Kurze Twitterschau zum Piratinnen-Gender-Fail
1. ERWEITERUNG
Wir brauchen ja so dringend einen Schonraum für Frauen. Weil wir Frauen so zart und unsicher sind und uns nicht trauen. Unsicher sein ist sowieso ein reines Frauenproblem.
Aber irgendwie sehen Frauen auf Twitter das doch ein bisschen anders:
Diese Ablehnung auch und gerade durch Frauen? Beinharte Feministinnen packen sofort wieder die 'Stockholm Syndrom'-Theorie der unterdrückten und gehirngewaschenen Frauen aus. Das Totschlagargument um die Gegner zum Schweigen zu bringen, die sich keinen Sand in die Augen streuen lassen, sondern erkennen, dass es sich um eine geschickte Hintenrum-Taktik handelt, um einer kleinen Gruppe - bevorzugt deren AnführerInnen - einen unrechtmässig höheren Happen an Macht und Einfluß einzubringen. Vorgebracht unter der Mimimimimi-Flagge der angeblichen Benachteiligung:
Ebenso bezeichnend ist die Liebe der Initiatorinnen zu piratischen Grundsätzen, wie Transparenz:
Auch die Befürworter reissen sich sogleich die Maske des Gutmenschen vom Gesicht und hervor kommt: Patronismus.
Was bleibt ist die Mißachtung der Frauen, die bereits sehr erfolgreich in der Partei arbeiten. Die ihre Posten - Ja, Posten! - erreicht haben ohne das man ihnen eine Trittleiter hinstellen musste. Und schon tönt die "taz" das Frauen nun endlich auch mitspielen dürfen.
Ein direkter Schlag ins Gesicht der aktiven und engagierten weiblichen Piraten.
Wir brauchen ja so dringend einen Schonraum für Frauen. Weil wir Frauen so zart und unsicher sind und uns nicht trauen. Unsicher sein ist sowieso ein reines Frauenproblem.
Aber irgendwie sehen Frauen auf Twitter das doch ein bisschen anders:
iLoreene: ja schon... ich fühl mich hier ja auch völlig unterdrückt... NIE darf ich was machen xD #mimimi #female #pirat ( @MrNotSure @Michl8383 )
PinkPueppi: Klar machen zum Gendern sucks... und auf Piratinnen kann ich getrost verzichten #lmvb #piratinnen-
CaeVye: Natürlich haben wir heute nicht die volle Gleichstellung. Den Chauvinismus der 70er haben wir aber auch nicht mehr. #piraten #reality-check
Diese Ablehnung auch und gerade durch Frauen? Beinharte Feministinnen packen sofort wieder die 'Stockholm Syndrom'-Theorie der unterdrückten und gehirngewaschenen Frauen aus. Das Totschlagargument um die Gegner zum Schweigen zu bringen, die sich keinen Sand in die Augen streuen lassen, sondern erkennen, dass es sich um eine geschickte Hintenrum-Taktik handelt, um einer kleinen Gruppe - bevorzugt deren AnführerInnen - einen unrechtmässig höheren Happen an Macht und Einfluß einzubringen. Vorgebracht unter der Mimimimimi-Flagge der angeblichen Benachteiligung:
lena_d: Oldschool an der Piratinnen / Piraten Debatte ist vor allem sich einen "Parteitag" zu wünschen der genderwasauchimmer "vorschreibt" #fail
Ebenso bezeichnend ist die Liebe der Initiatorinnen zu piratischen Grundsätzen, wie Transparenz:
PinkPueppi: hach...wir sind ja so piratisch und transparent... geschlossener Twitterkanl passt da gut rein #fail #piratinnen
Auch die Befürworter reissen sich sogleich die Maske des Gutmenschen vom Gesicht und hervor kommt: Patronismus.
FoeBuD: Das ist übrigens Lena Simon, die den Piraten Werte beibringen wird: http://www.youtube.com/watch?v=Zzs_9suYC28
(Bordkapelle) #piraten
(Bordkapelle) #piraten
Was bleibt ist die Mißachtung der Frauen, die bereits sehr erfolgreich in der Partei arbeiten. Die ihre Posten - Ja, Posten! - erreicht haben ohne das man ihnen eine Trittleiter hinstellen musste. Und schon tönt die "taz" das Frauen nun endlich auch mitspielen dürfen.
