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Die Twitter-Wahl-Finte
Bei deutschen Wahlen liegt etwas im Argen. Flächendeckend wird darauf verzichtet den Personalausweis zu kontrollieren, so das beinahe jeder auch unproblematisch mit dem Wahlschein von Tante Hilda wählen gehen kann, ausser vielleicht in kleinen Dörfern wo jeder jeden kennt.
Das die Schlamperei bei der Auszählung weitergeht bewiesen die Stimmen für die Piraten die - Whoops - verloren gegangen waren. Aber nur bei den Piratenstimmen fiel es auf, denn wenn statt einer Handvoll Stimmen auf einmal gar keine dastehen, ist das doch etwas auffällig. Wenn hie und da beim Auszählen mal ein halbes Dutzend Stimmen der falschen Partei zugeschlagen werden ... wer bemerkt das schon? Neu auszählen wenn man Unregelmässigkeiten bemerkt? Aber dann säße man doch noch länger im Wahllokal und kann nicht gemütlich zu Hause die Wahl im Fernsehen ansehen.
Das Radio mit den ersten Wahlberichterstattungen im Wahlbüro ausstellen? Unfug? Parteien die unauffällig ihre Programme noch vor dem Wahllokal ablegen? Whoopsie.
Schlamperei und sträflich ignorantes Verhalten in Wahlbezirken von der dänischen Grenze bis ins Allgäu. Gerade so als wäre die Wahl ein Happening bei dem ohnehin nur der Status Quo abgenickt werden soll und keine ernste Einflussnahme des Volkes auf die Politik. Dank fehlender Basisdemokratie auch noch die einzige Einflussnahme auf die Bundespolitik auf vier Jahre hinaus.
Aber was berichtet die überregionale Presse darüber? Die ehemals freie Presse, heute auch Claqueure der großen Parteien?
Genau, da will jemand vorher was getwittert haben und das hat die Wahl in Gefahr gebracht.
Geschickt die wahren Probleme verschleiert und ein neues Medium verteufelt. Respekt.
Das die Schlamperei bei der Auszählung weitergeht bewiesen die Stimmen für die Piraten die - Whoops - verloren gegangen waren. Aber nur bei den Piratenstimmen fiel es auf, denn wenn statt einer Handvoll Stimmen auf einmal gar keine dastehen, ist das doch etwas auffällig. Wenn hie und da beim Auszählen mal ein halbes Dutzend Stimmen der falschen Partei zugeschlagen werden ... wer bemerkt das schon? Neu auszählen wenn man Unregelmässigkeiten bemerkt? Aber dann säße man doch noch länger im Wahllokal und kann nicht gemütlich zu Hause die Wahl im Fernsehen ansehen.
Das Radio mit den ersten Wahlberichterstattungen im Wahlbüro ausstellen? Unfug? Parteien die unauffällig ihre Programme noch vor dem Wahllokal ablegen? Whoopsie.
Schlamperei und sträflich ignorantes Verhalten in Wahlbezirken von der dänischen Grenze bis ins Allgäu. Gerade so als wäre die Wahl ein Happening bei dem ohnehin nur der Status Quo abgenickt werden soll und keine ernste Einflussnahme des Volkes auf die Politik. Dank fehlender Basisdemokratie auch noch die einzige Einflussnahme auf die Bundespolitik auf vier Jahre hinaus.
Aber was berichtet die überregionale Presse darüber? Die ehemals freie Presse, heute auch Claqueure der großen Parteien?
Genau, da will jemand vorher was getwittert haben und das hat die Wahl in Gefahr gebracht.
Geschickt die wahren Probleme verschleiert und ein neues Medium verteufelt. Respekt.
Piratenpartei: Zum Wahlergebnis
Nun ist sie also vorbei. Die erste Fahrt in tiefen Gewässern, nach dem Stapellauf Europawahl. Auf Twitter höhnen die Gegner über das 'Kentern' des Piratenschiffes und sogar manche Piraten reden von einer Niederlage. Hallo?
