Feder & Herd

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February '12



Warum ich mich für kein Amt innerhalb der Piratenpartei zur Verfügung stellen werde

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Der Bundesparteitag (2010.1) der Piratenpartei neigt sich dem Ende zu. Der neue (teils alte) Vorstand wurde gewählt und im Gegensatz zum Vorjahr haben wir keine Frau im Vorstand. Die einzige Frau die sich zur Wahl gestellt hatte - Lena Simon - erhielt nicht die erforderliche Stimmenanzahl für den stellvertretenden Vorsitzenden. Sie hätte (so meine Einschätzung) eine gute Chance gehabt zur Beisitzerin gewählt zu werden, aber sie zog es vor nicht erneut anzutreten. Obwohl die Möglichkeit bestanden hätten. Begründung: Sie hätte sich am Vortag erkältet.



Dass Lena Simon nicht zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde, sehen Aussenstehende und die extreme interne Gender-Fraktion als Zeichen von Sexismus. Dem halte ich entgegen, dass Lena mit ihrer aggressiven Nicht-Kommunikation und tendenziell intrigantem Verhalten viel Porzellan zerschlagen hat. Es hätte sich kaum ein polarisierenderer Kandidat zur Wahl stellen können. Egal welchen Geschlechts. Allenfalls Bodo Thiesen oder Aaron König traue ich ähnliches Potenzial zu, die Partei zu spalten.

Aber wie auch immer. Die Piratenpartei hat nun keinen Minderheitsvertreter im Vorstand. Auch wenn ich die Norm Frauen als Minderheit zu bezeichnen, für eigenwillig sexistisch halte. Wir haben leider auch keinen (bekannt) Behinderten, keinen (bekannt) Transgender, keinen Ausländer und keinen (bekannt) Hartz IV-Empfänger im Vorstand. Ein Umstand der niemand weiter zu stören scheint. Auch und erst recht nicht die Genderfraktion.

Es fragt auch niemand, warum sich kein Behinderter, kein (offen) Transgender etc. zur Wahl gestellt hat. Es wird aber gefragt, warum sich ausser Lena keine weitere Frau für den Vorstand zur Verfügung gestellt hat. Als Grund wird offen der Sexismus der Piratenpartei vermutet. Angeblich würde sich keine Frau in diesen von unterschwelligen Frauenhassern durchsetzten Männerclub wagen.

Nun, ich weiss nicht warum sich die anderen anwesenden Frauen nicht zur Verfügung gestellt haben. Warum ich selbst mich für kein Vorstandsamt als Kandidatin angeboten habe und warum ich generell kein Parteiamt in der Piratenpartei übernehmen werde, möchte ich hier ein für alle Mal klären¹:

Ein Kandidat für ein Parteiamt sollte gewisse Vorraussetzungen mitbringen. Darunter: er ist idealerweise fachkompetent, er ist sozialkompetent, er beherrscht grundlegende Menschenführung und ist in der Lage sich selbst und andere zu organisieren.

Damit habe ich auch schon fast alle Fähigkeiten aufgezählt die ich selbst NICHT oder nicht im aussreichenden Maße besitze.
Als vom Asperger Syndrom betroffene, darf ich mich zwar direkt zu zwei 'Minderheiten' zählen, aber meine soziale Kompetenz ist in homöopathischen Dosen vorhanden und relativ schnell erschöpft. Dazu gesellt sich ausgeprägtes ADS, was es mir schwer macht mich selbst zu organisieren. Ans Organisieren von anderen Menschen oder kontinuierlicher Parteiarbeit ist da erst recht nicht zu denken.

Würde ich einen Posten in der Partei übernehmen wäre es schlecht für mich, da es meine persönlichen Energiereserven über Gebühr beanspruchen würde und es wäre schlecht für die Partei, denn die anfallenden Aufgaben würden nicht adäquat erledigt.

Ein Parteiamt benötigt einen Gärtner und keinen Bock.

