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Erst wenn ...
Erst wenn die letzte Generation Präkariatskinder in der Hauptschule zu Tode gelangweilt wurde, die letzte Internetfirma aus dem Netz geklagt wurde, das letzte Know-How abgewandert und die letzte Uni verfallen ist, wird ihnen auffallen das Deutschland keine Bodenschätze hat.
JMStV-Quiz
Im Moment überschlagen sich ja die Blogartikel der Juristen, die den Wirbel um den neuen JMStV beschwichtigen wollen. Denen wird dann gleich immer von anderen Fachleuten widersprochen. Es bleibt also alles in der Schwebe.
Das Problem, welches ich immer noch sehe, ist einfach die Schwammigkeit der Formulierung "Inhalte die Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen". Das kann alles und nichts sein. Das andere Problem ist, dass immer nur von 'normalen' Blogs gesprochen wird. In meinem Artikel gestern (Deutschland, einig Hinterland)
hatte ich es schon angesprochen. Es gibt Themen die sich im Graubereich bewegen. Die zwar weder pornographisch sind, noch gewaltverherrlichend, noch sonstwas, sich aber mit expliziten Dingen beschäftigen. Einen Teil habe ich gestern schon angesprochen.
Kurz nachdem das Kunstprojekt Heroin Kids ein Bußgeld aufgedrückt bekam, halte ich Beschwichtigungen auch für nahezu fahrlässig. Genau solche Episoden zeigen nämlich, wie sehr wir uns im Minenfeld bewegen und das es alle treffen kann.
Deswegen bitte ich nun zum JMStV-Quiz. Mich würden Eure Einschätzungen zu zwei Seiten interessieren. Zum einen, zu meinem Artikel über eine Shadowrun-Runde. Da ist alles drin, wenn auch nicht sehr deutlich beschrieben. Vergewaltigung, Menschenhandel und (Waffen-)Gewalt. Verpackt als munteres Wochenendspielchen. Shadowrun, oder .... Zum anderen zum Blog eines Freudenmädchens: Neues vom Streetgirl. Wenn schon die Heroin Kids problematisch sind, was ist das dann?
Also, mit eurer laienhaften (oder fachkundigen) Einschätzung: Wie würden diese Seiten nach eurer Ansicht vom neuen JMStV betroffen sein?
Ich freue mich auf eure Meinungen im Kommentarbereich.
Das Problem, welches ich immer noch sehe, ist einfach die Schwammigkeit der Formulierung "Inhalte die Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen". Das kann alles und nichts sein. Das andere Problem ist, dass immer nur von 'normalen' Blogs gesprochen wird. In meinem Artikel gestern (Deutschland, einig Hinterland)
hatte ich es schon angesprochen. Es gibt Themen die sich im Graubereich bewegen. Die zwar weder pornographisch sind, noch gewaltverherrlichend, noch sonstwas, sich aber mit expliziten Dingen beschäftigen. Einen Teil habe ich gestern schon angesprochen.
Kurz nachdem das Kunstprojekt Heroin Kids ein Bußgeld aufgedrückt bekam, halte ich Beschwichtigungen auch für nahezu fahrlässig. Genau solche Episoden zeigen nämlich, wie sehr wir uns im Minenfeld bewegen und das es alle treffen kann.
Deswegen bitte ich nun zum JMStV-Quiz. Mich würden Eure Einschätzungen zu zwei Seiten interessieren. Zum einen, zu meinem Artikel über eine Shadowrun-Runde. Da ist alles drin, wenn auch nicht sehr deutlich beschrieben. Vergewaltigung, Menschenhandel und (Waffen-)Gewalt. Verpackt als munteres Wochenendspielchen. Shadowrun, oder .... Zum anderen zum Blog eines Freudenmädchens: Neues vom Streetgirl. Wenn schon die Heroin Kids problematisch sind, was ist das dann?
Also, mit eurer laienhaften (oder fachkundigen) Einschätzung: Wie würden diese Seiten nach eurer Ansicht vom neuen JMStV betroffen sein?
Ich freue mich auf eure Meinungen im Kommentarbereich.
Deutschland, einig Hinterland
Der Jugendmedienschutzvertrag droht am Horizont. Die letzte Bastion, auf die Netzbewohner hofften, nämlich die frische Regierung in NRW, ist eingeknickt. Aus 'Fraktionszwängen'.