Rekapitulieren wir doch mal. Nachdem alle Wahlbezirke ausgezählt sind sieht das Ergebnis der Zweitstimmen folgendermaßen aus:
Bei einer Wahlbeteiligung von 70,8 konnten die Piraten glatt 2% der Wähler für sich entscheiden. Das bedeutet genau 845.904 Wähler haben ihren Änderhaken gesetzt
Das bedeutet im Gegensatz zur Euroawahl mit 229.464 Wählerstimmen konnten wir 616.440 neue Wähler hinzugewinnen.
Bei der Eurppawahl waren die Piraten nahezu unbekannt. Innerhalb von 4 Monaten konnten wir pro Monat also 154.110 weiteren Wählern die Partei nicht nur bekannt machen, sondern sie auch noch überzeugen uns wählen. Also könnte man sagen wir haben 4 mal die komplette Einwohnerschaft Oldenburgs davon überzeugt ihren Haken bei den Piraten zu setzen.
Auf 1 Mitglied der Piratenpartei kommen knapp 89 Wähler.
Und das ganze obwohl
- wir in den Medien beharrlich totgeschwiegen wurden.
- möglicherweise SPD- oder CDU-nahe Lokalmedien von 'Oben' aufgefordert wurden nicht über die Piratenpartei zu berichten.
- jedesmal wenn wir dennoch in den Medien erwähnt wurden, diese viel Sendezeit darauf verwendeten die'Tauss-Affäre' erneut zu erklären anstatt auf unsere Inhalte einzugehen.
- Inhalte, wenn sie doch erwähnt wurden, bis zur Unkenntlichkeit verzerrt dargestellt wurden.
- immer daraufhin gewiesen wurde das wir ja nur ein Thema haben - selbst wenn zuvor mehrere unserer Themen genannt wurden.
- wir mit nur sehr geringen Wahlkampfmitteln an den Start gingen.
- jede andere Partei sich nicht zu blöd war, jedesmal wenn sie uns erwähnte mit Unwissen, Halbwahrheiten oder auch direkten Lügen um sich zu werfen.
- auch ansonsten mit ideologischem/dogmatischen Schlamm geworfen wurde.
- uns hinter uns keine breite Bewegung, ähnlich der Friedensbewegung steht, sondern vor allem die eher unorganisierte und schwarmartige Netzgemeinde.
- kleine Parteien normalerweise bei der Bundestagswahl unter ihrem Ergebnis der Europawahl bleiben.
- Anhänger der Partei ihr mit Heise-Forum-artigen Troll-Ausbrüchen keinen Gefallen taten. Man gewinnt nun mal niemanden für sich, den man bedroht, beschimpft und zum Schweigen bringen will, nur weil er eine ander Meinung vertritt oder einfach uninformiert ist.
Bemerkenswert auch: Die Grünen erreichten bei ihrer ersten Bundestagswahl 1,5%. Wir liegen (trotz der 'fehlenden breiten Bewegung') 0,5% darüber.
Deswegen möchte ich behaupten... jeder Piratenwähler ist ein Qualitätswähler.
Jeder Wähler hat die Lethargie in diesem Land nichts mehr bewegen zu können abgestreift und ist zur Wahl gegangen. Hat sich Gedanken gemacht, wieso und weshalb er seine Stimme dieser kleinen Partei gibt, während vermutlich viele ehemalige SPD aus Frust gar nicht mehr aus dem Sessel aufgestanden sind. Immerhin ist die Zahl der Nichtwähler um 6,6% gestiegen. Auch das ein Armutszeugnis für die großen Parteien.
Alles in allem gibt es also absolut keine Gründe in dem Ergebnis eine Niederlage zu sehen oder sich etwa sogar demotivieren zu lassen. Im Gegenteil. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Nächstes Jahr stehen Landtagswahlen in NRW an. Unsere Strukturen müssen weiter aufgebaut werden, um das Wachstum strukturiert zu bekommen und vor allem auch die Pressearbeit auf Länderebene muß auf etwas sicherere Füße gestellt werden.
Nur eines sollten wir nicht tun: Nun nach mehr Wählerstimmen zu schielen und auf Dogmatiker anzuspringen nur um Massenkompatibler zu werden. Wir müssen ehrlich bleiben und uns treu.