Es gibt viele Gründe kein Amt in einer Partei zu übernehmen, selbst wenn man sich für Politik interessiert und etwas bewegen möchte. Leider werden die persönlichen Gründe der nicht-kandidierenden Frauen nie hinterfragt, sondern schlicht Kritiker-gefällig mit Sexismus erklärt.



¹) Leider werde ich immer wieder aufgefordert für ein Parteiamt zu kandidieren. Der Anspruch ich müsse gefälligst kandidieren weil ich eine Frau bin, wird nicht selten ausgesprochen und schwingt mindestens unausgesprochen mit. Die Aufforderung wird im Allgemeinen von Frauen - mal von Nicht-Mitgliedern aber auch von Mitgliederinnen der Piratenpartei selbst - vorbegbracht.
Wenn mir jemand sagt, ich muß einen Frauenberuf ergreifen weil ich eine Frau bin, so ist die Forderung sexistisch. Wenn mir jemand sagt, ich müsse ein Parteiamt ergreifen und meine einzige Qualifikation darin besteht weiblich zu sein, ist diese Forderung nicht im Mindesten weniger sexistisch.
Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass der Sexismus erst durch die angeblichen Streiter gegegen den Sexismus in die Partei getragen wird, denn nur sie sehen mich lediglich als Eierstöcke auf Beinen und als Erfüllungsgehilfin ihrer Ideologie.

Posted by Mela Eckenfels

05/16/2010 at 16:49:44

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Boobquake

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Am Sonntag berichtete ich über den Dummfug eines iranischen Geistlichen, der die unzüchtige Kleidung von Frauen, die wiederum von Männern angeblickt werden, in direkte Relation zur Häufung von Erdbeben setzte.

Ihr erinnert euch sicherlich an den Erdkunde-Unterricht und die Zeit vor mehreren Millionen Jahren, als die Erde jung und ihre Oberfläche in Bewegung war. Mann Mann Mann muß damals viele tief dekoltierter Urschlamm unterwegs gewesen sein und viele männlicher Urschlamm der ihnen ins Dekoltee gestarrt hat.

Gestern berichtete mir mein Göttergatte nun über die "Boobquake"-Initiative und heute fand ich beim Orden des Leibowitz eine Linkzusammenstellung.

Die Bloggerin Jen McCreight ruft darin auf, die Theorie des Geistlichen Hojatoleslam Kazem Sedighi zu überprüfen und am Montag den 26. April möglichst ungehörig gekleidet auf die Straße zu gehen.

Auch wenn ein paar humorbefreite Feministinnen schon wieder am Wettern sind ... vielleicht sollte ich das Korsett mal wieder ausmotten. Natürlich nur im Namen der Wissenschaft.




Posted by Mela Eckenfels

04/24/2010 at 13:06:53

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Daily WTF: Zügellosigkeit und Erdbeben

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"Many women who dress inappropriately ... cause youths to go astray, taint their chastity and incite extramarital sex in society, which increases earthquakes,"




Quelle: http://www.brisbanetimes.com.au/world/extramarital-sex-fuels-earthquakes-20100417-sl64.html


via NineBerry.

Posted by Mela Eckenfels

04/19/2010 at 01:06:00

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Bloggende Frauen oder warum Feder & Herd nicht so populär ist wie Spreeblick

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Jedesmal wenn ich von einem Vortrag, Panel, einer Session höre oder einen Artikel lese, in dem es darum geht dass es mehr weibliche Blogger geben muß, fange ich an den Kopf zu schütteln.



Abgesehen davon, dass es sinnlos ist etwas derartiges zu fordern - es fängt doch niemand mit dem Bloggen an, nur weil sich da jemand hinstellt und sagt: Ihr müsst - geht es den Fordernden (meist weibliche Kunst- und/oder Medienmacher mit Soziologie-Einschlag) selten um die schiere Zahl bloggender Frauen.

