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Piratinnen: Der offene Brief - Vielfalt statt Grabenkämpfe
Gemeinsam mit einigen anderen Piraten - jedweden Geschlechts - entstand folgender, offener Brief, der sich an die Initiatorinnen der Piratinnen-Initiative richtet:
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Zahlreiche Piraten – jedweden Geschlechts – lehnen den Vorstoß der „Piratinnen“ aus Berlin entschieden ab. Wurde im Bundestagswahlkampf das Genderthema noch von außen an die Partei herangetragen, so ist es umso überraschender, dass diesmal in einer völlig unkoordinierten und intransparenten Initiative eine Genderdiskussion von den eigenen Leuten gezielt in die Medien gebracht wird. Die Initiatorinnen der Diskussion nehmen für sich in Anspruch, für die Mehrheit der Frauen innerhalb der Piratenpartei zu sprechen – ohne jemals vorher den Dialog gesucht zu haben. Es wäre zumindest angebracht gewesen, diese Idee für den Bundesparteitag vorzuschlagen.Vor allem die Herausgabe einer unautorisierten Pressemitteilung sorgte für einigen Unmut, denn diese Genderfrage ist höchst umstritten.
Geschlechterpolitik ist von Beginn an Thema innerhalb der Partei gewesen, jedoch scheint der Vorstoß der Initiatiorin Lena Simon ohne jede Rücksprache mit den entsprechenden Arbeitsgruppen stattgefunden zu haben. Außer der PM wurden auch direkte Interviews mit der TAZ und SpON geführt. Erst mit den Medien zu sprechen halten wir für den falschen Weg!
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Piratinnen: Gedanken zur Nacht
Spassenshalber hab ich nun mal auf Piratinnen@Piratenwiki durchgeklickt. Die Mitglieder sind natürlich Frauen. Ganze vier Stück.. Hört hört... von denen sich eine schon wieder halb abgesetzt hat.
Die Sympathisanten sind aktuell (Mon Mar 1 02:30:34 CET 2010) komplett männlich. Keine einzige Frau hat sich hier eingetragen.
Bei den Gegnern allerdings, ist bereits der 3. Eintrag erkennbar weiblich. Einer schnellen Zählung nach, sind es deutlich über 10 Frauen, die sich gegen den Mimimimi-Vorstoß aus Berlin richten und ich habe nun (anders als bei den Sympathisanten) nicht in alle Profile reingesehen, um festzustellen ob hinter einem neutralen Nick vielleicht doch eine Frau steckt.
Ich frage mich ob die Sympathisanten vielleicht in die "Mann muß hilflose Frau beschützen"- und die "Nur wer für Feminismus ist, ist kein chauvinistisches Arschloch"-Falle getappt sind.
Haben die Frauen also ein Problem in der Piratenpartei? Und geht es uns besser wenn wir auf die Kerle hören und einige Prinzesschen die - abgesehen von diesem Vorstoß und dem Trällern eines Liedchens - noch nie durch exzessive Parteiarbeit aufgefallen sind?
Die Sympathisanten sind aktuell (Mon Mar 1 02:30:34 CET 2010) komplett männlich. Keine einzige Frau hat sich hier eingetragen.
Bei den Gegnern allerdings, ist bereits der 3. Eintrag erkennbar weiblich. Einer schnellen Zählung nach, sind es deutlich über 10 Frauen, die sich gegen den Mimimimi-Vorstoß aus Berlin richten und ich habe nun (anders als bei den Sympathisanten) nicht in alle Profile reingesehen, um festzustellen ob hinter einem neutralen Nick vielleicht doch eine Frau steckt.
Ich frage mich ob die Sympathisanten vielleicht in die "Mann muß hilflose Frau beschützen"- und die "Nur wer für Feminismus ist, ist kein chauvinistisches Arschloch"-Falle getappt sind.
Haben die Frauen also ein Problem in der Piratenpartei? Und geht es uns besser wenn wir auf die Kerle hören und einige Prinzesschen die - abgesehen von diesem Vorstoß und dem Trällern eines Liedchens - noch nie durch exzessive Parteiarbeit aufgefallen sind?
Kurze Twitterschau zum Piratinnen-Gender-Fail
1. ERWEITERUNG
Wir brauchen ja so dringend einen Schonraum für Frauen. Weil wir Frauen so zart und unsicher sind und uns nicht trauen. Unsicher sein ist sowieso ein reines Frauenproblem.