Rekapitulieren wir doch mal. Nachdem alle Wahlbezirke ausgezählt sind sieht das Ergebnis der Zweitstimmen folgendermaßen aus:
Bei einer Wahlbeteiligung von 70,8 konnten die Piraten glatt 2% der Wähler für sich entscheiden. Das bedeutet genau 845.904 Wähler haben ihren Änderhaken gesetzt
Das bedeutet im Gegensatz zur Euroawahl mit 229.464 Wählerstimmen konnten wir 616.440 neue Wähler hinzugewinnen.
Bei der Eurppawahl waren die Piraten nahezu unbekannt. Innerhalb von 4 Monaten konnten wir pro Monat also 154.110 weiteren Wählern die Partei nicht nur bekannt machen, sondern sie auch noch überzeugen uns wählen. Also könnte man sagen wir haben 4 mal die komplette Einwohnerschaft Oldenburgs davon überzeugt ihren Haken bei den Piraten zu setzen.
Auf 1 Mitglied der Piratenpartei kommen knapp 89 Wähler.
Und das ganze obwohl
- wir in den Medien beharrlich totgeschwiegen wurden.
- möglicherweise SPD- oder CDU-nahe Lokalmedien von 'Oben' aufgefordert wurden nicht über die Piratenpartei zu berichten.
- jedesmal wenn wir dennoch in den Medien erwähnt wurden, diese viel Sendezeit darauf verwendeten die'Tauss-Affäre' erneut zu erklären anstatt auf unsere Inhalte einzugehen.
- Inhalte, wenn sie doch erwähnt wurden, bis zur Unkenntlichkeit verzerrt dargestellt wurden.
- immer daraufhin gewiesen wurde das wir ja nur ein Thema haben - selbst wenn zuvor mehrere unserer Themen genannt wurden.
- wir mit nur sehr geringen Wahlkampfmitteln an den Start gingen.
- jede andere Partei sich nicht zu blöd war, jedesmal wenn sie uns erwähnte mit Unwissen, Halbwahrheiten oder auch direkten Lügen um sich zu werfen.
- auch ansonsten mit ideologischem/dogmatischen Schlamm geworfen wurde.
- uns hinter uns keine breite Bewegung, ähnlich der Friedensbewegung steht, sondern vor allem die eher unorganisierte und schwarmartige Netzgemeinde.
- kleine Parteien normalerweise bei der Bundestagswahl unter ihrem Ergebnis der Europawahl bleiben.
- Anhänger der Partei ihr mit Heise-Forum-artigen Troll-Ausbrüchen keinen Gefallen taten. Man gewinnt nun mal niemanden für sich, den man bedroht, beschimpft und zum Schweigen bringen will, nur weil er eine ander Meinung vertritt oder einfach uninformiert ist.
Bemerkenswert auch: Die Grünen erreichten bei ihrer ersten Bundestagswahl 1,5%. Wir liegen (trotz der 'fehlenden breiten Bewegung') 0,5% darüber.
Deswegen möchte ich behaupten... jeder Piratenwähler ist ein Qualitätswähler.
Jeder Wähler hat die Lethargie in diesem Land nichts mehr bewegen zu können abgestreift und ist zur Wahl gegangen. Hat sich Gedanken gemacht, wieso und weshalb er seine Stimme dieser kleinen Partei gibt, während vermutlich viele ehemalige SPD aus Frust gar nicht mehr aus dem Sessel aufgestanden sind. Immerhin ist die Zahl der Nichtwähler um 6,6% gestiegen. Auch das ein Armutszeugnis für die großen Parteien.
Alles in allem gibt es also absolut keine Gründe in dem Ergebnis eine Niederlage zu sehen oder sich etwa sogar demotivieren zu lassen. Im Gegenteil. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Nächstes Jahr stehen Landtagswahlen in NRW an. Unsere Strukturen müssen weiter aufgebaut werden, um das Wachstum strukturiert zu bekommen und vor allem auch die Pressearbeit auf Länderebene muß auf etwas sicherere Füße gestellt werden.
Nur eines sollten wir nicht tun: Nun nach mehr Wählerstimmen zu schielen und auf Dogmatiker anzuspringen nur um Massenkompatibler zu werden. Wir müssen ehrlich bleiben und uns treu.
