Qualitätsjournalismus Netzsperren
Heute treibt der Qualitätsjournalismus rund um die Piratenpartei mal wieder heftige Blüten.
Horst Köhler unterschreibt ein Gesetz das die Regierung so wie es ihm vorgelegt wurde nicht mal mehr umsetzen will, aber egal, wir haben ja das Bundesverfassungsgericht dass es in sechs bis sieben Jahren dann wieder richten kann, wenn wir schon Opfer weitreichender Zensurmaßnahmen wurden. Und weil er dadurch scheinbar den staatlichen Dummfug erneut salonfähig gemacht hat, überschlagen sich die Medien darin, Blödsinn über die Gegner zu erzählen.
Nachdem ja gerne mal behauptet wurde das alle Piraten Kinderficker seien und jeder der weiß wie er den DNS-Server umstellt schwer pädokriminell, sind die Piraten ab heute dann auch gegen das Löschen von Kinderpornographie aus dem Netz. Ja, zuhören will gelernt sein.
Doch dem nicht genug. Gerade in den SAT 1-Nachrichten vernommen. "Die Piratenpartei, die sich letztes Jahr aus Protest gegen das Gesetz gegründet hatte."
Qualitätsjournalismus muß nicht viel kosten, wenn man einfach an der Recherche und an der Überprüfung der Fakten spart. Vorbildlich.
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Noch viel mehr erstaunt "mich", wie es zu der Meldung der dpa kam. Ein Schelm, wer hier böses denkt.
UND DANN erstaunt noch viel mehr, was in dem Bild-Blod-Artikel am Ende noch geschrieben steht. Das sieht mir nach zumindest semiprofessionellem "auseinandernehmen" der Piratenpartei aus. Paßt doch ganz gut ins NRW Wahlkonzept einiger Parteien.
Es hilft zwar in diesem Fall nicht mehr aber es sieht verdammt nach einem vorher geplanten Spielchen aus.
Nicht entmutigen lassen, Leute wie ich sind im Herzen Piraten und werden es auch bleiben. Aus dem Fehler mit dem fehlenden Hinweis auf falsche Berichterstattung kann man nur lernen.
Schöner Beweis dafür, daß Politik eben kein schönes oder sauberes Geschäft ist und "viel" mehr dazugehört als eine gute Einstellung