Aber irgendwie sehen Frauen auf Twitter das doch ein bisschen anders:
Diese Ablehnung auch und gerade durch Frauen? Beinharte Feministinnen packen sofort wieder die 'Stockholm Syndrom'-Theorie der unterdrückten und gehirngewaschenen Frauen aus. Das Totschlagargument um die Gegner zum Schweigen zu bringen, die sich keinen Sand in die Augen streuen lassen, sondern erkennen, dass es sich um eine geschickte Hintenrum-Taktik handelt, um einer kleinen Gruppe - bevorzugt deren AnführerInnen - einen unrechtmässig höheren Happen an Macht und Einfluß einzubringen. Vorgebracht unter der Mimimimimi-Flagge der angeblichen Benachteiligung:
Ebenso bezeichnend ist die Liebe der Initiatorinnen zu piratischen Grundsätzen, wie Transparenz:
Auch die Befürworter reissen sich sogleich die Maske des Gutmenschen vom Gesicht und hervor kommt: Patronismus.
Was bleibt ist die Mißachtung der Frauen, die bereits sehr erfolgreich in der Partei arbeiten. Die ihre Posten - Ja, Posten! - erreicht haben ohne das man ihnen eine Trittleiter hinstellen musste. Und schon tönt die "taz" das Frauen nun endlich auch mitspielen dürfen.
Ein direkter Schlag ins Gesicht der aktiven und engagierten weiblichen Piraten.
Wir brauchen ja so dringend einen Schonraum für Frauen. Weil wir Frauen so zart und unsicher sind und uns nicht trauen. Unsicher sein ist sowieso ein reines Frauenproblem.
Aber irgendwie sehen Frauen auf Twitter das doch ein bisschen anders:
iLoreene: ja schon... ich fühl mich hier ja auch völlig unterdrückt... NIE darf ich was machen xD #mimimi #female #pirat ( @MrNotSure @Michl8383 )
PinkPueppi: Klar machen zum Gendern sucks... und auf Piratinnen kann ich getrost verzichten #lmvb #piratinnen-
CaeVye: Natürlich haben wir heute nicht die volle Gleichstellung. Den Chauvinismus der 70er haben wir aber auch nicht mehr. #piraten #reality-check
Diese Ablehnung auch und gerade durch Frauen? Beinharte Feministinnen packen sofort wieder die 'Stockholm Syndrom'-Theorie der unterdrückten und gehirngewaschenen Frauen aus. Das Totschlagargument um die Gegner zum Schweigen zu bringen, die sich keinen Sand in die Augen streuen lassen, sondern erkennen, dass es sich um eine geschickte Hintenrum-Taktik handelt, um einer kleinen Gruppe - bevorzugt deren AnführerInnen - einen unrechtmässig höheren Happen an Macht und Einfluß einzubringen. Vorgebracht unter der Mimimimimi-Flagge der angeblichen Benachteiligung:
lena_d: Oldschool an der Piratinnen / Piraten Debatte ist vor allem sich einen "Parteitag" zu wünschen der genderwasauchimmer "vorschreibt" #fail
Ebenso bezeichnend ist die Liebe der Initiatorinnen zu piratischen Grundsätzen, wie Transparenz:
PinkPueppi: hach...wir sind ja so piratisch und transparent... geschlossener Twitterkanl passt da gut rein #fail #piratinnen
Auch die Befürworter reissen sich sogleich die Maske des Gutmenschen vom Gesicht und hervor kommt: Patronismus.
FoeBuD: Das ist übrigens Lena Simon, die den Piraten Werte beibringen wird: http://www.youtube.com/watch?v=Zzs_9suYC28
(Bordkapelle) #piraten
(Bordkapelle) #piraten
Was bleibt ist die Mißachtung der Frauen, die bereits sehr erfolgreich in der Partei arbeiten. Die ihre Posten - Ja, Posten! - erreicht haben ohne das man ihnen eine Trittleiter hinstellen musste. Und schon tönt die "taz" das Frauen nun endlich auch mitspielen dürfen.
Ein direkter Schlag ins Gesicht der aktiven und engagierten weiblichen Piraten.
CaeVye: Frauengruppen, die sich bewusst abgrenzen, um eine Opferrolle zu feiern sind nicht feministisch, sondern von gestern. #piraten #gender
Flüchtige Gedanken zu Piratinnen
Piratinnen - Klarmachen zum Gendern.
Wird heutzutage über einen Sprecher in einem - wie auch immer gearteten - Kreis Zuhörer die Augen verdreht, liegt es häufiger daran, dass der Sprecher Bullshit redet oder einfach nicht über das Gesagte nachgedacht hat, als daran, dass der Sprecher männlich oder weiblich ist.
