Review: Alice im Wunderland - Hypnotische Bilderflut ...
Anfang, MIttelteil, Klimax mit Kampf, Ende führt den Bogen zum Anfang.
Entwicklung des Hauptcharakters im Schweinsgalopp.
Reingehen um hübsche Bilder zu sehen. Interessante Geschichten besser in Büchern suchen.
Review: Avatar
Einzig die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen, denn die bietet weder etwas Neues, noch Überraschungen.
"Avatar" basiert auf dem allerältesten SciFi-Grundthema:
Die Menschheit hat die Erde sorgfältig zugrunde gerichtet und ist - notgedrungen - ins All expandiert. Dort verfahren die Menschen mit fremden Planeten wie sie es von zuhause gewohnt sind. Ganz egal ob man dort noch intelligentes Leben vorfindet. Über Willen und Kultur eingeborener Rassen wird arrogant hinweggetrampelt, was diesen logischerweise nicht gefällt. Auf die Entschlossenheit und Brutalität der Erdenrasse sind sie aber nicht vorbereitet. Natürlich sind die Einwohner von Schlag "edle Wilde". Natürlich leben sie im Gegensatz zur tumben Menschheit im Einklang mit der Natur. Natürlich gibt es einen oder mehrere menschliche Überläufer und das natürlich nachdem sich ein Mensch in eine wunderschöne Eingeborene verliebt hat, die gleichermaßen sanft wie stark und mutig ist.
Ein Grundthema das man in kaum veränderter Form in SciFi-Sagas wie Darkover findet (besonders in der Novelle "World Wreckers") und in so vielen anderen Büchern und Filmen das mir gerade keine weiteren Einzelbeispiele einfallen.
Der Storyablauf ist komplett vorhersehbar. Es sterben genau die Figuren bei denen man sich schon im Vorfeld sicher ist, dass sie sterben werden. Die Angriffe erfolgen genau zum vermuteten Zeitpunkt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich wie erwartet. Die inneren Konflikte sind vorhersagbar. Wer um einer neuen Story willen in den Film geht, wird herbe enttäuscht werden.
Und doch: Avatar fesselt und reisst mit.
Nicht weil die Story neu wäre. Nein, es ist als würde man ein Märchen, welches die eigene Großmutter seit Jahren jeden Abend auf die gleiche Weise erzählt hat, zum ersten Mal vom besten Erzähler der Welt erzählt bekommen.
Review: Inglorious Basterds
Mein kurzer Eindruck: Tarantino hat schon deutlich bessere Filme gedreht.
Der lange Eindruck:
Ich tendiere dazu Filme für mich recht binär zu werten. Entweder ich denke irgendwann während des Films „Also langsam könnte er ja mal rum sein“ - dann hat mich der Film nicht gut unterhalten – oder ich denke am Ende des Filmes „Was? Schon rum?“ - dann wurde ich gut unterhalten. Thema, Machart, 'Ernsthaftigkeit' .. alles ist erst einmal nebensächlich. Hauptsache ich habe das Erlebnis genossen und dann kann eine Comicverfilmung schon mal besser auf meiner inneren Skala abschneiden als ein Film, der sich mit einem ernsten Thema beschäftigt.
Normalerweise fühle ich mich von Tarantino gut unterhalten, obwohl ich kein Freund unnötiger Gewaltdarstellungen bin. Bei Tarantino kaufe ich sie mit, denn wo Tarantino draufsteht, ist eben auch Schock drin. Aber seine Filme sind normal trotzdem gut und hin und wieder ist die Gewalt tatsächlich stilistisch sinnvoll.
Auch in „Inglorious Basterds“ bekommt man unnötige Gewaltdarstellungen zu sehen, aber leider sind sie an manchen Stellen noch unnötiger als üblich. Doch das war es nicht, was mir den Film beinahe verdorben hat, sondern Tarantinos unglückliche Hand bei der Auswahl der Darsteller.
Diane Kruger
Und wäre dann nicht wenigstens noch ein bisschen Geld übrig um ihr mal vernünftiges Sprechtraining zu zahlen?
Aber naja, vielelicht war ja doch die Besetzungscouch schuld.
Das Wort zur Finanzkrise
Cosmo: Posit: People think a bank might be financially shaky.
Martin Bishop: Consequence: People start to withdraw their money.
Cosmo: Result: Pretty soon it is financially shaky.
Martin Bishop: Conclusion: You can make banks fail.
Cosmo: Bzzt. I've already done that. Maybe you've heard about a few? Think bigger.
Martin Bishop: Stock market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Currency market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Commodities market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Small countries?
Quelle: Sneakers (1992)
Evil League of Evil: Application for a vile
Ihr habe es sicherlich mitbekommen, die Evil League of Evil is seeking new evil.
Nun hat nicht nur ein guter Freund daran teilgenommen, nein auch Eraxel, der die Eigenarten zweiter meiner Rollenspielcharaktere vertont hat, hat die Musik dazu geschrieben.
Viel Spaß beim Ansehen und das Bewerten nicht vergessen, damit Robert Erfolg mit seinem Antrag auf Aufnahme in die E.L.E. hat.
Google-Kino
Datenkrake halt.
via tadzio@#blafasel
Review: Ratatouille

Rattenscharf
Die Grundgeschichte von 'Ratatouille'(IMDB) ist eigentlich sehr klassisch und vor allem sehr 'Disney'.
