Causa König und die Meinungsfreiheit
Nach Andis Blogpost hatte ich ja Hoffnungen, dass der Vorstand dazu übergeht Aaron Stefan König etwas einzubremsen und ihn auf ein parteiverträgliches Maß zu bringen, bis wir dann im Frühjahr endlich die Chance erhalten ihn nicht neu zu wählen.
Leider scheint Andi auf nicht allzuviel Rückhalt zu stoßen. Zumindest nicht beim Ex-Vorstand. Anders kann ich mir das nicht erklären:

Dirk stellt die Sache in seinen Beiträgen auf Twitter dar, als solle Aaron seine Meinung verboten werden, aber das ist, gelinde gesagt, Blödsinn ...
Kein Pirat, auch die Unterzeichner der Erklärung (zu denen ich gehöre) nicht, wollen Aaron das Wort verbieten. Aaron kann meinetwegen soviel Hetze und Hardlinertum verbreiten wie er will. Nur hat er schon vor einiger Zeit aufgehört mit seinen Positionen die Mehrheit der Piraten zu vertreten.
Dirk schreibt in seinem Blog:
Halb gehe ich mit Dirk konform. Eine Partei braucht Menschen die sie sowohl nach aussen, als auch nach innen hin vertreten. Nur fühlt sich inzwischen, eine nicht unerhebliche Anzahl Piraten, nicht mehr durch Aaron vertreten.
Seine Ansichten sich extrem und reaktionär, bis hin zur Fremdenfeindlichkeit. Seine Blogposts sind undurchdachte, selbstverliebte Schnellschüsse mit Stammtischqualität. Innerhalb kürzester Zeit hat sich Aaron Stefan König zum Wiefelspütz der Piratenpartei entwickelt und dass ist mit Sicherheit kein Kompliment.
Jedes neue Blogpost Aarons ist ein neuer Aufreger. Einmal innerhalb der Partei und nach Aussen hin stellt er uns in ein sehr merkwürdiges Licht. In das Licht der Partei, die im Namen der Meinungsfreiheit jeden Wirrkopf blöken lässt, aber dabei vergißt eine Haltung zu haben. Jedesmal wenn wir uns um Aaron balgen - oder auch nur aufregen - kommen die wichtigen Aufgaben innerhalb der Partei zu kurz.
Ich finde es auch fatal, dass jede extreme Meinung unter die Amnestie der Meinungsfreiheit gestellt wird, jede Gegenbewegung aber direkt als Mobbing diffamiert wird. Das war in der Causa Thiesen so und die Geschichte wiederholt sich bei Aaron.
Aaron hat eine Meinung, von der ich hoffe das es keine Haltung ist. Die Hamburger und die Mitunterzeichner haben eine Haltung. Die Haltung, derartiges Gedankengut nicht an der Spitze der Partei dulden zu wollen und dass die Piratenpartei kein Heimathafen für fremdenfeindliche Extremisten ist.
Extreme Einstellungen zu Meinungsfreiheit? Eine äusserst dehnbare Ansicht, was noch mit der Satzung konform geht? Bitte. Aber nicht als Bundespressepirat. Und vor allem kein Vorstandsmitglied, dass Versprechen bricht, Dinge im Nachhinein nie gesagt haben will und wie ein schlechter Lügner rüberkommt.
Aaron vertritt uns nicht. Er zertritt den Zusammenhalt. Aaron. Nicht seine Kritiker.
Ich persönlich wünsche mir Vorstandsmitglieder mit einer Haltung. Einer Haltung hinter der ich stehen kann, selbst wenn ich mich über die Details ihrer Meinung mit ihnen fetze. Ich wünsche mir auch Vorstandsmitglieder mit Weitsicht. Die in der Lage sind über den Tellerrand der eigenen kleinen Welt hinwegzusehen. Die ihre Meinung nicht verschweigen sollen, aber in der Lage sind sie zu reflektieren.
Wir brauchen all unsere Kräfte um zusammen die Partei aufzubauen, die wir sehen wollen. Aaron unterläuft den Versuch die Partei auf eine stabile Basis zu stellen. Wenn irgendwann die einzige Gemeinsamkeit der Basis darin bestehen sollte gegen Aaron zu sein, weil wir nicht mehr dazu kommen über die wichtigen Themen zu diskutieren, wem wurde dann gedient? Wenn die Parteibasis sich zu so einem frühen Zeitpunkt nicht mehr von Teilen des Vorstandes vertreten fühlt. Wem ist damit gedient?
P.S.:
Es ist nicht Thema dieses Artikels, aber kurz noch ein Zitat aus Dirks Blog:
Ein militärischer Angriff ist ein militärischer Angriff ist ein militärischer Angriff, der vom angegriffenen Land natürlich als Kriegserklärung gesehen wird.