Ein direkter Schlag ins Gesicht der aktiven und engagierten weiblichen Piraten.
CaeVye: Frauengruppen, die sich bewusst abgrenzen, um eine Opferrolle zu feiern sind nicht feministisch, sondern von gestern. #piraten #gender
1 Trackback to Kurze Twitterschau zum Piratinnen-Gender-Fail
22 Comments to Kurze Twitterschau zum Piratinnen-Gender-Fail
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Hm,
'Stockholm Syndrom'-Theorie? Na ich würde ja eher erwarten das man eine Unterscheidung in richtige und nicht richtige Frauen vornimmt ... -
Kam beides schon vor.
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Oh ja "Pink Püppi" - das sind die ganz selbstbewusste Frauen. Tolles Beispiel.
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Sag doch gleich das eine selbstbewusste Frau deinen Vorstellungen entsprechen muss.
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Schöne Übersicht!
Das Thema wird von außen "injeziert" , es lenkt , wie bereits im Wiki bei dem Artikel "Piratinnen" schon vermerkt, von unseren wichtigen Themen ab. Die sind eben geschlechtsneutral.
Da kommt noch mehr Mist auf uns zu, ähnlich den Kipo-Vorwürfen, den Nazivorwürfen usw. usf.
Aber auch das stoppt den Gedanken der PIRATEN , der geschlechtsneutral einfach nur gut ist, NICHT! -
Gibt es dafür Belege?
Lena ist ja ein Mitglied, auch wenn mir ihre Aaron-Nähe zu denken gibt. -
Nun ja. Etwas einseitig, aber sicherlich eine gute Zusammenfassung der kritischen Stimmen. Dass die Gruppe gegründet wurde, spricht für einen Bedarf. Wie hoch der ist, muss sich zeigen. Dass andere Frauen dagegen sind, zeigt nicht mehr, als dass nicht alle Frauen einer Meinung sind. Wie man Missachtung bisheriger Leistungen aus einem neuen Angebot heraus lesen kann, ist mir ebenso unverständlich, wie die Unterstellung, man würde sich in eine Opferrolle stellen.
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@Ti Leo
Nun, das liegt an der Art des Vorgehens. Wenn jemand nach Eigenaussage eine "Gruppe" gründet, die die Frauen in der Partei vernetzt, weil das notwendig ist, weil die Frauen in der Partei ja nicht offen reden können, weil in der Partei ja mehrheitlich Männer sind.
Die Gruppe soll also die Frauen in der Partei soweit schützen, dass sie sich trauen können in der Partei offen zu reden. Das offene Reden war also nach Meinung der Initiatorinnen vor der Gründung angeblich nicht möglich, also sind die Frauen nach Ansicht der Initiatorin dieser Gruppe Opfer männlicher Unterdrückung. -
Nein, die Gruppe wurde für die Frauen gegründet, die @eike: sich evtl. vielleicht ein ganz klein wenig weniger frei äußern, wenn Männer beteiligt sind. Da wurde eine Plattform geschaffen, keine Opferrolle eingenommen. Wie auch, die Gründung ist aktiv geschehen und wurde selbstbewusst nach außen vertreten. Dieser Kritik kann ich nicht zustimmen.WENN Bedarf an der Gruppe besteht (was durch die Gründung und die Diskussion eig. schon nahezu bewiese ist): fein. Wer sich als Kerl oder Frau dran stört, muss ja nicht eintreten, kann die Gruppe ignorieren oder gründet halt was Andres.
@ndm & @papierschiff: Inhaltlich nahezu komplette Zustimmung, auch wenn ndm halt Gender doof findet (was gar nicht geht) -
Also ich habe micht gestern Abend mit meiner Freundin über dieses Thema unterhalten und meine Freundin als Pirat sagt selbst, dass sie das nicht nachvollziehen kann und sie sich noch nie in irgendeiner Form hätte "unterdrückt" gefühlt, im Gegenteil.