Für meinen Teil habe ich 1997/98 kurzzeitig mit dem Bloggen begonnen, damals noch ohne den Begriff überhaupt zu kennen. Mein 'Blog' war eine Art Internet-Beziehungstagebuch, gemeinsam geführt mit meinem späteren Göttergatten, erst seit 2004 führte ich mein Asperger-Blog und seit 2005 dann dieses Blog. Feder & Herd.

Das sind inzwischen satte 5 Jahre und für die deutsche Blogsphäre war ich damit zumindest nicht spät dran.

Also hallo, hier gibt es eine bloggende Frau. Gibt es schon seit einiger Zeit. Allerdings bin ich wohl irgendwie nicht relevant. Hm. Ebenfalls selten bis nie in diesem Zusammenhang erwähnt finde Kathrin Passig, die mit der Riesenmaschine nicht zu den unbekanntesten Bloggerinnen Deutschlands gehört. Vielleicht bin ich ja blind und taub, aber sprechen die Fordernden in diesem Zusammenhang über das Akquiseblog, den PR-Doktor, den Behindertenparkplatz, Kollege Ich, Berufung Selbstständig, dyfustifications ... oder habe ich recht und auch diese Blogs eher so gar nicht erwähnt? Von Textelle oder Textzicke habe ich schon das eine oder andere Mal vernommen, dass sie als bloggende Frauen wahrgenommen werden und Kooptech darf sich gar einer kleinen Berühmtheit erfreuen. Leider immer noch mit dem Unterton 'Das was ihr da macht, Mädels, ist ein netter Anfang, reicht aber noch lange nicht' und wer "Bloggende Frau" nicht wie ein Banner vor sich herträgt, hat ohnehin gleich in diesem Spiel verloren.

Wieder: Hm.

Dann sind da die Foodblogs. Höre ich einmal, dass Foodfreak oder Küchenlatein unter den herausragenden deutschen Bloggerinnen erwähnt wird? Nein. Kochfrosch? Chili und Ciabatta mit knapp 1500 Subscribern alleine im Google Reader? Denkste. (Zum Vergleich: Selbst Carta hat im Google Reader lediglich knapp 1150 Subscriber. Der alte Sack unter den Bloggern Isotopp hat um die 1000 und selbst saschalobo.com - und er wird mir die Erwähnung in diesem Zusammenhang sicher nie verzeihen - blickt nur auf vergleichsweise schlappe 900+ Google-Subscriber.)

Aber halt! Foodbloggende Frauen. Da schnappt die Klischeefalle zu. Wie. können. die. das. nur. den. Frauen. antun! Heimchen am Herd-Alarm! Schlimmer sind ja nur die Strickbloggerinnen und die Bastelmamis! (Bei deren Subscriberzahlen, so mancher und an sich etablierte Blogger der deutschen Blogsphäre kleine Pfützchen auf der Zunge bekäme.)

Doch die einzig gültige Blog-Währung hierzulande, ist immer noch die Verlinkungshäufigkeit einzelner Artikel. Solange nicht also 100 Blogs auf das Rezept der Woche aufspringen und einen 'me too'-Artikel mit gesetzten Backlink bloggen, wird es wohl nichts mit den Ruhmeshallen für weibliche Foodbloggerinnen und Bastelmamis.

Wen nicht innerhalb der ersten 5 Sätze einen üblichen 'Wir brauchen mehr bloggende Frauen'-Artikels, das Gefühl befällt, dass es die richtigen und die falschen weiblichen Bloggerinnen gibt, der hat gar nicht erst soweit gelesen.

Ernstzunehmende(!) weibliche Bloggerinnen ...

