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March '10



Piratenpartei: Frauenmangel, warum?

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Ein möglicher Grund wäre ja, dass ein Gutteil der - politisch aktiven - Frauen sich gar nicht für Bürgerrechte interessiert, sondern nur für Frauenrechte. Solangs der eigenen Klientel gut geht, ist alles in Butter. Kämpfen für die Gesamtheit: Nein, danke.

Deswegen gehen sie dann lieber zu den Grünen. Da kann man das lästige Thema ausblenden oder Dank Frauenstatut sabotieren.


Überzogen? Ach, dann lest doch mal das hier.


Und genau deswegen sind die Grünen keine Alternative, wenn es um Politik für das 21. Jahrhundert geht. Wenn es darum geht menschenwürdiges Leben für Alle zu erhalten. Nicht nur für den menstruierenden Teil der Bevölkerung. Da können sie sich noch so sehr aufplustern und behaupten die Piraten wären überflüssig, weil sie die Themen ja schon abdecken würden. Nein, tun sie eben nicht, wenn das grüne Weibsvolk grade keine Lust zum Zuhören hat. Und eine Partei die Grundrechte mißachtet, kann sie auch nicht überzeugend vertreten.


Jens, wir halten dir bei uns schon mal ein Plätzchen warm, ja?


Last modified on 2010-02-08 01:02
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6 Comments to Piratenpartei: Frauenmangel, warum?

  1. Es gibt gewiss einen Grund dafür, dass ich die Grünen bis 2008 zwar immer gewählt habe, ihnen aber weder seinerzeit in meiner Heimat NRW noch hier in Baden-Württemberg je beigetreten bin.

    ;-)

    Krisch

    06 Feb 10 at 21:23

    Reply

  2. Tatsächlich ein reichlich absurder Vorgang.

    Aber trotzdem eine kleine kritische Anmerkung: "Bürgerrechte" sind auch nicht für alle Menschen, sondern eben nur für Bürger. Die Piraten verstehen sich tatsächlich wohl in erster Linie als Bürgerrechts- und nicht als Menschenrechtspartei, also sind auch bei euch manche gleicher als andere, oder?

    Benni

    06 Feb 10 at 21:25

    Reply

  3. Das ist ein Punkt.
    Ich denke ausführlicher drüber nach, sobald mein Hirn wieder zu logischen Gedankenketten in der Lage ist ;-)

    Mela Eckenfels

    06 Feb 10 at 21:27

    Reply

  4. Hallo Benni,

    der Begriff Bürger wird bei den Piraten in der Tat an einigen Stellen (noch) falsch verwendet - oder sein einschränkender Charakter wird übersehen. Die Intention dahinter ist allerdings nicht die ausländischen "Mitbürger"<-(aha!) auszuschliessen, sondern eben eine Fokussierung auf die politischen/gesellschaftlichen Rechte (gewissermassen eine Ausweitung der Menschenrechte)

    Ich habe selbst in einigen der Programmentwürfe dafür gesorgt dass "Bürger" verdrängt wird (weil ich das so sehe wie du, es ist ein Zeichen, auch wenn es nur missverständlich ist).

    Aus "branding" Gesichtspunkten war das bisher schwierig einen Alternativbegriff zu etablieren (die Grünen besetzen den "Mensch" Begriff in Ihrem Wahlprogramm). Eventuell wäre eine piratige Definition des Begriffs "Bürger" hier angebrachter statt eines Ersatzes zu finden (Bürgerschaft, Einwohner, Menschen, Bewohner, ...)

    Anyway, eine der Forderungen die wir für das LTW Programm diskutieren und sicher auch vorschlagen werden ist zum Beispiel das Wahlrecht für Mitbürger ohne Deutsche Staatsbürgerschaft. Auf kommunaler Ebene ist das ja schon teilweise erreicht und möglich. Leider ist es auf Landesebene (Landtagswahl) noch eine Forderung die (umstrittenermaßen) durch das Grundgesetz ("Alle Macht geht vom Volke aus") noch nicht gedeckt wird (ob hier nachgebessert werden muss, oder der Volks-Begriff neu definiert werden wird, das zeigt sich...).

    Naja, ich kann noch viel schreiben, und du musst es mir auch nicht glauben - und es ist vielleicht auch keine Entschuldigung - aber: Bürgerrechte sind keine "Deutschen" Rechte - für mich und die Piraten mit denen ich rede.

    Gruss
    Bernd

    PS: ich bin zwar politischer Geschäftsführer, aber das ist keine abgestimmte oder offizielle Meinung des PIRATEN Bezirksverband Karlsruhe.

    Bernd Eckenfels

    06 Feb 10 at 22:02

    Reply

  5. als NRW Pirat kann ich dem aber voll zustimmen.

    kleind

    07 Feb 10 at 07:51

    Reply

  6. Ich hatte schon einige Gespräche mit Frauen zu den Themen die die Piraten vertreten, und da kamen entweder nur gegensätzliche Meinungen oder ein "und was geht mich das an" als Antwort.

    Ich habe keine Ahnung, ob das durchgehend so ist, aber mich hat das schon etwas schockiert, dass ich oft gehört habe "Ohne Kameraüberwachung kann ich ja Nachts nicht raus ohne Vergewaltigt zu werden."

    einer

    08 Feb 10 at 01:02

    Reply

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