Das würde Deutschland doch auch nicht anders sehen, wäre es das angegriffene Land. Egal wie rechtmässig $ANGREIFERLAND oder $ANGREIFERALLIANZ den Angriff finden mögen. Nur weil es nicht direkt gegen die Zivilbevölkerung gerichtet ist, wird es nicht weniger als Kriegserklärung wahrgenommen werden.
Und wie gut das mit dem chirurgischen Krieg funktioniert hat, haben wir doch in Afghanistan und dem Irak gesehen.
P.P.S:
Marcel-André Casasola Merkle bringt es auf den Punkt
Leider scheint Andi auf nicht allzuviel Rückhalt zu stoßen. Zumindest nicht beim Ex-Vorstand. Anders kann ich mir das nicht erklären:
Traurig: Ohne Rücksicht auf Satzung und Grundwerte versuchen #aaron #koenig rauszumobben:
Dringender Antrag an den Bundesvorstand - Betreff: Blogeintrag Stefan "Aaron" König – Piratenwiki
#piraten #hamburg #fail
Dringender Antrag an den Bundesvorstand - Betreff: Blogeintrag Stefan "Aaron" König – Piratenwiki
#piraten #hamburg #fail
Voltaire: Ich stürbe für Meinungsfreiheit, auch wenn Meinung nicht gefällt. Piraten: Meinungsfreiheit? Nur für die richtige Meinung. #fail
Dirk stellt die Sache in seinen Beiträgen auf Twitter dar, als solle Aaron seine Meinung verboten werden, aber das ist, gelinde gesagt, Blödsinn ...
Kein Pirat, auch die Unterzeichner der Erklärung (zu denen ich gehöre) nicht, wollen Aaron das Wort verbieten. Aaron kann meinetwegen soviel Hetze und Hardlinertum verbreiten wie er will. Nur hat er schon vor einiger Zeit aufgehört mit seinen Positionen die Mehrheit der Piraten zu vertreten.
Dirk schreibt in seinem Blog:
Eine politische Partei braucht „Exponenten”. Sie braucht Führungspersönlichkeiten, die Meinungen und Ansichten artikulieren und in die Partei tragen.
Halb gehe ich mit Dirk konform. Eine Partei braucht Menschen die sie sowohl nach aussen, als auch nach innen hin vertreten. Nur fühlt sich inzwischen, eine nicht unerhebliche Anzahl Piraten, nicht mehr durch Aaron vertreten.
Seine Ansichten sich extrem und reaktionär, bis hin zur Fremdenfeindlichkeit. Seine Blogposts sind undurchdachte, selbstverliebte Schnellschüsse mit Stammtischqualität. Innerhalb kürzester Zeit hat sich Aaron Stefan König zum Wiefelspütz der Piratenpartei entwickelt und dass ist mit Sicherheit kein Kompliment.
Jedes neue Blogpost Aarons ist ein neuer Aufreger. Einmal innerhalb der Partei und nach Aussen hin stellt er uns in ein sehr merkwürdiges Licht. In das Licht der Partei, die im Namen der Meinungsfreiheit jeden Wirrkopf blöken lässt, aber dabei vergißt eine Haltung zu haben. Jedesmal wenn wir uns um Aaron balgen - oder auch nur aufregen - kommen die wichtigen Aufgaben innerhalb der Partei zu kurz.
Ich finde es auch fatal, dass jede extreme Meinung unter die Amnestie der Meinungsfreiheit gestellt wird, jede Gegenbewegung aber direkt als Mobbing diffamiert wird. Das war in der Causa Thiesen so und die Geschichte wiederholt sich bei Aaron.
Aaron hat eine Meinung, von der ich hoffe das es keine Haltung ist. Die Hamburger und die Mitunterzeichner haben eine Haltung. Die Haltung, derartiges Gedankengut nicht an der Spitze der Partei dulden zu wollen und dass die Piratenpartei kein Heimathafen für fremdenfeindliche Extremisten ist.
Extreme Einstellungen zu Meinungsfreiheit? Eine äusserst dehnbare Ansicht, was noch mit der Satzung konform geht? Bitte. Aber nicht als Bundespressepirat. Und vor allem kein Vorstandsmitglied, dass Versprechen bricht, Dinge im Nachhinein nie gesagt haben will und wie ein schlechter Lügner rüberkommt.
Aaron vertritt uns nicht. Er zertritt den Zusammenhalt. Aaron. Nicht seine Kritiker.