No sleep till Bundestag
Bitte arbeitet an der Wiki-Seite No sleep till Bundestag mit und organisiert Last-Minute-Wahlkampfaktionen!
Jede Stimme zählt! Klarmachen zum Ändern!
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No sleep till Bundestag - BaWü-Ticket-Edition
**** AKTUELL ****
Es gibt für die Orgaseite im Wiki. Tragt euch dort bitte ein!
**** END AKTUELL ****
Noch zwei Tage bis zur Bundestagswahl und jede Stimme zählt um die 5% Hürde zu nehmen. Die gar nicht so unwahrscheinlich ist. Oder zumindest nicht so unwahrscheinlich wäre wenn all jene Piraten wählen würden, die die Piraten wählen würden, wenn sie sicher über die 5%-Hürde kämen.
Immer noch ist eines unserer größten Probleme der Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung. Trotz rasantem Wachstum berichtet die Presse kaum und oberflächlich - was kein Wunder darstellt, wenn sie teilweise indirekt der SPD oder der CDU gehört - und auch bei Raab scheut man sich nicht die Wählerbeteiligung zu einem genehmen Ergebnis zurechtzustutzen.
Wenig Medienecho heisst das wir unsere Hintern bewegen müssen und die Piraten landauf landab machen es vorbildlich vor. Die Piraten in Mittelfranken haben 'No sleep till bundestag' ausgerufen. Persönlich werde ich das nicht ganz schaffen, aber zu einer Idee möchte ich Mitpiraten aufrufen:
Da ich annehme das der Karlsruher Infostand am Samstag ebenso gut besetzt ist wie an den letzten Tagen, würde ich gerne Samstag vormittag, bewaffnet mit einem Baden-Württemberg-Ticket, Flaggen, Infomaterial, Guerilla Marketing-Equipment und idealerweise auch einer Handvoll treuer Mitpiraten in See stechen.
Der Plan sieht vor unter Zuhilfenahme des Baden-Württembergtickets kreuz und quer durchs Ländle zu fahren und Flagge zu zeigen. Guerilliamaterial in Orten mit Bahnanbindung zu hinterlassen und die Wartephasen beim Umsteigen zu nutzen um Leute anzusprechen.
Infostände gibt es nur in den Städten. Lasst uns die Kunde auch ins entlegene Land tragen.
Wer macht mit?
Es gibt für die Orgaseite im Wiki. Tragt euch dort bitte ein!
**** END AKTUELL ****
Noch zwei Tage bis zur Bundestagswahl und jede Stimme zählt um die 5% Hürde zu nehmen. Die gar nicht so unwahrscheinlich ist. Oder zumindest nicht so unwahrscheinlich wäre wenn all jene Piraten wählen würden, die die Piraten wählen würden, wenn sie sicher über die 5%-Hürde kämen.
Immer noch ist eines unserer größten Probleme der Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung. Trotz rasantem Wachstum berichtet die Presse kaum und oberflächlich - was kein Wunder darstellt, wenn sie teilweise indirekt der SPD oder der CDU gehört - und auch bei Raab scheut man sich nicht die Wählerbeteiligung zu einem genehmen Ergebnis zurechtzustutzen.
Wenig Medienecho heisst das wir unsere Hintern bewegen müssen und die Piraten landauf landab machen es vorbildlich vor. Die Piraten in Mittelfranken haben 'No sleep till bundestag' ausgerufen. Persönlich werde ich das nicht ganz schaffen, aber zu einer Idee möchte ich Mitpiraten aufrufen:
Da ich annehme das der Karlsruher Infostand am Samstag ebenso gut besetzt ist wie an den letzten Tagen, würde ich gerne Samstag vormittag, bewaffnet mit einem Baden-Württemberg-Ticket, Flaggen, Infomaterial, Guerilla Marketing-Equipment und idealerweise auch einer Handvoll treuer Mitpiraten in See stechen.
Der Plan sieht vor unter Zuhilfenahme des Baden-Württembergtickets kreuz und quer durchs Ländle zu fahren und Flagge zu zeigen. Guerilliamaterial in Orten mit Bahnanbindung zu hinterlassen und die Wartephasen beim Umsteigen zu nutzen um Leute anzusprechen.
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Wer macht mit?

