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Review: Fantastic Four

Wirkt Spiderman schwer und bedeutungsgeladen und manch andere Comic-Verfilmung der letzten Zeit, einfach nur schlecht, kommen die Fantastischen Vier erstaunlich leichtfüßig daher.
Schon nach der ersten Minute hatte ich vergessen, das ich in einer Comic-Verfilmung saß - nein, hatte eher vergessen das ich überhaupt in einem Film saß. Die Schauspieler und Charaktere hatten mich sofort in ihren Bann geschlagen.
Bekommt man in den meisten Filmen dieser Art die Verwandlung der Helden dick aufs Brot geschmiert, wird sie hier ebenfalls - ich kann mich nur wiederholen - so leichtfüßig in die Handlung eingebaut, das es einfach nur Spaß macht und für eine Menge Lacher sorgt. Nun gut. Im Fall von 'The Thing' dann wohl doch eher schwerfüßig.
Allerdings wäre es wohl zu schön um wahr zu sein, wenn ich mich über den gesamten Film derart schwärmerisch äussern könnte.
Sieht man sich diverse Comic-Verfilmungen, oder generell Filme der letzten zwei bis drei Jahre an, gewinne zumindest ich des öfteren den Eindruck, das gerade bei zugkräftigen Namen, bzw. bereits gut eingeführten Themen an der Qualität gespart wird.
Mit anderen Worten: 'Die Leute werden ohnehin in den Film rennen, weil sie Fan von Figur XYZ sind, da brauchen wir uns nicht mehr so überaus anzustrengen.'
Die Fantastischen Vier heben sich hier im großen und ganzen positiv ab. Die Story ist sauber herausgearbeitet und die Dialoge besitzen Inhalt und Sinn. Der ganze Film ist nicht krude zusammengeschustert, sondern handwerklich gut.
Bis auf einige Special Effects.
Special Effects sind - für mich - dann schlecht, wenn sie mir im Film als solche auffallen, also nicht 'echt' wirken.
Bei den Fantastischen Vier wurde hier weitgehend sauber gearbeitet, bis auf einen Teil der Gummi-Dehnungsszenen von Mr. Fantastic. Diese wirken derart unbegabt computeranimiert, das von einem Fünfzehnjährigen mit genug Zeit und Equipment besseres erwartet werden kann.
Wirklich schade, denn ansonsten könnte man den Film als runde, gelungene Comic-Verfilmung betrachten, bei der weder die Schauspieler, noch das Drehbuch, noch die sonstige Umsetzung enttäuschte.
Prädikat: Sehr gutes Popcorn-Kino, das man als Liebhaber von Comic-Kultur auf jeden Fall gesehen haben sollte. 106 Minuten ansprechende Unterhaltung.
![]() | (Book) Jeff Christiansen Released: Mai 2005 | ![]() | (Music) Ost/John Ottman Released: 11. Juli 2005 |
![]() | (Music) Various Released: 18. Juli 2005 | ![]() | (Music) Fantastic Four Released: 20. Juni 2005 |

Die Fantastischen Vier - Der Beginn einer Legende (DVD)
Rezension: Batman Begins

SPOILERWARNUNG!!
Nachdem Batmans Team von Film zu Film um einen weiteren Mitstreiter bereichert wurde und wir endlich auch bei 'Batperson' angekommen waren, führt uns Batman Begins nun zum Anfang der Legende des Fledermaus-Mannes zurück.
Der Zuschauer erfährt nach und nach, mit vielen Zeitsprüngen, die einen mitunter auch verwirren können, wie zuerst Bruce Waynes Angst vor Fledermäusen entstand, seine Eltern getötet und aus ihm ein, vor allem anderen, rachsüchtiger, junger Mann wurde. Ein Mann, der sich, nachdem ihm ein anderer zuvorgekommen war und den Mörder seiner Eltern tötete, auf eine Reise um die Welt begab um die Denkweise von Verbrechern kennenzulernen...
Allerdings landet er selbst wie ein Verbrecher in einem Gefängnis irgendwo im hintersten Winkel des asiatischen Kontinents.
Ein geheimnissvoller Mann - Liam Neeson in einer erstaunlich ambivalenten Rolle - tritt dort mit ihm in Kontakt und offeriert ihm, zu finden was er eigentlich sucht. Er wird aus dem Gefängnis freigelassen und kämpft sich, mit einer bestimmten blauen Blume, den Weg zu einem Gipfelkloster im Himalaya.
Dort trifft er auf eine geheimnisvolle 'Gesellschaft der Schatten' die ihn in der Kunst des Ninjutsu unterrichtet, bis er bereit scheint ihnen beizutreten. Doch Wayne erfüllt ihre Forderung nicht, einen Verbrecher hinzurichten und danach Gotham City untergehen zu lassen, sondern jagt stattdessen das Kloster in die Luft.
Zurück in Gotham wird er zur Legende Batman und darf gleich einmal unerwarteten Gegnern gegenüberstehen...
Batman Begins ist gutes Popcorn Kino, mit leichten Längen. Während der Mittelteil durchaus packend ist, beschleicht einen gegen Ende doch der Gedanke ob die durchschnittliche Filmlänge nicht langsam erreicht ist.
Batmans Gegner sind diesmal weniger schrill und aufdringlich, eigentlich findet man Liam Neeson als Bösen immer noch total toll und will mehr von ihm sehen. Dadurch fällt dann leider auf, das bei der Darstellung von Batman selbst hie und da etwas zu dick, sprich penetrant, aufgetragen wurde.
Christian Bale wird sicherlich nicht allzu schnell zu meinem Lieblingsschauspieler mutieren. Selbst Keanu Reeves verfügt über ein breiteres Repertoire an Gesichtsausdrücken und Christian Bale wurde von allen ihn umgebenden Schauspielern locker an die Wand gespielt.
Michael Caine ist in diesem Film wieder einmal ein göttlicher Genuß, ebenso Gary Oldman, der überraschenderweise den guten Cop Jim Gordon gibt, statt einem Bösewicht oder Irren. Selbst der mir bis dahin unbekannte Cillian Murphy, als skrupelloser und leicht durchgeknaller Nervenarzt Dr. Jonathan Crane, trägt mehr schauspielerische Leistung bei als der Hauptdarsteller.
Die Liebesgeschichte ist wiederum angenehm unaufdringlich und somit würde ich den Film als recht gelungen ansehen. Es ist sicher nicht einfach, die Vorgeschichte zu bisher schon erschienenen Filmen erzählen zu müssen und das auch noch so anregend dass es die Zuschauer sehen wollen. Diese Mission wurde erfolgreich abgeschlossen.
Die Fragen wieso in einem Kloster im Himalaya ausgerechnet Ninjutsu gelehrt wird und ähnliche kleinen Logikfragen, läßt man am Besten ganz ausser Acht.
Die Story ist, aus Comic-Kunst Sicht, in sich schlüssig und schön erzählt. Und dem Auge wird einiges an Futter geboten.
Prädikat: Leichte Schwächen aber für Freunde dieses Genres durchaus sehenswert.
![]() | (Book) Scott Beatty Released: Juni 2005 | ![]() | (Book) Dennis O'Neil, Ralf Schmitz Released: Juni 2005 | ![]() | (Music) Hans Zimmer & James Newton Howard Released: 13. Juni 2005 |








