Review Harry Potter: No Dragons were harmed in the making of this movie
![]() | (Book) Joanne K. Rowling, Rufus Beck Released: September 2005 |
Gestern war es endlich soweit. Wir brachen auf um uns "Harry Potter und der Feuerkelch" im Kino anzusehen.
Meine Vorfreude war groß, aber im Vorfeld hatten wir nicht viel Gutes über den Film gehört. Nunja.
Ich für meine Person wurde angenehm enttäuscht.
Ja, Harry Potter ist ein Kinder- (inzwischen eher Jugend-) Buch. Ja, die Zielgruppe des Filmes sind keine Thirtysomething, sondern Jugendliche... oder Erwachsene die sich weigern in das Stadium des Erwachsenseins einzutreten. Wie mich.
Mit diesem Wissen kann man dann auch gelinde jegliches Meckern über die Kinder- bzw. Jugendkompatibilität einstellen, sich zurücklehnen und genießen.
Teil 1 und 2 war erträglich - was für Chris Columbus wohl schon eine reife Leistung darstellt. Teil 3 begann zu fesseln. Teil 4 liess gegenüber Teil 3 kaum Schwächen blicken und ist cineastisch immernoch Klassen über 1 und 2 anzusiedeln.
Ausstattung und Trickeffekte sind ein vorgezogenes Weihnachtsfest fürs Auge. Selbst wenn ich eher zu der Kategorie der Menschen gehöre, die Effekten ohne Geschichte nichts abgewinnen können... alleine für die Aufnahmen der großen Halle oder der Triwizard-Arena würde ich den Film wieder und wieder ansehen.
Die Geschichte war mir als treue Harry Potter Leserin natürlich bekannt, daher juckte es mich auch relativ wenig das der Film mit Volldampf durch diese hindurchmarschiert. The Goblet of Fire ist - meiner persönlichen Meinung nach - das Harry Potter Buch, in dem die Story am dichtesten gepackt wurde. Es wäre ein Ding der Unmöglichkeit jede Facette des Buchs auch in den Film zu übertragen.
Die Auswahl der Schwerpunkte fand ich stimmig genug um den Zuschauer zu fesseln, die Weglassungen dezent genug um die Geschichte auch ohne das Buch gelesen zu haben, zu verstehen und den Anschluß auf den nächsten Teil nicht zu verlieren.
Die neuen Nebenfiguren konnten natürlich nicht so tief eingeführt werden, wie es im Buch möglich war.. aber auch hier: Tief genug um den Genuß nicht zu stören...
Die Entwicklung altbekannter Nebenfiguren war ausgesprochen erfreulich. Severus Snape hat nicht mehr den albernen Touch der ersten beiden Filme, mein persönlicher Lieblingscharakter Neville Longbottom bekommt mehr und mehr Profil. Das Hermione Granger stärker mit weiblichen Attributen glänzen darf.. well.. schon im ersten Film wurde ihr ja eine gute Szene (Das Logikrätsel im Dungeon) weggenommen und durch eine rührselige Laberszene ersetzt; aber wenigstens sah sie zum Anbeissen aus.
Alles in allem war Harry Potter and the Goblet of Fire (wir haben ihn im Original angesehen) ein rundes Vergnügen. Rasant, fesselnd, emotional, düster. Einer der wenigen Filme, während denen ich das Bedürfnis hatte, sie im Anschluß gleich noch einmal anzusehen.
Also gebt eure Vorbehalte und euer abgehobenes 'Darüber stehen' an der Kinokasse ab und gönnt euch 2 1/2 Stunden Verzauberung.
![]() | (Book) Joanne K. Rowling, Klaus Fritz Released: 12. Oktober 2000 |
Raumschiff Enterprise muß unrepariert bleiben
... denn der Held des Maschinenraums Montgomery Scott ist über die große Barriere geflogen und wird nicht zurückkehren.
James Doohan, der unter Alzheimer litt, starb heute morgen um 5:30 in seinem Zuhause.
He is dead, Jim!.
Farewell, Scotty.
James Doohan, der unter Alzheimer litt, starb heute morgen um 5:30 in seinem Zuhause.
He is dead, Jim!.
Farewell, Scotty.
Review: Fantastic Four

Wirkt Spiderman schwer und bedeutungsgeladen und manch andere Comic-Verfilmung der letzten Zeit, einfach nur schlecht, kommen die Fantastischen Vier erstaunlich leichtfüßig daher.