Ich selbst war auch sehr erstaunt, weil mir der Gedanke noch nie gekommen ist und mir auch nicht die Notwendigkeit erschien zwischen Piraten und Piratinnen zu unterscheiden. Es geht um die Sache, egal ob Frau oder Mann diese ausspricht. Diese Piratinnen Geschichte empfinde ich als unnütze Verschwendung von Energie, die in anderen Themenbereichen besser aufgehoben wäre. -
Es ist Gähnderpolitik die uns um Jahre zurückwirft.
Erst wird in NRW eine Frau gewählt, weil sie eine Frau ist ( nach Parteipresse) - nun ein Netzwerk .. Gähnpolitik, was die Piraten nicht brauchen.
Infos dazu auch im Pruzzenblog:
http://pruzzen.blogspot.com/search/label/Frauen -
Dieses Gesamtthema(Gender) ist und bleibt für mich wohl ein Kuriosum, das ich nur partiell nachvollziehen kann. Nichts spricht gegen Frauenrechte und Emanzipation ggü. patriarchalen Strukturen, nichts gegen eine Auseinandersetzung darüber, wo genau man eben diese findet, und wie man darauf reagiert, auch innerhalb der Piratenpartei. Eine abgeschottete Parallelwelt ist jedoch mMn ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Es strapaziert meinen Transparenzbegriff, den ich fest mit der Piratenpartei assoziiere. Von Sprachregelungen wie dem Binnen-I spreche ich mal nicht.
So lange es aber auch viele andere Mailinglisten gibt, die bestimmten Gruppierungen vorenthalten sind, sehe ich kein grundsätzliches Problem darin, dass es nun eine mehr werden soll. Da sind mir dann Grund und Zweck der Errichtung völlig hupe. Außerdem gibt es Leute, die glauben, einen Bedarf für eine solche Initiative zu sehen. Live with it. Es wird sich zeigen, ob sie recht hatten. Und wenn es eine zeitlich begrenzte Aktion ist, um nach Ursachen für den tatsächlichen massiven Männerüberschuss zu forschen, soll es mir sogar recht sein.
Eine strukturelle Benachteiligung engagierter Frauen kann ich aber beim besten Willen nicht erkennen. -
hat die piratenpartei dieses thema nicht eigentlich heraufbeschwört. wenn mantraartig wiederholt wird "dieses thema ist für uns kein thema weil wir gleichberechtigt leben", sich also nichtmal der überprüfung dieser behauptung stellt, dann ist es doch -ehrlich gesagt- kein wunder, wenn manche frauen irgendwann sagen "ok, dann versuchen wir es halt anders".
die ganze diskussion zeigt übrigens sehr gut wie notwendig dieser schutzraum ist. wie im moment -zumindest teilweise- über die piratinnen(unterstützer) gewettert wird, das ist alles andere als sachlich, nein sogar ziemlich erschreckend.
von den ganzen totschlagargumenten wie "die ewig gestrigen", "darüber müssen die piraten doch nicht diskutieren" mal ganz abgesehen. meinungsfreiheit nur für die themen wo man einer meinung ist? super. -
Man kann natürlich nochmal neu diskutieren, ob die Erde jetzt eine Scheibe oder eine Kugel ist. Wie sinnvoll das ist, ist eine andere Sache, insbesondere wenn sowieso Konsens darüber herrscht, dass die Erde tatsächlich eine Kugel ist.
Die Aktion der Piratinnen kommt ungefähr dem gleich, als würde jemand eine Bewegung "Die Erde ist eine Kugel!" auf die Beine stellen und einfach mal einer großen Anzahl an Menschen unterstellen, dies zu leugnen.
Zudem ist der Kommentar von Papierschiff hier meiner Meinung ziemlich verzerrt: Es ist doch wohl klar, dass man sich vehement wehrt, wenn man einfach mal unterstellt bekommt, man würde Frauen unterdrücken.
Die Benachteiligung von Frauen wäre, wenn Frauen im Forum nicht posten dürften, oder wenn Frauen nicht Mitglied der Piratenpartei werden dürften oder irgend etwas in die Richtung.
Doch aber nicht, wenn man sich entschieden hatte, einfach alle Mitglieder "Pirat" zu nennen und auf den Gebrauch von "/innen" zu verzichten.