Seit des Zensursula-Desasters überschlagen sich die Parteien in ihren Versuchen sich als DIE Internet-Partei darzustellen. Gescheitert sind sie alle. Ihnen fehlt Expertise, Weitsicht und selbst dort, wo sie Fachwissen frei Haus angeboten bekommen, schlagen sie es ohne zweiten Gedanken in den Wind und machen weiter wie gehabt.
Die Internetpolitik unserer Regierung arbeitet wie ein A300 der aus Versehen vollbesetzt aber ohne Pilot und Co-Pilot abgehoben hat, in schweres Wetter gerät, durch die Stewardess gelandet werden soll, die dabei hinterrücks vom Airmarshal niedergeschlagen wird, der darauf das Gleiche versucht in dem er über eine gestörte Funkverbindung mit Boeing kommuniziert aber den Rat der Fluglotsen in den Wind schlägt.
Ich unternehme nun nicht den 10000. Versuch zu erklären wieso im Detail der JMStV schlecht fürs Internet ist. Dazu gibt es wahrlich genug Postings quer durchs Netz und man wird ohne Probleme mindestens bei Netzpolitik fündig. Fakt ist: Er schafft ein juristisches Minenfeld für jeden Anbieter eines Internetangebots.
Ein juristisches Minenfeld, bei dem nun jeder Einzelne die Überlegung anstellen muß, ob sein Webangebot in irgendeiner Form vom JmStV betroffen sein könnte oder nicht. Eine Frage die für den juristischen Laien nur schwer lösbar sein dürfte, selbst wenn Udo Vetter vom Lawblog zu Gelassenheit aufruft.
Ich schätze sein Engagement und seine Expertise und dennoch fehlt mir in dem Artikel ein wichtiger Teil. Was ist mit Webseiten, die keine Blogs sind? Was ist mit Webseiten, die Informationen oder sonstige Inhalte enthalten, die Sittenwächter als problematisch einstufen könnten. Wie kann ich sicher sein ohne kompetente juristische Beratung?
Zum Beispiel werden meine Blogs Feder & Herd und das ADS Blog bei dem undurchsichtigen Filteranbieter JusProg bereits als bedenklich gelistet. Kontaktversuche um Details zu erfahren, schlugen fehl. Auf meine Nachrichten bekam ich keine Antwort. Gut. Hier verwende ich öfter eine doch recht deftige Ausdrucksweise.. aber wenn ein Selbsthilfeblog schon problematisch ist? Was ist mit http://www.spassguerilla.de/ oder http://www.mela.de/bdsm-de/? Muß ich http://www.mela.de/RPG/ nun komplett durchgehen und auf explizite Szenen prüfen? Und gegebenenfalls mit der sinnnlosen Tag-Nacht-Schaltung versehen? Wird das LARP-Blog unbedenklich sein, wenn doch inzwischen manche LARP als gewaltverherrlichend und amoralisch ansehen? Kann ich es mir noch erlauben Angebote mit User-generated-Content wie http://www.tzw-wiki.de/ anzubieten, auch wenn es im Rollenspiel machmal brutal und erwachsen zugeht?
Als Journalistin bin ich versichert, aber die betreffenden Seiten sind Privatvergnügen. Und was liegt da noch so rum, aus über 12 Jahren ständig gewachsener Webangebote? Und die Zeit die es braucht kann und will ich mir nicht aus den Rippen schneiden.
Doch mal ab von meinen Seiten. Wie werden die Verpflichtungen für Angebote wie Datenschlag aussehen? Oder werden Rollenspielchats wie Ninchens noch betrieben werden können, ohne eine Datenschutzkatastrophe, die die Betreiber zwingt gesicherte Altersverifikation sicherzustellen, nur weil es im Separè manchmal weniger jugendfrei zugeht?
Solange das nicht geklärt ist, gibt es absolut keinen Grund Entwarnung auszurufen. Wenn ich mir beim Aufbau jedes Forums, jedes Wikis erst mal Gedanken über den Jugendschutz machen und juristischen Rat einholen muß, ist dies ein Dolchstoß mitten ins Herz der deutschen Internetgemeinde. Innovationen und neue Angebote werden so sicher behindert werden, wir die Medien jedes Jahr von einem vom Winter vollkommen überraschten Land berichten.