... bloggen niemals nicht über die 'weiblichen' Sphären des Lebens. Verpöhnt sind also: Bastelblogs, Strickblocks, Nähblogs, Mamiblogs, Schwangerschaftsblogs, Schulproblemblogs und irgendwie auch Kochblogs. Frauen, die derartige Blogs betreiben, werden grundweg des Verrats an der ernsthafen(!) weiblichen Blogsphäre verdächtigt. Dies gilt nicht für von Männern betriebene Kochblogs. Die sind einfach nur so irrelevant.
... dürfen sich - um als weibliche Bloggerinnen wahrgenommen zu werden - nicht nur über kerlige Themen bloggen. Frauen, die lediglich über Technik und Politik bloggen, stehen im Verdacht sich nur bei den männlichen Bloggern anbiedern zu wollen. Zählen also nicht so wirklich als weibliche Blogger. Der regelmässige Hinweis eine Frau in einer Männerdomäne zu sein, darf auf keinen Fall fehlen. Am Besten beschäftigt man sich in regelmässigen Artikeln mit der weiblichen Blogsphäre wie das Don Alfonso mit dem Rest macht. Nur weiblich eben.
... kommen am Besten irgendwie aus den alten Medien. Denn dann sind sie besonders relevant.
... sollten hin und wieder dann doch zum großen Politikgeschehen das Wort ergreifen. Wegen der Relevanz. Dann aber gerne auch besonders zur Frauenpolitik.
... bloggen nicht gemeinsam mit Kerlen in Blogs die auch noch kommerziell erfolgreich sind.
... werden von irgendjemand anderem als relevant eingestuft. Am Besten von den herkömmlichen Medien.
... gewinnen Blogpreise.
... müssen gefälligst mindestens so oft gelesen werden, wie Spreeblick. (8582 Subscriber bei Google).

Ihr seht also, mit den Bloggerinnen ist das gar nicht so einfach. Denn tatsächlich schwingt eine Forderung unterschwellig immer mit: Es braucht nicht nur mehr weibliche Blogger, nein, die müssen dann gefälligst auch unter der Top 10 der Blogs zu finden sein.

Es muß also DIE RICHTIGE nur DAS RICHTIGE bloggen und dabei noch das Geheimnis eines erfolgreichen Blogs demystifizieren. Nichts einfacher als das. Vielleicht ist es aber auch der Aufruf, die Blogs DER RICHTIGEN unbedingt lesen zu müssen. Eine eingebaute Lesepflicht, der Geschlechtergerechtigkeit zuliebe.

Und wieder mal: Hm.

Also persönlich lese ich Blogs ja, weil sie mich interessieren. Und dabei ist es eher nachrangig ob sie von Johnny Haeusler geschrieben wurden, Sascha Lobo, Christiane Link oder doch einer Bastelmami. (Ja, ich habe tatsächlich Bastelmami-Blogs in meinem Feedreader und ich schäme mich derer nicht einmal.)

Es gibt verdammt viele Bloggerinnen. Es gibt gute Bloggerinnen. Es gibt vielgelesene Bloggerinnen. Berühmte Bloggerinnen die nur wenig gelesen werden und vielgelesene Bloggerinnen die niemand wirklich kennt. Aber die Behauptung ein Blog würde weniger gelesen, weil es von einer Frau geschrieben ist, wäre nun wirklich an den Haaren herbeigezogen.

Wir brauchen keinen Ruf nach mehr oder besseren weiblichen Bloggern. Es reicht einmal über den Tellerrand aus Ignoranz und Arroganz zu schauen um sie zu sehen.

Aber Anleitungen aus dem Elfenbeinturm zum richtigen Bloggen für Frauen ... die braucht keiner.

Das wars.

Wie da fehlt noch was?


Warum Feder & Herd nicht so populär wie Spreeblick ist? Na gut, hier die Kurzfassung:
- immer wieder Postingpausen - chaotischer Themenmix - mitunter unhippe Themen - Jammern auf hohem Niveau - Artikel sind schnell runtergehackt - selten hoher Rechercheaufwand - flappsige Sprache - Nachkorrektur optional - Keine Anwesenheit auf Barcamps/kein Konferenztourismus - Küchen- und Alltagskram - Werbung - kein konsistenter Aufbau der 'Marke' - mehrfach wechselnder Blogname - und last but not least ... ist es vielleicht einfach nicht so gut geschrieben. Nur mein Geschlecht ... das spielt ziemlich sicher keine Rolle.