Schon nach der ersten Minute hatte ich vergessen, das ich in einer Comic-Verfilmung saß - nein, hatte eher vergessen das ich überhaupt in einem Film saß. Die Schauspieler und Charaktere hatten mich sofort in ihren Bann geschlagen.
Bekommt man in den meisten Filmen dieser Art die Verwandlung der Helden dick aufs Brot geschmiert, wird sie hier ebenfalls - ich kann mich nur wiederholen - so leichtfüßig in die Handlung eingebaut, das es einfach nur Spaß macht und für eine Menge Lacher sorgt. Nun gut. Im Fall von 'The Thing' dann wohl doch eher schwerfüßig.
Allerdings wäre es wohl zu schön um wahr zu sein, wenn ich mich über den gesamten Film derart schwärmerisch äussern könnte.
Sieht man sich diverse Comic-Verfilmungen, oder generell Filme der letzten zwei bis drei Jahre an, gewinne zumindest ich des öfteren den Eindruck, das gerade bei zugkräftigen Namen, bzw. bereits gut eingeführten Themen an der Qualität gespart wird.
Mit anderen Worten: 'Die Leute werden ohnehin in den Film rennen, weil sie Fan von Figur XYZ sind, da brauchen wir uns nicht mehr so überaus anzustrengen.'
Die Fantastischen Vier heben sich hier im großen und ganzen positiv ab. Die Story ist sauber herausgearbeitet und die Dialoge besitzen Inhalt und Sinn. Der ganze Film ist nicht krude zusammengeschustert, sondern handwerklich gut.
Bis auf einige Special Effects.
Special Effects sind - für mich - dann schlecht, wenn sie mir im Film als solche auffallen, also nicht 'echt' wirken.
Bei den Fantastischen Vier wurde hier weitgehend sauber gearbeitet, bis auf einen Teil der Gummi-Dehnungsszenen von Mr. Fantastic. Diese wirken derart unbegabt computeranimiert, das von einem Fünfzehnjährigen mit genug Zeit und Equipment besseres erwartet werden kann.
Wirklich schade, denn ansonsten könnte man den Film als runde, gelungene Comic-Verfilmung betrachten, bei der weder die Schauspieler, noch das Drehbuch, noch die sonstige Umsetzung enttäuschte.
Prädikat: Sehr gutes Popcorn-Kino, das man als Liebhaber von Comic-Kultur auf jeden Fall gesehen haben sollte. 106 Minuten ansprechende Unterhaltung.
![]() | (Book) Jeff Christiansen Released: Mai 2005 | ![]() | (Music) Ost/John Ottman Released: 11. Juli 2005 |
![]() | (Music) Various Released: 18. Juli 2005 | ![]() | (Music) Fantastic Four Released: 20. Juni 2005 |

Die Fantastischen Vier - Der Beginn einer Legende (DVD)
Rezension: Batman Begins

SPOILERWARNUNG!!
Nachdem Batmans Team von Film zu Film um einen weiteren Mitstreiter bereichert wurde und wir endlich auch bei 'Batperson' angekommen waren, führt uns Batman Begins nun zum Anfang der Legende des Fledermaus-Mannes zurück.
Der Zuschauer erfährt nach und nach, mit vielen Zeitsprüngen, die einen mitunter auch verwirren können, wie zuerst Bruce Waynes Angst vor Fledermäusen entstand, seine Eltern getötet und aus ihm ein, vor allem anderen, rachsüchtiger, junger Mann wurde. Ein Mann, der sich, nachdem ihm ein anderer zuvorgekommen war und den Mörder seiner Eltern tötete, auf eine Reise um die Welt begab um die Denkweise von Verbrechern kennenzulernen...
Allerdings landet er selbst wie ein Verbrecher in einem Gefängnis irgendwo im hintersten Winkel des asiatischen Kontinents.
Ein geheimnissvoller Mann - Liam Neeson in einer erstaunlich ambivalenten Rolle - tritt dort mit ihm in Kontakt und offeriert ihm, zu finden was er eigentlich sucht. Er wird aus dem Gefängnis freigelassen und kämpft sich, mit einer bestimmten blauen Blume, den Weg zu einem Gipfelkloster im Himalaya.
Dort trifft er auf eine geheimnisvolle 'Gesellschaft der Schatten' die ihn in der Kunst des Ninjutsu unterrichtet, bis er bereit scheint ihnen beizutreten. Doch Wayne erfüllt ihre Forderung nicht, einen Verbrecher hinzurichten und danach Gotham City untergehen zu lassen, sondern jagt stattdessen das Kloster in die Luft.