Das tragische daran ist: Es ist gewollt. Für die Verantwortlichen ist der JMStV sorgfältige Gärtnerarbeit im unkrautüberwucherten Internet und sie ignorieren, dass sie tatsächlich mit Agent Orange beladene Flugzeuge schicken. Wie immer, wenn eine politische Entscheidung ansteht, hat man sich für die Variante entschieden, die mehr Kontrolle, mehr Bürokratie und mehr Kosten für die Betroffenen bedeutet. Und dabei wäre die Lösung so einfach.
Wer ums Verrecken Jugendschutz anbieten will, der muß eben eine redaktionell betreute Positivliste anbieten. So einfach, so banal.
Statt dessen liefert man uns den Klops des Jahrhunderts und findet Sendezeiten im Internet allen Ernstes eine tolle Idee.
Ich mich Kris nur anschließen: Es macht keinen Spaß mehr. Man kann keine tollen Sachen im Internet machen, wenn man vor lauter Bürokratie nicht mehr zum Erschaffen kommt.
Deswegen finde ich es nicht doof Internetangebote und Blogs abzuschalten, sondern konsequent. Die Signalwirkung ist stärker, wenn es massenweise geschieht, statt nur punktuell. Über Ideen bin ich dennoch dankbar. Die Idee Blogs eine Stunde am Tag zu blockieren, ist ein Anfang.
Wie wäre es zusätzlich mit einer Woche "Dienst nach Vorschrift"? Eine Woche, in der Internetangebote - nicht nur Blogs, sondern auch Foren, Wikis, etc ..- nur zwischen 22 und 6 Uhr abgerufen werden können? Ja, das tut weh. Ja, das kostet vielleicht den Rang unter den Top 50-Blogs, ja.. wir werden als erste und am Meisten leiden. Aber damit schaffen wir Aufmerksamkeit und rütteln auch noch die Leute auf, denen der JMStV jetzt noch egal ist.
Seit des Zensursula-Desasters überschlagen sich die Parteien in ihren Versuchen sich als DIE Internet-Partei darzustellen. Gescheitert sind sie alle. Ihnen fehlt Expertise, Weitsicht und selbst dort, wo sie Fachwissen frei Haus angeboten bekommen, schlagen sie es ohne zweiten Gedanken in den Wind und machen weiter wie gehabt.
Die Internetpolitik unserer Regierung arbeitet wie ein A300 der aus Versehen vollbesetzt aber ohne Pilot und Co-Pilot abgehoben hat, in schweres Wetter gerät, durch die Stewardess gelandet werden soll, die dabei hinterrücks vom Airmarshal niedergeschlagen wird, der darauf das Gleiche versucht in dem er über eine gestörte Funkverbindung mit Boeing kommuniziert aber den Rat der Fluglotsen in den Wind schlägt.
Ich unternehme nun nicht den 10000. Versuch zu erklären wieso im Detail der JMStV schlecht fürs Internet ist. Dazu gibt es wahrlich genug Postings quer durchs Netz und man wird ohne Probleme mindestens bei Netzpolitik fündig. Fakt ist: Er schafft ein juristisches Minenfeld für jeden Anbieter eines Internetangebots.
Ein juristisches Minenfeld, bei dem nun jeder Einzelne die Überlegung anstellen muß, ob sein Webangebot in irgendeiner Form vom JmStV betroffen sein könnte oder nicht. Eine Frage die für den juristischen Laien nur schwer lösbar sein dürfte, selbst wenn Udo Vetter vom Lawblog zu Gelassenheit aufruft.
Ich schätze sein Engagement und seine Expertise und dennoch fehlt mir in dem Artikel ein wichtiger Teil. Was ist mit Webseiten, die keine Blogs sind? Was ist mit Webseiten, die Informationen oder sonstige Inhalte enthalten, die Sittenwächter als problematisch einstufen könnten. Wie kann ich sicher sein ohne kompetente juristische Beratung?