Posted by Mela Eckenfels

03/23/2010 at 20:04:06

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Godwins Law der Feminismusdiskussionen

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Im Verlauf vieler hitziger Diskussionen im Internet, treten die immer-gleichen Abläufe zu Tage. Diese Abläufe wurden irgendwann in Form von Gesetzmässigkeiten festgehalten. Aus den Usenet-Laws wurden irgendwann die Internet-Gesetze.



Dabei ist Godwins Law sicherlich noch das Bekannteste.




Je länger eine Usenet-Diskussion andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand mit einem unpassenden Nazi-Vergleich auftritt. Normalerweise wird dann die Diskussion für beendet erklärt und der Betreffende steckt tonnenweise *plonk*s ein.




Auch in Netz-Diskussionen zum Thema Feminismus gibt es gewisse Gesetzmäßigkeiten. Der Zeitpunkt sie schriftlich festzuhalten, ist deutlich erreicht, denn es ist unlustig dass derartige Totschlargumente doch immer wieder als 'Argumente' in die Diskussion eingeführt werden. Vorhin auf Twitter habe ich die Gesetze im ärgerlichen Überschwang "Lenas Gesetz" genannt, aber das war vermutlich voreilig. Eher könnte Alice Schwarzer als Namenspatronin der Gesetze genannt worden. Angeblich hatte sie, nach einem Überfall einer Lesbengruppe auf die EMMA-Redaktionsgruppe, den Vorfall mit "Das waren eigentlich Männer" kommentiert.

Und wie lauten nun die Gesetze?


Das Law: Jeder, der in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion behauptet, die den pro-feministischen Thesen und Forderungen widersprechenden Frauen seien unweiblich/gar keine richtigen Frauen/Mannweiber/eigentlich Männer, hat automatisch verloren.

Die erste Ergänzung: Jeder, der in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion behauptet, die den pro-feministischen Thesen und Forderungen widersprechenden Frauen stünden eigentlich nur unter dem männlichem Pantoffel/trauen sich nur nichts gegen die Männer zu sagen, hat ebenfalls verloren.

Die zweite Ergänzung: Jeder, der in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion behauptet, die den pro-feministischen Thesen und Forderungen widersprechenden Frauen würden sich in Wirklichkeit nur bei den männlichen Diskussionsteilnehmern anbiedern wollen, hat aber sowas von verloren.

Die dritte Ergänzung:
Jeder, der in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion behauptet, die den pro-feministischen Thesen und Forderungen widersprechenden Frauen litten eindeutig unter dem Stockholmsyndrom, hat unendlich verloren.


Wird das Law in einer Feminismusdiskussion/Genderdiskussion erfüllt, kann die Diskussion sofort abgebrochen werden, da der Boden der Vernunft verlassen wurde.





Posted by Mela Eckenfels

03/04/2010 at 01:31:02

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Piratinnen: Der offene Brief - Vielfalt statt Grabenkämpfe

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Gemeinsam mit einigen anderen Piraten - jedweden Geschlechts - entstand folgender, offener Brief, der sich an die Initiatorinnen der Piratinnen-Initiative richtet:




Zahlreiche Piraten – jedweden Geschlechts – lehnen den Vorstoß der „Piratinnen“ aus Berlin entschieden ab. Wurde im Bundestagswahlkampf das Genderthema noch von außen an die Partei herangetragen, so ist es umso überraschender, dass diesmal in einer völlig unkoordinierten und intransparenten Initiative eine Genderdiskussion von den eigenen Leuten gezielt in die Medien gebracht wird. Die Initiatorinnen der Diskussion nehmen für sich in Anspruch, für die Mehrheit der Frauen innerhalb der Piratenpartei zu sprechen – ohne jemals vorher den Dialog gesucht zu haben. Es wäre zumindest angebracht gewesen, diese Idee für den Bundesparteitag vorzuschlagen.Vor allem die Herausgabe einer unautorisierten Pressemitteilung sorgte für einigen Unmut, denn diese Genderfrage ist höchst umstritten.