Dem Ruf nach einem augenverdreh-freien Umfeld liegt oft eher der Wunsch zugrunde, unwidersprochen Bullshit reden zu dürfen und kein zweites Mal nachdenken zu müssen, als tatsächliche Ablehnung durch Andere.
Unwidersprochen im eigenen Saft Bullshit zu reden, hilft niemandem. Helfen würde jenen Dreibeinern, jenen menstruierenden Mitgliedern der Gesellschaft, jenen Weder-Nochs und jenen Beides, die ein Problem mit dem Augenverdrehen haben, Mittel an die Hand zu geben, über verdrehten Augen zu stehen. Aber auch das Mittel, eigene Positionen einem Realitätscheck zu unterziehen. Beides erreicht man nicht in abgeschlossenen Zirkeln.
Wird heutzutage über einen Sprecher in einem - wie auch immer gearteten - Kreis Zuhörer die Augen verdreht, liegt es häufiger daran, dass der Sprecher Bullshit redet oder einfach nicht über das Gesagte nachgedacht hat, als daran, dass der Sprecher männlich oder weiblich ist.
Dem Ruf nach einem augenverdreh-freien Umfeld liegt oft eher der Wunsch zugrunde, unwidersprochen Bullshit reden zu dürfen und kein zweites Mal nachdenken zu müssen, als tatsächliche Ablehnung durch Andere.
Unwidersprochen im eigenen Saft Bullshit zu reden, hilft niemandem. Helfen würde jenen Dreibeinern, jenen menstruierenden Mitgliedern der Gesellschaft, jenen Weder-Nochs und jenen Beides, die ein Problem mit dem Augenverdrehen haben, Mittel an die Hand zu geben, über verdrehten Augen zu stehen. Aber auch das Mittel, eigene Positionen einem Realitätscheck zu unterziehen. Beides erreicht man nicht in abgeschlossenen Zirkeln.
Verwandte Links:
Lebendiges Matriarchat?
Über einen Referrer bin ich auf einen spannenden Blogbeitrag gestoßen und darunter auf einen noch spannenderen Kommentar der Autorin selbst. Ich hoffe Hannelore ist mir nicht böse wenn ich sie hier fast komplett zitiere.
Ganz sicher bin ich mir nicht ob ich ihr gänzlich zustimme, aber ich finde ihre Ansicht absolut inspirierend.
Ganz sicher bin ich mir nicht ob ich ihr gänzlich zustimme, aber ich finde ihre Ansicht absolut inspirierend.
Ok, Katze, ich stelle mal meine Sicht dar:
1. Matriarchat ist kein Feminismus-Thema und auch nichts speziell “Weibliches” oder gar Spirituelles. Es ist eine Sozialform, ein politisches Gebilde. So wie Demokratie, Sozialismus usw., Matriarchat ist herrschaftsfrei und deshalb eine Akephalie.
2. Matriarchale Sozialstrukturen werden im Web 2.0 umgesetzt, deshalb ist ja die derzeitige Entwicklung so schön.
3. Man kann nur etwas beurteilen, sich dem zu- oder abwenden, wenn man es kennt. Ich habe mich ein paar Jahre mit der Frauenbewegung und der Feminismustheorie beschäftigt, und teilweise Ideen übernommen. 2 Websites von damals stehen noch als Referenz im Web, und dahinter kann ich auch stehen.
4. Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Matriarchat musste ich mich zwangsläufig auch mit den Strukturelementen des Patriarchats auseinandersetzen und habe erkannt, dass Feminismus ja nur im Patriarchat vorkommen kann. Grund genug, mich davon zu distanzieren, den Feminist/innen sind per se patriarchal.
“Ich begrüße die Kehrtwende, das Weibliche zu benennen und sichtbar zu machen.” – Es ist keine Kehrtwende, denn ich habe nie damit aufgehört. Du würdest es beim Lesen merken, wenn es nicht so wäre.
Anfangs habe ich im Internet für die Zielgruppe “Frauen” geschrieben. Das habe ich aufgegeben, ich schreibe jetzt für die Zielgruppe “Menschen”.
Und das ist, was Feministinnen nicht tun, denn dann sind sie keine mehr.
Mir hat gut getan, was Mela Eckenfels von der Piratenpartei dazu sagte: “Ich möchte selbstverständliche Gleichberechtigung statt Feminismus. [...] Versteht das und versteht das wir ‘Frauenpolitik’ für ein Instrument des letzten Jahrhunderts halten, das Ungleichheit zementiert statt sie zu beseitigen. Von Feminismus ganz zu schweigen.”








