürfen nicht mehr Geld haben, als jene die arbeiten. Also ist doch ganz klar was unser verehrter Vize-Kanzler sagen möchte: Die Löhne sind viel zu niedrig! Würde ihm irgendjemand der Menschen widersprechen wollen, die für ein kärgliches Gehalt 40 Stunden die Woche oder mehr runterreissen und das dann noch mit Hartz aufstocken müssen? Sicherlich nicht.
Und die Dekadenz.. ja, die sehe ich auch. Nur braucht man dazu nicht nach unten zu schauen. Westerwelle kann ganz auf Augenhöhe mit den Leuten bleiben, mit denen er so auf Du und Du ist. Gelle, Guido?
Er hat doch ein wirklich wahres Wort ausgesprochen.
Jene die nicht arbeiten, dürfen nicht mehr Geld haben, als jene die arbeiten. Also ist doch ganz klar was unser verehrter Vize-Kanzler sagen möchte: Die Löhne sind viel zu niedrig! Würde ihm irgendjemand der Menschen widersprechen wollen, die für ein kärgliches Gehalt 40 Stunden die Woche oder mehr runterreissen und das dann noch mit Hartz aufstocken müssen? Sicherlich nicht.
Und die Dekadenz.. ja, die sehe ich auch. Nur braucht man dazu nicht nach unten zu schauen. Westerwelle kann ganz auf Augenhöhe mit den Leuten bleiben, mit denen er so auf Du und Du ist. Gelle, Guido?
Zitat: Sicherheit
Sicherheit ist vor allem Aberglaube. Sie existiert weder in der Natur, noch erleben die Kinder der Menschen sie. Gefahr zu meiden ist langfristig nicht sicherer als ihr direkt gegenüber zu treten. Die Furchtsamen trifft es genauso oft wie die Wagemutigen. Das Leben ist entweder ein kühnes Abenteuer oder gar nichts.
Helen Keller
Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune ...
Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt.
Wenn das Wahlvolk die Regierung Scheiße findet und das doch eigentlich gar nicht sein kann, weil sich die Politiker ganz ganz ganz arg sicher sind, dass sie einen richtig tollen Job machen ... Dann muß es andere Gründe geben. Das Wahlvolk kann und darf nicht recht haben. Und die Ursache ist auch schon gefunden Das WETTER!!! ist schuld!
Dann ist ja alles geklärt. Gut das wir drüber geredet haben. Und wir dachten schon, es läge an Ursachen auf die die Politik Einfluß hätte. Aber so ... das Wetter eben. Na gut.
Wenn das Wahlvolk die Regierung Scheiße findet und das doch eigentlich gar nicht sein kann, weil sich die Politiker ganz ganz ganz arg sicher sind, dass sie einen richtig tollen Job machen ... Dann muß es andere Gründe geben. Das Wahlvolk kann und darf nicht recht haben. Und die Ursache ist auch schon gefunden Das WETTER!!! ist schuld!
Dann ist ja alles geklärt. Gut das wir drüber geredet haben. Und wir dachten schon, es läge an Ursachen auf die die Politik Einfluß hätte. Aber so ... das Wetter eben. Na gut.
Neusprech für Zwangsarbeit ...
... lautet Arbeitspflicht und wurde von einem der üblichen Verdächtigen ins Spiel gebracht.
Roland Koch will also das die bösen Arbeitslosen arbeiten müssen, damit sie sich nicht auf Hartz IV ausruhen.

Auch 'niederwertige' Arbeiten sollen dabei übernommen werden. Was aber sind 'niederwertige' Arbeiten? Ein Müllmann, beispielsweise, leistet sehr hochwertige Arbeit. Meiner Meinung nach zumindest. Immerhin halten die Herren und Damen der Müllabfuhr Seuchen aus unseren Städten fern und neapolitanische Verhältnisse will hier wohl niemand. Darüberhinaus habe ich bislang nichts davon gehört, dass wir einen Mangel an Müllmännern oder Klofrauen hätten. Manuelle Arbeiten in der Produktion, werden auch nicht grade angeboten wie Sand am Meer. Siehe zunehmende Automatisation. Also von was redet Herr Koch? Von Arbeitslosenkolonnen mit orangenen Anzügen die mit einem roten "A" gekennzeichnet sind und die am Rand der Autobahn alle fünf Meter ein Kaugummipapierchen aufpicken?