Zurück in Gotham wird er zur Legende Batman und darf gleich einmal unerwarteten Gegnern gegenüberstehen...
Batman Begins ist gutes Popcorn Kino, mit leichten Längen. Während der Mittelteil durchaus packend ist, beschleicht einen gegen Ende doch der Gedanke ob die durchschnittliche Filmlänge nicht langsam erreicht ist.
Batmans Gegner sind diesmal weniger schrill und aufdringlich, eigentlich findet man Liam Neeson als Bösen immer noch total toll und will mehr von ihm sehen. Dadurch fällt dann leider auf, das bei der Darstellung von Batman selbst hie und da etwas zu dick, sprich penetrant, aufgetragen wurde.
Christian Bale wird sicherlich nicht allzu schnell zu meinem Lieblingsschauspieler mutieren. Selbst Keanu Reeves verfügt über ein breiteres Repertoire an Gesichtsausdrücken und Christian Bale wurde von allen ihn umgebenden Schauspielern locker an die Wand gespielt.
Michael Caine ist in diesem Film wieder einmal ein göttlicher Genuß, ebenso Gary Oldman, der überraschenderweise den guten Cop Jim Gordon gibt, statt einem Bösewicht oder Irren. Selbst der mir bis dahin unbekannte Cillian Murphy, als skrupelloser und leicht durchgeknaller Nervenarzt Dr. Jonathan Crane, trägt mehr schauspielerische Leistung bei als der Hauptdarsteller.
Die Liebesgeschichte ist wiederum angenehm unaufdringlich und somit würde ich den Film als recht gelungen ansehen. Es ist sicher nicht einfach, die Vorgeschichte zu bisher schon erschienenen Filmen erzählen zu müssen und das auch noch so anregend dass es die Zuschauer sehen wollen. Diese Mission wurde erfolgreich abgeschlossen.
Die Fragen wieso in einem Kloster im Himalaya ausgerechnet Ninjutsu gelehrt wird und ähnliche kleinen Logikfragen, läßt man am Besten ganz ausser Acht.
Die Story ist, aus Comic-Kunst Sicht, in sich schlüssig und schön erzählt. Und dem Auge wird einiges an Futter geboten.
Prädikat: Leichte Schwächen aber für Freunde dieses Genres durchaus sehenswert.
![]() | (Book) Scott Beatty Released: Juni 2005 | ![]() | (Book) Dennis O'Neil, Ralf Schmitz Released: Juni 2005 | ![]() | (Music) Hans Zimmer & James Newton Howard Released: 13. Juni 2005 |
Review: Star Wars Episode III - Revenge of the Sith...

... oder Kaugummi und Spucke, wir fliegen auch ohne Plot.
Ich habe von Star Wars noch nie mehr erwartet, als ein farbenfrohes Märchen und wurde daher auch noch nie von einem der Filme enttäuscht. Nicht einmal von 'albernen' Figuren wie Jar Jar Binks. Nicht von Prinzessin Leias Frisuren, nicht von Königin Amidalas Kostümschlacht, nicht vom jungen Anakin Skywalker.
Doch Teil III hat es nun geschafft auch mit mir zu brechen und ich würde George Lucas am liebsten übers Knie legen sowie eine offene Hetzjagd auf den Dialogschreiber ausrufen.
Vorweg, ich besuchte die englische Originalfassung, also kann mir nichts von der Übersetzung zerhauen worden sein.
Die Originalfassung könnte z.B. auch der Grund sein das ich weniger Probleme mit der Darstellung von Amidalas Schwangerschaft habe, als es bei Julian oder Ute der Fall ist. Zumindest ergibt der Dialog in der englischen Fassung halbwegs Sinn.
Zugegeben, ich weiß nicht welcher zeitliche Abstand zwischen Episode II und III herrschen soll. Ich gehe von genug Zeit aus, in der Amidala und Anakin sich aus Kriegsgründen nicht sehen konnten, so das sie ihm die Überraschung in doch recht fortgeschrittenem Stadium eben mitteilen darf.
Ich gehe weiter davon aus, das es zwar ein 'unerwünschtes' Kind ist, so wie sie ja wohl auch ihre Ehe an sich verheimlichen müssen, aber das Kind in Wirklichkeit doch irgendwie gewünscht war.