Zum Beispiel werden meine Blogs Feder & Herd und das ADS Blog bei dem undurchsichtigen Filteranbieter JusProg bereits als bedenklich gelistet. Kontaktversuche um Details zu erfahren, schlugen fehl. Auf meine Nachrichten bekam ich keine Antwort. Gut. Hier verwende ich öfter eine doch recht deftige Ausdrucksweise.. aber wenn ein Selbsthilfeblog schon problematisch ist? Was ist mit http://www.spassguerilla.de/ oder http://www.mela.de/bdsm-de/? Muß ich http://www.mela.de/RPG/ nun komplett durchgehen und auf explizite Szenen prüfen? Und gegebenenfalls mit der sinnnlosen Tag-Nacht-Schaltung versehen? Wird das LARP-Blog unbedenklich sein, wenn doch inzwischen manche LARP als gewaltverherrlichend und amoralisch ansehen? Kann ich es mir noch erlauben Angebote mit User-generated-Content wie http://www.tzw-wiki.de/ anzubieten, auch wenn es im Rollenspiel machmal brutal und erwachsen zugeht?
Als Journalistin bin ich versichert, aber die betreffenden Seiten sind Privatvergnügen. Und was liegt da noch so rum, aus über 12 Jahren ständig gewachsener Webangebote? Und die Zeit die es braucht kann und will ich mir nicht aus den Rippen schneiden.
Doch mal ab von meinen Seiten. Wie werden die Verpflichtungen für Angebote wie Datenschlag aussehen? Oder werden Rollenspielchats wie Ninchens noch betrieben werden können, ohne eine Datenschutzkatastrophe, die die Betreiber zwingt gesicherte Altersverifikation sicherzustellen, nur weil es im Separè manchmal weniger jugendfrei zugeht?
Solange das nicht geklärt ist, gibt es absolut keinen Grund Entwarnung auszurufen. Wenn ich mir beim Aufbau jedes Forums, jedes Wikis erst mal Gedanken über den Jugendschutz machen und juristischen Rat einholen muß, ist dies ein Dolchstoß mitten ins Herz der deutschen Internetgemeinde. Innovationen und neue Angebote werden so sicher behindert werden, wir die Medien jedes Jahr von einem vom Winter vollkommen überraschten Land berichten.
Das tragische daran ist: Es ist gewollt. Für die Verantwortlichen ist der JMStV sorgfältige Gärtnerarbeit im unkrautüberwucherten Internet und sie ignorieren, dass sie tatsächlich mit Agent Orange beladene Flugzeuge schicken. Wie immer, wenn eine politische Entscheidung ansteht, hat man sich für die Variante entschieden, die mehr Kontrolle, mehr Bürokratie und mehr Kosten für die Betroffenen bedeutet. Und dabei wäre die Lösung so einfach.
Wer ums Verrecken Jugendschutz anbieten will, der muß eben eine redaktionell betreute Positivliste anbieten. So einfach, so banal.
Statt dessen liefert man uns den Klops des Jahrhunderts und findet Sendezeiten im Internet allen Ernstes eine tolle Idee.
Ich mich Kris nur anschließen: Es macht keinen Spaß mehr. Man kann keine tollen Sachen im Internet machen, wenn man vor lauter Bürokratie nicht mehr zum Erschaffen kommt.
Deswegen finde ich es nicht doof Internetangebote und Blogs abzuschalten, sondern konsequent. Die Signalwirkung ist stärker, wenn es massenweise geschieht, statt nur punktuell. Über Ideen bin ich dennoch dankbar. Die Idee Blogs eine Stunde am Tag zu blockieren, ist ein Anfang.
Wie wäre es zusätzlich mit einer Woche "Dienst nach Vorschrift"? Eine Woche, in der Internetangebote - nicht nur Blogs, sondern auch Foren, Wikis, etc ..- nur zwischen 22 und 6 Uhr abgerufen werden können? Ja, das tut weh. Ja, das kostet vielleicht den Rang unter den Top 50-Blogs, ja.. wir werden als erste und am Meisten leiden. Aber damit schaffen wir Aufmerksamkeit und rütteln auch noch die Leute auf, denen der JMStV jetzt noch egal ist.
Es hätte schlimmer kommen können
Heute wurde Christian Wulff als nächstes großes Ding für das Amt des Bundespräsidenten verkündet. Nach dem großen Schock, es hätte ja auch Ursula von der Leyen werden können, geht nun der Satz "Es hätte ja auch schlimmer kommen können" durchs Netz. Das Schlimme daran? Es war auch mein erster Gedanke. Es hätte ja auch schlimmer kommen können. Es hätte ja ein Präsident sein können, der den jüngeren Generationen den Haß so offen ins Gesicht schreit wie Ursula von der Leyen. Es hätte ein Präsident sein können, der so offen gegen den Rechtsstaat agiert wie Wolfgang Schäuble. Es hätte ein Präsident sein können, der den Inbegriff von Bestechlichkeit und Gemauschel bedeutet, wie Jürgen Rüttgers. Es könnte mit Sicherheit schlimmer kommen.