Wem haben die 3, 2, 1, 0.5 EUR Jobber denn geholfen? Sie sollten keine Arbeitsplätze vernichten, es sollten nur zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Die man sich wieder fördern lassen kann.
Die 'Gewinner' solcher Maßnahmen sind immer in erster Linie die Kommunen. Die nehmen dann lieber einen 1 EUR Jobber um das Schultor neu streichen zu lassen, statt einen Maler zu beauftragen - der wegen fehlender komunaler Aufträge vielleicht seine Gesellen entlassen muß. Aber die können dann ja als 1 EUR Jobber das Schultor streichen.
In zweiter Linie sind es Subventionsabzocker, die Maßnahmen speziell für Langzeitarbeitslose 'entwerfen', Geld kassieren und Leute mit sinnlosen Arbeiten beschäftigen. Dinge hin und hertragen, zum Beispiel.
Und wer profitiert noch davon? Na die Wirtschaft. Denn die zahlt Kümmerlöhne und kann sich darauf verlassen, dass der lebensnotwendige Rest von der Gesellschaft aufgestockt wird. Oder anders ausgedrückt: Sie legen ihre Produktionskosten auf den Staat und damit auch auf die Bürger um, die ihre Produkte oder Dienstleistungen gar nicht kaufen.
Man kann zwar behaupten, zwischen Roland Kochs Ohren dampfe nur ein miefendes, braunes Häufchen. Man kann aber nicht behaupten, dass er sich gar nichts bei solchen Ausfällen denkt.
Roland Koch will also das die bösen Arbeitslosen arbeiten müssen, damit sie sich nicht auf Hartz IV ausruhen.
Auch 'niederwertige' Arbeiten sollen dabei übernommen werden. Was aber sind 'niederwertige' Arbeiten? Ein Müllmann, beispielsweise, leistet sehr hochwertige Arbeit. Meiner Meinung nach zumindest. Immerhin halten die Herren und Damen der Müllabfuhr Seuchen aus unseren Städten fern und neapolitanische Verhältnisse will hier wohl niemand. Darüberhinaus habe ich bislang nichts davon gehört, dass wir einen Mangel an Müllmännern oder Klofrauen hätten. Manuelle Arbeiten in der Produktion, werden auch nicht grade angeboten wie Sand am Meer. Siehe zunehmende Automatisation. Also von was redet Herr Koch? Von Arbeitslosenkolonnen mit orangenen Anzügen die mit einem roten "A" gekennzeichnet sind und die am Rand der Autobahn alle fünf Meter ein Kaugummipapierchen aufpicken?
Wem haben die 3, 2, 1, 0.5 EUR Jobber denn geholfen? Sie sollten keine Arbeitsplätze vernichten, es sollten nur zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Die man sich wieder fördern lassen kann.
Die 'Gewinner' solcher Maßnahmen sind immer in erster Linie die Kommunen. Die nehmen dann lieber einen 1 EUR Jobber um das Schultor neu streichen zu lassen, statt einen Maler zu beauftragen - der wegen fehlender komunaler Aufträge vielleicht seine Gesellen entlassen muß. Aber die können dann ja als 1 EUR Jobber das Schultor streichen.
In zweiter Linie sind es Subventionsabzocker, die Maßnahmen speziell für Langzeitarbeitslose 'entwerfen', Geld kassieren und Leute mit sinnlosen Arbeiten beschäftigen. Dinge hin und hertragen, zum Beispiel.
Und wer profitiert noch davon? Na die Wirtschaft. Denn die zahlt Kümmerlöhne und kann sich darauf verlassen, dass der lebensnotwendige Rest von der Gesellschaft aufgestockt wird. Oder anders ausgedrückt: Sie legen ihre Produktionskosten auf den Staat und damit auch auf die Bürger um, die ihre Produkte oder Dienstleistungen gar nicht kaufen.