Geschlechterpolitik ist von Beginn an Thema innerhalb der Partei gewesen, jedoch scheint der Vorstoß der Initiatiorin Lena Simon ohne jede Rücksprache mit den entsprechenden Arbeitsgruppen stattgefunden zu haben. Außer der PM wurden auch direkte Interviews mit der TAZ und SpON geführt. Erst mit den Medien zu sprechen halten wir für den falschen Weg!



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Posted by Mela Eckenfels

03/04/2010 at 00:05:28

Posted in Piratenpartei

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Piratinnen: Gedanken zur Nacht

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Spassenshalber hab ich nun mal auf Piratinnen@Piratenwiki durchgeklickt. Die Mitglieder sind natürlich Frauen. Ganze vier Stück.. Hört hört... von denen sich eine schon wieder halb abgesetzt hat.

Die Sympathisanten sind aktuell (Mon Mar 1 02:30:34 CET 2010) komplett männlich. Keine einzige Frau hat sich hier eingetragen.

Bei den Gegnern allerdings, ist bereits der 3. Eintrag erkennbar weiblich. Einer schnellen Zählung nach, sind es deutlich über 10 Frauen, die sich gegen den Mimimimi-Vorstoß aus Berlin richten und ich habe nun (anders als bei den Sympathisanten) nicht in alle Profile reingesehen, um festzustellen ob hinter einem neutralen Nick vielleicht doch eine Frau steckt.


Ich frage mich ob die Sympathisanten vielleicht in die "Mann muß hilflose Frau beschützen"- und die "Nur wer für Feminismus ist, ist kein chauvinistisches Arschloch"-Falle getappt sind.

Haben die Frauen also ein Problem in der Piratenpartei? Und geht es uns besser wenn wir auf die Kerle hören und einige Prinzesschen die - abgesehen von diesem Vorstoß und dem Trällern eines Liedchens - noch nie durch exzessive Parteiarbeit aufgefallen sind?





Posted by Mela Eckenfels

03/01/2010 at 02:37:00

Posted in Piratenpartei

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Kurze Twitterschau zum Piratinnen-Gender-Fail

with 22 Comments

1. ERWEITERUNG

Wir brauchen ja so dringend einen Schonraum für Frauen. Weil wir Frauen so zart und unsicher sind und uns nicht trauen. Unsicher sein ist sowieso ein reines Frauenproblem.

Aber irgendwie sehen Frauen auf Twitter das doch ein bisschen anders:

Twitter-Screenshot
iLoreene: ja schon... ich fühl mich hier ja auch völlig unterdrückt... NIE darf ich was machen xD #mimimi #female #pirat ( @MrNotSure @Michl8383 )


Twitter-Screenshot
PinkPueppi: Klar machen zum Gendern sucks... und auf Piratinnen kann ich getrost verzichten #lmvb #piratinnen-


Twitter-Screenshot
CaeVye: Natürlich haben wir heute nicht die volle Gleichstellung. Den Chauvinismus der 70er haben wir aber auch nicht mehr. #piraten #reality-check


Diese Ablehnung auch und gerade durch Frauen? Beinharte Feministinnen packen sofort wieder die 'Stockholm Syndrom'-Theorie der unterdrückten und gehirngewaschenen Frauen aus. Das Totschlagargument um die Gegner zum Schweigen zu bringen, die sich keinen Sand in die Augen streuen lassen, sondern erkennen, dass es sich um eine geschickte Hintenrum-Taktik handelt, um einer kleinen Gruppe - bevorzugt deren AnführerInnen - einen unrechtmässig höheren Happen an Macht und Einfluß einzubringen. Vorgebracht unter der Mimimimimi-Flagge der angeblichen Benachteiligung:



Twitter-Screenshot
lena_d: Oldschool an der Piratinnen / Piraten Debatte ist vor allem sich einen "Parteitag" zu wünschen der genderwasauchimmer "vorschreibt" #fail


Ebenso bezeichnend ist die Liebe der Initiatorinnen zu piratischen Grundsätzen, wie Transparenz:

Twitter-Screenshot
PinkPueppi: hach...wir sind ja so piratisch und transparent... geschlossener Twitterkanl passt da gut rein #fail #piratinnen


Auch die Befürworter reissen sich sogleich die Maske des Gutmenschen vom Gesicht und hervor kommt: Patronismus.

