Wunderwelt der Technik: Nokia 6260
Man weis das der Lebenszyklus eines Handys an seinem Ende anlangt, wenn Gespräche egal von welchem Ort aus und mit welcher Signalstärke, einer Ansammlung von Krächz- und Pfeiftönen gleichen, aber keinem flüssigen Gespräch mehr.
So waren die Telefonate mit meinem Schatz zuhause mehr "Hörst du mich noch?" - "Nein, es pfeift ganz schrecklich.." als der Austausch von Neuig- oder Nichtigkeiten.
Ein neues Handy mußte ins Haus. Ohne Vertrag oder SIM-Lock bitteschön.
Must Have:
- Kamera! - Jaja, ich weiss... schlechte Qualität.. blablabla.. aber für den kleinen, gemeinen Schnappschuß nebenbei reichen sie allemal. Und die Digicam vergißt man hin und wieder zuhause, natürlich genau dann wenn man einen verräterischen Bluescreen im Bus entdeckt oder ein TollCollect Terminal vor der Nase bootet.
- GPRS - Für die Tage an denen man mal wieder im Hotel sitzt...
- Telefonfunktion.. ja ehrlich

- Relative Robustheit.. keine labberige Verarbeitung
Nice To Have war natürlich noch viel mehr..
Die zuerst von mit anvisierten, preiswerten Modelle wurden auf verschiedenen Test-Webseiten in der Luft zerrissen. Diverse High-End Geräte mit UMTS und der Fähigkeit zum Kaffeekochen lagen weit jenseits eines vernünftigen Preisrahmens...
Im vernünftigen Preisrahmen befand sich das Nokia 6260. Die Testberichte klangen ok. Im großen und ganzen sollte es ein solides Gerät mit kleinen Schönheitsfehlern sein, das mit dem Symbian Betriebssystem versehen ist.
Der Preis bei Nokia war.. eben ok. Ein kurzer Anruf bei den üblichen Discountern klärte das diese deutlich über der Preisempfehlung von Nokia lagen. Faszinierend.
Die Internet-Anbieter lagen alle weit darunter und für den Preis bei Mediamarkt oder Saturn war dort noch eine Bluetooth-Tastatur drin..
Damit könnte es den Palm IIIx als kleine Schreibmaschine für unterwegs ablösen, der unter anderem vor allem deswegen momentan nicht verwendet wird, da er sich massiv gegen ein OS-Update und eine Neuinstallation sträubt, daher nur mit halber Funktionalität dahindümpelt... oder auch nicht.
Bestellt und heute wurde geliefert. Über eine Stunde beschäftigte ich mich mit den diversen Funktionen, von der Sprachansteuerung über das einfache Telefonieren bis hin zum ersten (und vorerst letzten) Versuch die Routenplaner-Software zum laufen zu bringen.
Die meiste Zeit ging natürlich wieder dabei drauf eklige Funktionen abzuschalten. Wer herausgefunden hat, wie man die Einschaltmelodie nicht nur beim Starten unterdrückt sondern auf ewig in die Jagdgründe schickt.. ich wäre extrem an der Lösung interessiert.
Die mitgelieferte Synchronisationssoftware erweist sich als größtenteils unbedienbar und zu starr. (Nein ich will wirklich kein Outlook für meine Kontakte verwenden! Und nein auch kein Lotus!) Aber den Abschuß lieferte die Übertragungsfunktion für Bilder.
Für einen anderen Blog-Artikel fotografierte ich meinen wiedererstarkten Thymian und wollte das Bild per Infrarot auf den Laptop übertragen.
*Unable to send. Copyright protected item!*
Sprachloses Staunen, bevor sich langsam eine imaginäre Rauchwolke über meinem Kopf bildete.
Bei Zandrus neunter Hölle, das einzige Copyright auf diesem Bild ist meines und ich will an meine Fotos, Nokia!
2 Trackbacks to Wunderwelt der Technik: Nokia 6260
1 Comment to Wunderwelt der Technik: Nokia 6260
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Und in der letzten c't war noch ne Glosse drin, ab wann man Nuzungsrechte an den Bildern die eine DigiCam produziert erwerben muss...
Gruss
Bernd


Melas Biotop
11 Sep 05 at 23:02
Melas Biotop
04 Nov 05 at 11:31