Man kann zwar behaupten, zwischen Roland Kochs Ohren dampfe nur ein miefendes, braunes Häufchen. Man kann aber nicht behaupten, dass er sich gar nichts bei solchen Ausfällen denkt.
Firmendenkmäler
Auf der Heimfahr fiel mir in KA-Dammerstock eine kleine Sporthalle auf. Eine wirklich kleine Sporthalle, wie sie sich kleine Vereine oder Schulen einer geringen Schülerzahl.
Was sie auffällig machte, abgesehen von den typischen, großen Profilbauglasfenstern, war ein breites Schild, das sicherlich ein Drittel der Hallenhöhe bedeckte.

Das kleine Sporthällchen wurde darauf hochtrabend "PSD-Bank Halle" genannt.
Signal Iduna Park, Allianz Arena, Veltins-Arena, Mercedes-Benz Arena, HSH Nordbank Arena, Commerzbank-Arena, ESPRIT arena, RheinEnergieStadion, AWD-Arena, Easycredit-Stadion, rewirpowerSTADION, Volkswagen-Arena, SchücoArena, MDCC-Arena, Badenova-Stadion, Osnatel-Arena, Generali Sportpark, Energieteam Arena ... und so weiter. Nicht nur große Stadien benennen sich nun nach mehr oder weniger seriösen Konzernen, auch kleine Stadtteil-Hallen verlieren nun ihren Charakter und werden zu Denkmälern die sich die Konzerne selbst setzen.
Gilt das 'sich selbst ein Denkmal setzen' bei natürlichen Personen schon seit längerem als schlechten Stil, das Kennzeichen von Despoten und Diktatoren, sind Konzernen solche Schamgefühle gänzlich unbekannt. Vielleicht ist es daher kein Wunder, dass sich vor allem Unternehmen aus unbeliebten und der Abzocke verdächtigen Geschäftsgebieten - wie Banken, Versicherungen und Energieunternehmen - mit Sportarenen schmücken. Wenn es nicht direkt Unternehmen sind, die durch halbseidene Geschäftspraktiken ins Gerede kamen.
Früher hatten Großsponsoren ja noch die Größe, ein gefördertes Objekt zwar mit ihrer Werbung zuzukleistern, bei der Frage der Namensgebung aber allerhöchstens ein Mitspracherecht geltend zu machen und den Namen selbst einem verdienten - und längst verstorbenen - ehemaligen Mitbürger zu überlassen.
'Größe' ist aber ein Prädikat mit dem man heutige Konzerne nur in Bezug auf ihre Hauptniederlassungen in Verbindung bringen würde, nicht jedoch im Bezug auf ihre Geisteshaltung.
Und da heutzutage nichts mehr von Bestand ist, dürfen wir uns auf ein fröhliches Umbenennungspektakel freuen.
"Bonzen-Bank Halle" formerly known as "Glas- und Scherbenversicherung Halle" formerly known as "Garantiert echt unabhängiger Finanzberater Halle" formerly known as "Energielos Halle".
Was sie auffällig machte, abgesehen von den typischen, großen Profilbauglasfenstern, war ein breites Schild, das sicherlich ein Drittel der Hallenhöhe bedeckte.
Das kleine Sporthällchen wurde darauf hochtrabend "PSD-Bank Halle" genannt.
Signal Iduna Park, Allianz Arena, Veltins-Arena, Mercedes-Benz Arena, HSH Nordbank Arena, Commerzbank-Arena, ESPRIT arena, RheinEnergieStadion, AWD-Arena, Easycredit-Stadion, rewirpowerSTADION, Volkswagen-Arena, SchücoArena, MDCC-Arena, Badenova-Stadion, Osnatel-Arena, Generali Sportpark, Energieteam Arena ... und so weiter. Nicht nur große Stadien benennen sich nun nach mehr oder weniger seriösen Konzernen, auch kleine Stadtteil-Hallen verlieren nun ihren Charakter und werden zu Denkmälern die sich die Konzerne selbst setzen.