Twitter-Screenshot
FoeBuD: Das ist übrigens Lena Simon, die den Piraten Werte beibringen wird: http://www.youtube.com/watch?v=Zzs_9suYC28

(Bordkapelle) #piraten




Was bleibt ist die Mißachtung der Frauen, die bereits sehr erfolgreich in der Partei arbeiten. Die ihre Posten - Ja, Posten! - erreicht haben ohne das man ihnen eine Trittleiter hinstellen musste. Und schon tönt die "taz" das Frauen nun endlich auch mitspielen dürfen.

Ein direkter Schlag ins Gesicht der aktiven und engagierten weiblichen Piraten.

Twitter-Screenshot
CaeVye: Frauengruppen, die sich bewusst abgrenzen, um eine Opferrolle zu feiern sind nicht feministisch, sondern von gestern. #piraten #gender


Posted by Mela Eckenfels

02/28/2010 at 19:24:36

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Flüchtige Gedanken zu Piratinnen

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Piratinnen - Klarmachen zum Gendern.

Wird heutzutage über einen Sprecher in einem - wie auch immer gearteten - Kreis Zuhörer die Augen verdreht, liegt es häufiger daran, dass der Sprecher Bullshit redet oder einfach nicht über das Gesagte nachgedacht hat, als daran, dass der Sprecher männlich oder weiblich ist.

Dem Ruf nach einem augenverdreh-freien Umfeld liegt oft eher der Wunsch zugrunde, unwidersprochen Bullshit reden zu dürfen und kein zweites Mal nachdenken zu müssen, als tatsächliche Ablehnung durch Andere.

Unwidersprochen im eigenen Saft Bullshit zu reden, hilft niemandem. Helfen würde jenen Dreibeinern, jenen menstruierenden Mitgliedern der Gesellschaft, jenen Weder-Nochs und jenen Beides, die ein Problem mit dem Augenverdrehen haben, Mittel an die Hand zu geben, über verdrehten Augen zu stehen. Aber auch das Mittel, eigene Positionen einem Realitätscheck zu unterziehen. Beides erreicht man nicht in abgeschlossenen Zirkeln.


Posted by Mela Eckenfels

02/28/2010 at 15:11:21

Posted in Piratenpartei

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Piratenpartei: Frauenmangel, warum?

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Ein möglicher Grund wäre ja, dass ein Gutteil der - politisch aktiven - Frauen sich gar nicht für Bürgerrechte interessiert, sondern nur für Frauenrechte. Solangs der eigenen Klientel gut geht, ist alles in Butter. Kämpfen für die Gesamtheit: Nein, danke.

Deswegen gehen sie dann lieber zu den Grünen. Da kann man das lästige Thema ausblenden oder Dank Frauenstatut sabotieren.


Überzogen? Ach, dann lest doch mal das hier.


Und genau deswegen sind die Grünen keine Alternative, wenn es um Politik für das 21. Jahrhundert geht. Wenn es darum geht menschenwürdiges Leben für Alle zu erhalten. Nicht nur für den menstruierenden Teil der Bevölkerung. Da können sie sich noch so sehr aufplustern und behaupten die Piraten wären überflüssig, weil sie die Themen ja schon abdecken würden. Nein, tun sie eben nicht, wenn das grüne Weibsvolk grade keine Lust zum Zuhören hat. Und eine Partei die Grundrechte mißachtet, kann sie auch nicht überzeugend vertreten.


Jens, wir halten dir bei uns schon mal ein Plätzchen warm, ja?


Posted by Mela Eckenfels

02/06/2010 at 20:59:49

Posted in Piratenpartei

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