Das die Verhütung eben in halb fahrlässiger, halb bewusster Weise vernachlässigt wurde, weil sie unvernünftig und über beide Ohren in einander verliebt sind.
Gegen blinde Verliebtheit ist eben auch in einer technologisch überlegenen Welt kein Kraut gewachsen.
Somit verstehe ich das kindlich-naive 'Was sollen wir nur tun.' durchaus...
Was mich wirklich an Episode III störte, und was auch den Genuß beim Ansehen ziemlich torpedierte, war das der Plot wirklich nicht mehr als Kaugummi zwischen Teil 2 und Teil 4 diente.
George Lucas hatte einen festen Ausgangspunkt und einen festen Endpunkt. Soweit so gut.
Es war schwer diese Lücke zu schliessen und dabei alle Erwartungen zu erfüllen.
Der Übertritt Anakin Skywalkers zur dunklen Seite, ist eigentlich ein sehr langsamer Prozess. Ein Prozess der viel 'Gerede' benötigt hätte und subtile Handlungen. Ein Prozess mit dem man durchaus einen ganzen, packenden Film hätte füllen können, nur...
Einmal wäre dann kein Platz mehr für andere Dinge gewesen, nicht für den Krieg, nur wenig für die Jedi.. und andererseits, ist es nicht was die breite Masse von Star Wars erwartet.
Diese erwarten ein farbenprächtiges Special Effekts Spektakel und genau das haben sie bekommen.
Leider hat George Lucas mit Episode III genau die langjährigen Star Wars Fans am meisten verprellt. Mehr auf Gewinn als auf Qualität gesetzt und das kreide ich ihm übel an.
Er hat Stoff für mindestens zwei abendfüllende Filme in einen gequetscht, konnte daher quasi nur die 'Eckdaten' erzählen und hat die natürlicherweise entstehenden Lücken mit sinnlosen, an den Haaren herbeigezogenen Effekten gefüllt.
Ich denke da jetzt zum Beispiel an das Rennen zwischen Obi Wan Kenobi und General Grievous. Überflüssig und ehrlichgesagt in seiner Überflüssigkeit langweilig, wie einige andere Effekte auch.
In dem Durchhasten durch die Story bleiben die Dialoge auch flach, zweidimensional und gehaltlos.
Hat Nathalie Portmann in der ersten und zweiten Episode ja noch eine relativ sinnvolle Rolle, besteht ihr ganzer Zweck diesmal darin Kleidung und Frisur zu wechseln und auf hohem Niveau zu leiden.
Allerdings kann ich mich Julians Meinung, das man vor Kummer und mangelndem Lebenswillen nicht stirbt, nicht nachvollziehen. Generationen von Schriftstellern in der klassischen Literatur, wenden diese Element an, somit ist es, egal ob möglich oder nicht, zumindest doch in einem Märchen wie Star Wars, legitim und logisch.
Schlimmer finde ich die Unlogik die sich bei George Lucas ebenso einschleicht wie es die Autoren von Enterprise bei Star Trek geschafft haben. z.B. erinnere ich mich daran das Luke Leia in Return of the Jedi nach ihrer gemeinsamen Mutter fragt. Leia berichtet Luke das sie wunderschön war, aber immer sehr traurig. Ergo hätte Padmè nicht bei der Geburt sterben dürfen. Und das ist nur ein Fehler von vielen.
So bleibt mir nur zu sagen: Schade. Episode III ist alles andere als ein würdiger Abschluß der Sage.
Alle Schauspieler bleiben weit unter ihren Fähigkeiten. Die Dialoge sind erbärmlich, die Story dünn und die Effekte an den Haaren herbeigezogen. Durch die Plotholes passt ein ganzer Death-Star.
Wüsste ich nicht das sie gute Filme machen können, Herr Lucas, nach Episode III alleine, hätte ich sie eher in die Regional-Liga, eines kleinen Filmemachers mit zu großem Budget, eingestuft.
Suchtstoff: Wallace & Gromit - The Curse of the Were-Rabbit

Endlich hat das Warten, die Sehnsucht, ein Ende.
Im Herbst - in Deutschland dann ja tendentiell etwas später - wird der neue Wallace & Gromit Film, aus der Trickfilmschmiede Aardman, in die Kinos kommen. Und diesmal sogar Abendfüllend!
Für alle unter euch, die sich Appetit holen möchten, gibt es hier Links zu den Trailer.
Bei Ralf gibt es auch das Poster zu sehen.


