Gilt das 'sich selbst ein Denkmal setzen' bei natürlichen Personen schon seit längerem als schlechten Stil, das Kennzeichen von Despoten und Diktatoren, sind Konzernen solche Schamgefühle gänzlich unbekannt. Vielleicht ist es daher kein Wunder, dass sich vor allem Unternehmen aus unbeliebten und der Abzocke verdächtigen Geschäftsgebieten - wie Banken, Versicherungen und Energieunternehmen - mit Sportarenen schmücken. Wenn es nicht direkt Unternehmen sind, die durch halbseidene Geschäftspraktiken ins Gerede kamen.
Früher hatten Großsponsoren ja noch die Größe, ein gefördertes Objekt zwar mit ihrer Werbung zuzukleistern, bei der Frage der Namensgebung aber allerhöchstens ein Mitspracherecht geltend zu machen und den Namen selbst einem verdienten - und längst verstorbenen - ehemaligen Mitbürger zu überlassen.
'Größe' ist aber ein Prädikat mit dem man heutige Konzerne nur in Bezug auf ihre Hauptniederlassungen in Verbindung bringen würde, nicht jedoch im Bezug auf ihre Geisteshaltung.
Und da heutzutage nichts mehr von Bestand ist, dürfen wir uns auf ein fröhliches Umbenennungspektakel freuen.
"Bonzen-Bank Halle" formerly known as "Glas- und Scherbenversicherung Halle" formerly known as "Garantiert echt unabhängiger Finanzberater Halle" formerly known as "Energielos Halle".
Lebendiges Matriarchat?
Über einen Referrer bin ich auf einen spannenden Blogbeitrag gestoßen und darunter auf einen noch spannenderen Kommentar der Autorin selbst. Ich hoffe Hannelore ist mir nicht böse wenn ich sie hier fast komplett zitiere.
Ganz sicher bin ich mir nicht ob ich ihr gänzlich zustimme, aber ich finde ihre Ansicht absolut inspirierend.
Ganz sicher bin ich mir nicht ob ich ihr gänzlich zustimme, aber ich finde ihre Ansicht absolut inspirierend.
Ok, Katze, ich stelle mal meine Sicht dar:
1. Matriarchat ist kein Feminismus-Thema und auch nichts speziell “Weibliches” oder gar Spirituelles. Es ist eine Sozialform, ein politisches Gebilde. So wie Demokratie, Sozialismus usw., Matriarchat ist herrschaftsfrei und deshalb eine Akephalie.
2. Matriarchale Sozialstrukturen werden im Web 2.0 umgesetzt, deshalb ist ja die derzeitige Entwicklung so schön.
3. Man kann nur etwas beurteilen, sich dem zu- oder abwenden, wenn man es kennt. Ich habe mich ein paar Jahre mit der Frauenbewegung und der Feminismustheorie beschäftigt, und teilweise Ideen übernommen. 2 Websites von damals stehen noch als Referenz im Web, und dahinter kann ich auch stehen.
4. Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Matriarchat musste ich mich zwangsläufig auch mit den Strukturelementen des Patriarchats auseinandersetzen und habe erkannt, dass Feminismus ja nur im Patriarchat vorkommen kann. Grund genug, mich davon zu distanzieren, den Feminist/innen sind per se patriarchal.
“Ich begrüße die Kehrtwende, das Weibliche zu benennen und sichtbar zu machen.” – Es ist keine Kehrtwende, denn ich habe nie damit aufgehört. Du würdest es beim Lesen merken, wenn es nicht so wäre.
Anfangs habe ich im Internet für die Zielgruppe “Frauen” geschrieben. Das habe ich aufgegeben, ich schreibe jetzt für die Zielgruppe “Menschen”.
Und das ist, was Feministinnen nicht tun, denn dann sind sie keine mehr.
Mir hat gut getan, was Mela Eckenfels von der Piratenpartei dazu sagte: “Ich möchte selbstverständliche Gleichberechtigung statt Feminismus. [...] Versteht das und versteht das wir ‘Frauenpolitik’ für ein Instrument des letzten Jahrhunderts halten, das Ungleichheit zementiert statt sie zu beseitigen. Von Feminismus ganz zu schweigen.”
Die Twitter-Wahl-Finte
Bei deutschen Wahlen liegt etwas im Argen. Flächendeckend wird darauf verzichtet den Personalausweis zu kontrollieren, so das beinahe jeder auch unproblematisch mit dem Wahlschein von Tante Hilda wählen gehen kann, ausser vielleicht in kleinen Dörfern wo jeder jeden kennt.
