Feder & Herd

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  Entries tagged as diskriminierung
February '12



Wenn das Klima von draussen noch nicht rauh genug ist...

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... dann diskriminieren wir uns eben etwas gegenseitig.

So oder so ähnlich muß wohl der Veranstalter des CSDs in München gedacht haben, als er den Münchner KittyCat-Club vom CSD ausschloß.

Zitat:


"Die Veranstalter haben beschlossen, dass erstmals nur Vereine und Unternehmen der Gay Community mit einem Fahrzeug oder als angemeldete Gruppe teilnehmen dürfen. Ein Grund für diese Entscheidung war, dass wir bei Euch und den anderen nicht zur Gay Community gehörenden Teilnehmern keinen direkten Bezug zum CSD mehr sehen konnten. Weder wurde das Motto bzw. der Schwerpunkt des CSD präsentiert noch ein anderes schwules oder lesbisches Thema in irgendeiner Art. Wir hatten den Eindruck, dass der CSD nur Vehikel für die eigenen Anliegen war, d.h. nur als austauschbare Plattform zur eigenen Selbstdarstellung diente."



Was SM mit der schwullesbischen Szene und dem CSD zu tun hat, ist so schnell erklärt...
... das es theoretisch sogar einem bayerischen Homosexuellen begreifbar sein müsste.

Lieber Herr Kluge,

die Verbindung von SM und Homosexualität liegt erst einmal in der Tatsache begründet das es Sexualformen jenseits der Norm sind.

Wir auch Homosexualität wurde Sadomasochismus in der Vergangenheit versucht in die Ecke der krankhaften Sexualneigungen zu schieben und/oder wurde bei Bekanntwerden mit teils schweren Strafen geahndet.
Zur Verbesserrung des Allgemeinwissens lese man zum Beispiel über den Spanner Case

Wer behauptet für die Rechte einer sexuellen Randgruppe zu kämpfen, dabei aber die anderen sexuellen Randgruppen ausschließt und ausgrenzt, wird auf Dauer keinen Erfolg mit dem eigenen Kampf haben, sowie die Basis der Sympathisanten künstlich beschneiden.

Auch nicht ganz unauffällig sollte die breite SM-Community innerhalb der schwullesbischen Szene sein.

Ansonsten:
Viel Spaß dabei im eigenen Saft zu braten.



via SM News

Posted by Mela Eckenfels

06/29/2005 at 08:08:09

Posted in Gesellschaft

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Last modified on 2005-06-30 21:22


Diskriminierung, ahoi

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Heute war wieder einer dieser Tage, an denen ich zum Kalender lief um auf die Jahreszahl zu sehen.

2005.. tatsächlich. Es ist angeblich wirklich das 21. Jahrhundert.

Doch statt das unsere Gesellschaft zivilisierter, aufgeklärter, menschenfreundlicher und fortschrittlicher wird, scheinen wir uns auf einer Abwärtsspirale zu befinden.

Die Lebenserwartung beginnt wieder zu sinken, es besteht wieder ein Zusammenhang zwischen Gesundheit und sozialem Status oder zwischen sozialem Status und Bildungsgrad bzw. späterem beruflichen Erfolg.

Aber statt soziale Faktoren damit in Verbindung zu bringen, packen Wissenschaftler lieber wieder die alte Rassentheorie aus und versuchen endgültig zu beweisen das manches Leben von vorneherein lebenswerter als anderes ist (und man den Rest am Besten von vorneherein in Slums verschimmeln lässt.. gut genug zum Ausbeuten sind sie alle Mal..).

Aber wir müssen nicht in die USA sehen, um dieses ewiggestrige Gedankengut zu bewundern, das scheinbar an unserer Gesellschaft klebt wie Teer und Federn... Während ein Großteil der Bevölkerung endlich begriffen hat, das nicht alle Vanilleeis mögen und ein paar sogar nur dem eigenen Geschlecht zugetan sind, versucht eine Minderheit, dies weiterhin als widernatürlich darzustellen. Mehr noch, sie damit der Rechte zu berauben ein normales, glückliches Familienleben führen zu können.

Bayern klagt gegen Adoptionsrecht

Das Kindeswohl wird angeführt um Sätze zu begründen wie:


Kinder dürften nicht ohne ihren ausdrücklichen Willen ein "Eltern-Umfeld" erhalten, das mit dem Leitbild des Grundgesetzes nicht übereinstimme.


Aha.. dem.. Leitbild des Grundgesetzes.


Artikel 6
[Ehe und Familie; nichteheliche Kinder]
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.


Die Familie wird geschützt. Gut. Ich kann hier jedoch keine Festlegung über die Geschlechtszusammensetzung der Familie erkennen. Nichts auf der Welt, nicht Gott, nicht die CSU und auch nicht das Grundgesetz, kann dafür sorgen das eine klassische Familienzusammensetzung auch wirklich funktioniert.
Bei einer gleichgeschlechtlichen Zusammensetzung kann sie das ebensowenig, aber kein Mensch mit Verstand kann glauben das die Qualität irgendetwas mit der Ausrichtung der Partner zu tun hat.

Ich würde mir wünschen, das menschliches Leben in all seinen Facetten, endlich die verdiente Anerkennung erhält...

Posted by Mela Eckenfels

05/11/2005 at 00:23:37

Posted in Gesellschaft

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