Ein Niemand fühlt sich zu Höherem berufen, lässt seine Herkunft hinter sich und geht das Wagnis ein sich in einem Umfeld zu bewähren das ihm feindlich gesinnt ist. Auf dem Weg dahin wird Unrecht beseitigt und ein armer Schlucker stellt sich als Prinz heraus, dem unrechtmässig die königliche Herkunft vorenthalten wird. Natürlich von einem neidischen Nebenbuhler. Abgesehen davon versucht der Prinz natürlich auch die Prinzessin zu gewinnen, was ihm - nach Rückschlägen - auch gelingt.
Eigentlich war ich skeptisch. Natürlich, es ist Pixar und Pixar steht nun einmal nach wie vor für Qualität und vor allem Kreativität. Pixar legt sich selbst die Meßlatte auch derart hoch an, das es schwierig ist bisher geweckte Erwartungen immer wieder zu erfüllen. Geschweigedenn zu übertreffen.
Nachdem ich durch Zufall noch einen zahnschmerzig-peinlichen Kino-Kritiker im Frühstücksfernsehen erleben durfte, der den Film in den höchsten Himmel lobte, war ich skeptisch.
Natürlich musste der Film angesehen werden, aber ich stellte mich eher auf ein durchschnittlich gutes, unterhaltsames Werk ein.
Mit dem Vorfilm fing es schon mal besser an als gedacht. "Lifted" würde ich als den besten Vorfilm Pixars seit Langem bezeichnen. Besser jedenfalls als "Boundin'", der Vorfilm von "Incredibles" ("Die Unglaublichen"), ebenbürdig aber wahrscheinlich besser als "For The Birds", der Vorfilm zu "Monsters Inc.".
Wer bei "Lifted" nicht schreiend vor Lachen im Kinosessel hängt, ist vermutlich schon tot.
Der eigentlich klassische Plot des Hauptfilms wird dann mit einigen vorhersehbaren aber auch vielen unvorhersehbaren Wendungen bereichert, so dass im Endeffekt ein Film enstanden ist der nicht nur gut unterhält, sondern wieder einmal beweist das Pixars Stärke nicht nur in den Animationen, sondern auch in der Storyentwicklung selbst liegt.
Eigentlich will man gerne wissen, welche kreativitätsfördernden Mittelchen sie ihrem Team in den Kaffee rühren und möchte umgehend auch etwas davon abhaben.
Eher Disney-untypisch ist sicherlich auch, dass das niedliche Tierchen nicht der Sidekick des Hauptcharakters ist, sondern der Mensch, der bei Disney den Hauptcharakter hätte geben dürfen, der Sidekick des niedlichen Tierchens ist.
Ab hier beginnt die Spoiler-Zone:
Fantasy-Übersättigt
Was mich zum Grübeln bringt...
Ich liebe Fantasy-Bücher und -Filme, ich liebe Filme in denen es vor prächtigen Kostümen nur so wimmelt. Ich liebe Abenteuerfilme. Hoelle, ich bin Rollenspielerin und das nicht ohne Grund.
Und ich weiss langsam nicht mehr in welcher dieser ganzen Filme die Namen- und Profillos an mir vorbeirauschen ich noch gehen soll.
Macht das normale Kinopublikum das noch mit, oder kommt bald der grosse Crash?
Ich bin Fantasy-Abenteuer-Kostümfilm-uebersaettigt. Und Ihr?
Me - die nun in Ratatouille geht - la
P.S.:
Abgesehen davon muss jeder Action-Held nun auch in einem Fantasy-Schinken mitspielen...
Review: Casino Royale

Kurzfazit: Teuerster Werbespot der Poker Industrie
SPOILER VORAUS. WEITERLESEN AUF EIGENE GEFAHR
Der neue Bond ist in aller Munde. Erst lästerlich, als der neue Hauptdarsteller Daniel Craig als Weichspül-Bond verschrieen wurde, dann überschwenglich nach der Premiere, als Casino Royal dann mal schnell zum besten Bond aller Zeiten gekürt wurde.
Ich mochte die Vorstellung von Daniel Craig als 007 von Anfang an nicht, aber wider besseren Wissens liess ich mich heute von meinem Göttergatten ins Kino schleifen. Mein Gewissen beruhigt das wir Gutscheine hatten und kein Geld dafür auf den Kopf gehauen haben.
Zuerst für die Leser eine kurze Erklärung wie ich kurze Filme definiere. Noch bevor ich über Plot, Schauspieler und Effekte nachdenke: Wenn das Ende des Filmes erreicht ist und ich mich wundere das die Zeit schon vorbei ist, das ist Anzeichen Nr. 1 das der Film für mich gut war. Denke ich irgendwann zwischendrin 'Jetzt könnte aber langsam mal rum sein', hat der Film schon verloren.
Bei Casino Royale kommt in der "Immer noch nicht zuende?"-Phase noch erschwerend dazu das ich beinahe an einem Zuckerschock verstorben wäre. Soviel Gesülze... Ja, wir glauben ja schon das 007 ein toller Typ ist. Aber irgendwann sind die Beteuerungen seines holden Bondgirls dann doch des Guten zuviel.
Kurz, der Film hat Längen, aber das ist bei weitem nicht mein einziges Problem mit Casino Royale und dem hochgelobten neuen Bond.