Das die Schlamperei bei der Auszählung weitergeht bewiesen die Stimmen für die Piraten die - Whoops - verloren gegangen waren. Aber nur bei den Piratenstimmen fiel es auf, denn wenn statt einer Handvoll Stimmen auf einmal gar keine dastehen, ist das doch etwas auffällig. Wenn hie und da beim Auszählen mal ein halbes Dutzend Stimmen der falschen Partei zugeschlagen werden ... wer bemerkt das schon? Neu auszählen wenn man Unregelmässigkeiten bemerkt? Aber dann säße man doch noch länger im Wahllokal und kann nicht gemütlich zu Hause die Wahl im Fernsehen ansehen.
Das Radio mit den ersten Wahlberichterstattungen im Wahlbüro ausstellen? Unfug? Parteien die unauffällig ihre Programme noch vor dem Wahllokal ablegen? Whoopsie.
Schlamperei und sträflich ignorantes Verhalten in Wahlbezirken von der dänischen Grenze bis ins Allgäu. Gerade so als wäre die Wahl ein Happening bei dem ohnehin nur der Status Quo abgenickt werden soll und keine ernste Einflussnahme des Volkes auf die Politik. Dank fehlender Basisdemokratie auch noch die einzige Einflussnahme auf die Bundespolitik auf vier Jahre hinaus.
Aber was berichtet die überregionale Presse darüber? Die ehemals freie Presse, heute auch Claqueure der großen Parteien?
Genau, da will jemand vorher was getwittert haben und das hat die Wahl in Gefahr gebracht.
Geschickt die wahren Probleme verschleiert und ein neues Medium verteufelt. Respekt.
Das die Schlamperei bei der Auszählung weitergeht bewiesen die Stimmen für die Piraten die - Whoops - verloren gegangen waren. Aber nur bei den Piratenstimmen fiel es auf, denn wenn statt einer Handvoll Stimmen auf einmal gar keine dastehen, ist das doch etwas auffällig. Wenn hie und da beim Auszählen mal ein halbes Dutzend Stimmen der falschen Partei zugeschlagen werden ... wer bemerkt das schon? Neu auszählen wenn man Unregelmässigkeiten bemerkt? Aber dann säße man doch noch länger im Wahllokal und kann nicht gemütlich zu Hause die Wahl im Fernsehen ansehen.
Das Radio mit den ersten Wahlberichterstattungen im Wahlbüro ausstellen? Unfug? Parteien die unauffällig ihre Programme noch vor dem Wahllokal ablegen? Whoopsie.
Schlamperei und sträflich ignorantes Verhalten in Wahlbezirken von der dänischen Grenze bis ins Allgäu. Gerade so als wäre die Wahl ein Happening bei dem ohnehin nur der Status Quo abgenickt werden soll und keine ernste Einflussnahme des Volkes auf die Politik. Dank fehlender Basisdemokratie auch noch die einzige Einflussnahme auf die Bundespolitik auf vier Jahre hinaus.
Aber was berichtet die überregionale Presse darüber? Die ehemals freie Presse, heute auch Claqueure der großen Parteien?
Genau, da will jemand vorher was getwittert haben und das hat die Wahl in Gefahr gebracht.
Geschickt die wahren Probleme verschleiert und ein neues Medium verteufelt. Respekt.
Es war einmal in einer anderen Welt .. Der Fotograf, der Spion/Terrorist ..
Ich war gerade 9 Jahre alt als meine Großmutter und meine Mutter eine Reise zu unseren Verwandten in die DDR planten. In diesem zarten Alter war ich natürlich jeder antikommunistischen Schweinerei gänzlich unverdächtig und darum - und weil die Reise in die Schulferien fiel - durfte ich mit. Meine Schrift und Rechtschreibung war so schlimm, meine Legasthenie so prägnant das ich heute noch vor Scham erröte, wenn ich meine Postkarten lese, die ich damals aus dem Osten schickte.. aber meine Erinnerung an die Zeit und vor allem die Reisevorbereitungen, ist glasklar.