Ich persönlich wünsche mir Vorstandsmitglieder mit einer Haltung. Einer Haltung hinter der ich stehen kann, selbst wenn ich mich über die Details ihrer Meinung mit ihnen fetze. Ich wünsche mir auch Vorstandsmitglieder mit Weitsicht. Die in der Lage sind über den Tellerrand der eigenen kleinen Welt hinwegzusehen. Die ihre Meinung nicht verschweigen sollen, aber in der Lage sind sie zu reflektieren.
Wir brauchen all unsere Kräfte um zusammen die Partei aufzubauen, die wir sehen wollen. Aaron unterläuft den Versuch die Partei auf eine stabile Basis zu stellen. Wenn irgendwann die einzige Gemeinsamkeit der Basis darin bestehen sollte gegen Aaron zu sein, weil wir nicht mehr dazu kommen über die wichtigen Themen zu diskutieren, wem wurde dann gedient? Wenn die Parteibasis sich zu so einem frühen Zeitpunkt nicht mehr von Teilen des Vorstandes vertreten fühlt. Wem ist damit gedient?
P.S.:
Es ist nicht Thema dieses Artikels, aber kurz noch ein Zitat aus Dirks Blog:
Aaron fordert einen Angriffskrieg. Genau das macht er nicht. Aaron schreibt von „gezielten Militärschlägen” gegen klar umrissene und benannte Ziele. Das muss man nicht unterstützen, das muss man nicht gut finden (finde ich auch nicht…), aber hier geht es nicht um einen Angriffskrieg.
Ein militärischer Angriff ist ein militärischer Angriff ist ein militärischer Angriff, der vom angegriffenen Land natürlich als Kriegserklärung gesehen wird.
Das würde Deutschland doch auch nicht anders sehen, wäre es das angegriffene Land. Egal wie rechtmässig $ANGREIFERLAND oder $ANGREIFERALLIANZ den Angriff finden mögen. Nur weil es nicht direkt gegen die Zivilbevölkerung gerichtet ist, wird es nicht weniger als Kriegserklärung wahrgenommen werden.
Und wie gut das mit dem chirurgischen Krieg funktioniert hat, haben wir doch in Afghanistan und dem Irak gesehen.
P.P.S:
Marcel-André Casasola Merkle bringt es auf den Punkt
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3 Comments to Causa König und die Meinungsfreiheit
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Hi,
ich würde ähnlich Argumentieren. Das Problem ist nicht, dass Aaron eine Meinung hat die aneckt, sondern, dass er als Vorstand einer Partei schlichtweg auch repräsentative Aufgaben zu erfüllen hat, und das tut er schlecht. Man kann vieles diskutieren, ohne auf diese plumpe Art zu "Argumentieren". Etwas mehr argumentative Umsicht würde ihm auch ermöglichen, bei Fehltritten einfach "zurückzurudern".
Allerdings gehen die Reaktionen auf Aarons Äußerungen auch zu weit, insbesondere wenn sie einen Parteiausschuss fordern. Auch was das entbinden von seinen Aufgaben angeht, bin ich mir nicht sicher ob ich das schon für angemessen halte,
allerdings lässt sich das sicher vertreten ohne Unsachlich zu sein. Leider sehen diese Forderungen so aus, als könnte man in der Piratenpartei schnell unbeliebte Meinungen Mund-tot machen, eben weil ein guter Teil derjenigen, die das Fordern hysterisch und unsachlich sind. Diese hysterischen Krakeeler gehen mir genau so auf die Nerven wie Aaron. -
Sehr richtig. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das selbstverständlich jeder hat, aber wenn "Aaron" als Bundesvorstand so verquer und offensichtlich gegen die Piratensatzung postet, müssen Konsequenzen gezogen werden. Man stelle sich ein Vorstandsmitglied der Grünen vor, das einen Blogeintrag verfasst, wie toll doch Kernkraftwerke sind. Verharmlosend gesagt. Dass er so ganz nebenbei einen Angriffskrieg propagiert, ist eine andere Sache, die ich einfach als "Aaron"'s typische Ignoranz abstempele.




Wo endet die eigene Meinung? Dort wo sie jene anderer beschneidet bzw. beschneiden möcte, im Falle einiger Piraten ist dies die Islamophobie oder ein Angriffskrieg, Westerwelle hetzt gegen Schwächere in der Gesellschaft und unser hessischer Koch nahm damals im Wahlkampf unsere ausländischen Mitbürger aufs Korn.
Ich denke inzwischen dürfen wir die Piraten also in prof. politischen Kreisen willkommen heißen. Neusprech und Populismus wie gewohnt. Anders geht halt anders und neu ist an den Piraten nichts, außer die stetige Selbstverleugnung.