Und der Satz brachte mich zum Würgen.
Deutschland ist, spätestens seit die große Koalition das Ruder übernahm, ein Inbegriff von "Es hätte auch schlimmer kommen können." Es hätte auch schlimmer kommen können, mit einer alleinregierenden CDU. Die Situation im Gesundheitssystem ist nicht gut, aber sie könnte schlimmer sein. Die wirtschaftliche Lage ist nicht gut, aber sie könnte schlimmer sein. Die Lage der Studenten nach den Hochschulreformen ... sie könnte schlimmer sein. Der Grundrechteabbau? Könnte schlimmer sein. Die Rettung jedweden maroden Konzerns, bei langsamem Ausbluten der Sozialsysteme? Könnte schlimmer sein. Immerhin sichert es Arbeitsplätze. Das gültige, halbgare, nicht umgesetzte Netzsperrengesetz? Hätte schlimmer kommen können. Angela Merkel? Könnte schlimmer sein. Stellt euch mal vor Roland Koch wäre es geworden.
Nur weil es nicht mit Riesensätzen rückwärts gen Steinzeit geht, sondern mit Trippelschrittchen: Es hätte schlimmer kommen können.
Nichts geht voran. Alles stagniert. Deutschland: In Zeitlupe unterwegs in Richtung eines frühkapitalistischen Feudalstaates ohne jedes Fortschrittspotenzial.
Aber hey... es könnte schlimmer sein.
Und der Satz brachte mich zum Würgen.
Deutschland ist, spätestens seit die große Koalition das Ruder übernahm, ein Inbegriff von "Es hätte auch schlimmer kommen können." Es hätte auch schlimmer kommen können, mit einer alleinregierenden CDU. Die Situation im Gesundheitssystem ist nicht gut, aber sie könnte schlimmer sein. Die wirtschaftliche Lage ist nicht gut, aber sie könnte schlimmer sein. Die Lage der Studenten nach den Hochschulreformen ... sie könnte schlimmer sein. Der Grundrechteabbau? Könnte schlimmer sein. Die Rettung jedweden maroden Konzerns, bei langsamem Ausbluten der Sozialsysteme? Könnte schlimmer sein. Immerhin sichert es Arbeitsplätze. Das gültige, halbgare, nicht umgesetzte Netzsperrengesetz? Hätte schlimmer kommen können. Angela Merkel? Könnte schlimmer sein. Stellt euch mal vor Roland Koch wäre es geworden.
Nur weil es nicht mit Riesensätzen rückwärts gen Steinzeit geht, sondern mit Trippelschrittchen: Es hätte schlimmer kommen können.
Nichts geht voran. Alles stagniert. Deutschland: In Zeitlupe unterwegs in Richtung eines frühkapitalistischen Feudalstaates ohne jedes Fortschrittspotenzial.
Aber hey... es könnte schlimmer sein.
Ihr, Nicht ich!
Dieser Antwort auf die sündenhaft teure “Mutmacher-Kampagne für Deutschland” kann ich mich nur anschließen.
Ich kann mich damit nicht identifizieren, wenn einerseits versucht wird Innovationen zu verhindern - Stichwort: Softwarepatente - und diese dann andererseits vollmundig herbeigeredet werden sollen.
In einem Klima der Repression und Existenzangst ist Kreativität und Innovation einfach ein seltenes Gut. Steckt das Geld das ihr im Augenblick in die eigenen Taschen schaufelt, statt in sinnlose Kampagnen, in die Ausbildung der Leute, die ihr ansprechen wollt. Das könnte helfen...

via Julian
Ich kann mich damit nicht identifizieren, wenn einerseits versucht wird Innovationen zu verhindern - Stichwort: Softwarepatente - und diese dann andererseits vollmundig herbeigeredet werden sollen.
In einem Klima der Repression und Existenzangst ist Kreativität und Innovation einfach ein seltenes Gut. Steckt das Geld das ihr im Augenblick in die eigenen Taschen schaufelt, statt in sinnlose Kampagnen, in die Ausbildung der Leute, die ihr ansprechen wollt. Das könnte helfen...
via Julian