Damals gab es noch kein Internet, aber man bekam sehr viel Papier zugesand in dem alle Informationen zu finden waren. Vor allem was der Durchschnittswessi auf der anderen Seite der Mauer so zu beachten hatte und was auf gar keinen Fall mitgeführt werden durfte. Westliche Zeitschriften zum Beispiel, denn die könnten die stramme FDJ-Jugend ebenso vom Kurs abbringen wie Computerspiele den Amokläufer.
Und natürlich gab es einen ganzen Katalog was man denn 'Drüben' fotografieren durfte und was nicht. Zum Beispiel keine Brücken, denn bolschwistische Schweinestaaten wie die USA könnten solche scheinbar harmlosen Urlaubsfotos zur Planung ihrer sicher längst geplanten Invasion nutzen. Und überhaupt.. harmlose Urlaubsfotos. Jeder konnte ein Spion sein. Selbst meine gemütliche Omi oder die neunjährige Enkelin mit der hochgefährlichen Fotoapparatwaffe. Generalverdacht. Jeder ein Spion. Jeder ein Staatsfeind. Jeder ein Gedankenverbrecher.
Die Gespräche damals am Familientisch habe ich noch im Ohr. Das Unverständnis, der Hohn für das restriktive Land und das Mitleid für seine Bewohner.
Heute ist das natürlich alles besser. Jeder ist ein Terrorist, aber nicht einmal mein Vater hält die Situation in irgendeiner Form für bedenklich.
Aber lest einfach selbst was Münchner U-Bahnhöfe mit den Anschlägen aufs World Trade Center und Wiesnfotografen zu tun haben.
Damals gab es noch kein Internet, aber man bekam sehr viel Papier zugesand in dem alle Informationen zu finden waren. Vor allem was der Durchschnittswessi auf der anderen Seite der Mauer so zu beachten hatte und was auf gar keinen Fall mitgeführt werden durfte. Westliche Zeitschriften zum Beispiel, denn die könnten die stramme FDJ-Jugend ebenso vom Kurs abbringen wie Computerspiele den Amokläufer.
Und natürlich gab es einen ganzen Katalog was man denn 'Drüben' fotografieren durfte und was nicht. Zum Beispiel keine Brücken, denn bolschwistische Schweinestaaten wie die USA könnten solche scheinbar harmlosen Urlaubsfotos zur Planung ihrer sicher längst geplanten Invasion nutzen. Und überhaupt.. harmlose Urlaubsfotos. Jeder konnte ein Spion sein. Selbst meine gemütliche Omi oder die neunjährige Enkelin mit der hochgefährlichen Fotoapparatwaffe. Generalverdacht. Jeder ein Spion. Jeder ein Staatsfeind. Jeder ein Gedankenverbrecher.
Die Gespräche damals am Familientisch habe ich noch im Ohr. Das Unverständnis, der Hohn für das restriktive Land und das Mitleid für seine Bewohner.
Heute ist das natürlich alles besser. Jeder ist ein Terrorist, aber nicht einmal mein Vater hält die Situation in irgendeiner Form für bedenklich.
Aber lest einfach selbst was Münchner U-Bahnhöfe mit den Anschlägen aufs World Trade Center und Wiesnfotografen zu tun haben.
Verhältnis Wähler zu Parteimitgliedern
In meinem vorherigen Artikel berechnete ich die Stimmen pro Parteimitglied der Piratenpartei. Nun möchte ich dieses Ergebnis dem Ergebnis der anderen Parteien gegenüberstellen. Ich nutze dabei die Angaben aus dem Piratenwiki und von der Seite des Bundeswahlleiters.
Ergebnisse gerundet und vorbehaltlich müdigkeitsbedingten Tipp- oder Rechenfehlern:
Ergebnisse gerundet und vorbehaltlich müdigkeitsbedingten Tipp- oder Rechenfehlern:
| Partei | Wähler pro Mitglied |
|---|---|
| Grüne | 98 |
| FDP | 90 |
| Piratenpartei | 89 |
| Die Linke | 68 |
| CDU | 22 |
| SPD | 19 |
| CSU | 17 |