Auf Argumente in der Art ist aber insbesondere eine einzelne Verfechterin der Piratinnen (die selbst nicht mal der Partei angehört), gar nicht eingegangen sondern hat nur weiter gegen die Männer und die "indoktrinierten Frauen" gewettert. Dass sie da ab einem gewissen Punkt ausgelacht wird, ist reine Selbstverschuldung. -
"Es ist doch wohl klar, dass man sich vehement wehrt, wenn man einfach mal unterstellt bekommt, man würde Frauen unterdrücken."
Hmm, nö, kein Verständnis meinerseits für Beißreflex statt ruhigem Durchdenken. Die Aufregung über diese Gruppe spricht allein schon Bände. Einen besseren Beweis für ihre Notwendigkeit hätte es nicht geben können.
"Die Benachteiligung von Frauen wäre, wenn Frauen im Forum nicht posten dürften, oder wenn Frauen nicht Mitglied der Piratenpartei werden dürften oder irgend etwas in die Richtung.
Doch aber nicht, wenn man sich entschieden hatte, einfach alle Mitglieder "Pirat" zu nennen und auf den Gebrauch von "/innen" zu verzichten."
Sagst du. Ich sag: Das seh ich aber gaaaanz anders. Und männliche Formen, die Frauen mit einschließen (und damit ausschließen), finde ich diskriminierend. Und nun? Merkst du was: Das ist recht subjektiv und man kommt zu nichts, wenn man von sich so auf andere schließt.
Zumal es, nochmals, nicht darum geht, in der Opferrolle zu sein, sondern in einem männerdominierten Medium in einer männerdominierten Partei auch einfach mal nicht drüber diskutieren zu müssen, ob vehementes Wehren völlig okay ist, wenn man angegriffen wird und ob maskuline Formen Frauen wirklich gut vertreten. Wahllose Beispiele.
Wenn es auch nur einer Person hilft, sich politisch zu engagieren: Spitze! -
Werte(r) Ti Leo,
ich finde es auch ungerecht, dass es DIE Welt heisst und nicht DER Erde.
Das auf "_innen" verzichtet wird, wurde von den/die PiratInnen der ersten Stunden beschlossen. In wie weit DIE Partei ein männliches Konstrukt ist? Wahrscheinlich soviel, wie DIE Union die eine BundeskanzlerIN stellt - so dass natürlich partei- oder/und politisch engagierte Frauen keine Chance haben. Und das mitten in der BRD. Grenzt ja fast an andere "harte" Männergeschäfte, wie ... wie Musik, wie Hard Rock, wie Heavy Metal oder dem Boxsport.
Huch, da sind Frauen ganz ohne mittelalterliche Gähn-der-politik erfolgreich:
http://pruzzen.blogspot.com/2010/03/hauptsache-frau-part-4.html
-> Mal ehrlich, wo wollen die Piratinnen hin? Mitregieren, Politik gestalten? Nein, momentan sind wir, die PIRATEN eher auf dem Weg in ein Clown "dasein". Schade drum! -
Exakt, Ti_Leo. Mehr gibt´s dazu nicht zu sagen.
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Ich sehe nicht, wo die Initiatorinnen dieser Gruppe eine Benachteiligung der Frauen darstellen. Ich sehe eben so wenig, warum diesen Frauen nicht eine geschlossene ML zur Verfügung stehen sollte, die Vorstandsliste ist auch nicht öffentlich.
Lasst uns doch erstmal abwarten, was diese Gruppe erarbeitet und dann rumschreien. -
Darauf lasse ich mich sofort dann ein, wenn sie aufhören für alle Frauen und weiblichen Mitglieder der Piraten sprechen zu wollen.
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Tund sie das? Dann habe ich nicht aufmerksam gelesen.
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@pantoffelpunk
Ja, ganz genau das taten sie am Anfang im Wiki und dann noch per Presseerklärung. Ich weiß nicht ob sie das jetzt korrigiert haben.
Auch glaube ich nicht, dass von dieser Gruppe was sinnvolles kommt. Aber sie sollen mal machen, für mich ist das ganze nicht ernstzunehmendes Gender-Kasperle-Theater. -
Auf die Tina wird ja härter geschossen als jemals auf Aaron. Sind die Feministinnen am Ende schlimmer für die Piraten als potentielle Rechte? Na dann Post Mahlzeit...









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08 Apr 10 at 23:27