< Auftritt: Der innere Zensor | These: Grüne Frauen und andere Feministinnen haben Angst vor weiblichen Piraten >
Gesucht: Zwanzigjähriger mit dreißig Jahren Berufserfahrung
Viele Kritiker der Piratenpartei - allen voran ein nicht näher genanntes Mitglied der Grünen - erwarten von der Piratenpartei frische Politik mit zukunftsweisenden Impulsen gepaart mit 50 Jahren Erfahrung im Politikmachen. Das ist natürlich so blödsinnig wie es klingt, nur kann man das den Kritikern nicht begreiflich machen. Statt dessen wird jeder Anfängerfehler an der Royalrah aufgehängt und sogleich der Untergang der Piratenpartei - wenn nicht gleich der westlichen Zivilisation - vorhergesagt oder herbeigewünscht.
Gepaart immer mit der Aufforderung man müsste unsere Fehler doch beim Namen nennen dürfen und darüber reden. Einige dieser Fehler ... sind allerdings keine, weil sie aus Unwissen oder Falschannahmen der Kritisierenden heraus entstanden sind, die nun einmal keinen Einblick in die Parteiinterna oder den Umgang miteinander innerhalb der Partei haben. Und viel schlimmer: die keinen Einblick haben wollen. Denn fundiert poltern hieße ja zahnlos poltern.
Als plakatives Beispiel kann man hier immer nur wieder die 'Frauenfeindlichkeit' der Piratenpartei anführen, die nur von Menschen vertreten werden kann, die objektiv keine Ahnung haben und sich nur auf "Die Piratenpartei gibt weiblichen Mitgliedern nicht mehr Rechte als männlichen Mitglieder. Das muß wohl Frauenfeindlichkeit sein." berufen können.
Echte, fundierte, unhysterische und sinnvolle Kritik kommt derzeit leider nur aus den eigene Reihen. (Ich hoffe das ändert sich, wenn wir in die Phase kommen in der wir einen Realitätscheck von aussen brauchen. Und ich hoffe dann ist es fundierte, unbeleidigende Kritik frei von Häme.)
Eine exzellente Bestandsaufnahme, und interessante Anregungen für die Zukunft, findet man im Artikel von Marcel-André Casasola Merkle: Es geht ein Schiff nach Irgendwo – Ein Fahrplan für die Piratenpartei.
Mein Dank geht an Marcel-André.
Gepaart immer mit der Aufforderung man müsste unsere Fehler doch beim Namen nennen dürfen und darüber reden. Einige dieser Fehler ... sind allerdings keine, weil sie aus Unwissen oder Falschannahmen der Kritisierenden heraus entstanden sind, die nun einmal keinen Einblick in die Parteiinterna oder den Umgang miteinander innerhalb der Partei haben. Und viel schlimmer: die keinen Einblick haben wollen. Denn fundiert poltern hieße ja zahnlos poltern.
Als plakatives Beispiel kann man hier immer nur wieder die 'Frauenfeindlichkeit' der Piratenpartei anführen, die nur von Menschen vertreten werden kann, die objektiv keine Ahnung haben und sich nur auf "Die Piratenpartei gibt weiblichen Mitgliedern nicht mehr Rechte als männlichen Mitglieder. Das muß wohl Frauenfeindlichkeit sein." berufen können.
Echte, fundierte, unhysterische und sinnvolle Kritik kommt derzeit leider nur aus den eigene Reihen. (Ich hoffe das ändert sich, wenn wir in die Phase kommen in der wir einen Realitätscheck von aussen brauchen. Und ich hoffe dann ist es fundierte, unbeleidigende Kritik frei von Häme.)
Eine exzellente Bestandsaufnahme, und interessante Anregungen für die Zukunft, findet man im Artikel von Marcel-André Casasola Merkle: Es geht ein Schiff nach Irgendwo – Ein Fahrplan für die Piratenpartei.
Mein Dank geht an Marcel-André.
0 Trackbacks to Gesucht: Zwanzigjähriger mit dreißig Jahren Berufserfahrung
- No Trackbacks
3 Comments to Gesucht: Zwanzigjähriger mit dreißig Jahren Berufserfahrung
-
Die Debbatten innerhalb der Piraten laufen auf Hochtouren und das ist genau der Punkt in dem ich die Kritiker ohne Innensicht kritisiere. Ihr wisst nicht ob wir reflektieren, behauptet aber einfach mal wir würden es nicht.
Zum letzten Punkt: würden sich die Frauen der Piratenpartei durch die Debattenkultur benachteiligt fühlen, wären wir die ersten die es wüssten. Aber wir kommen ausgezeichnet zurecht. Danke der Nachfrage. -
Dann ist ja gut. Ich wollte auch nicht ausdrücken, dass ich davon ausgehe dass es diese Debatte nicht gäbe; nur dass ich sie für wichtig halte. Gut zu hören also, dass sie geführt wird!


Bei den Piraten hat man halt im Moment manchmal das Gefühl, dass (bewusst oder unbewusst) die Erfahrungen von zuvor nicht einmal als Beispiel herangezogen werden. Das ist, als wolle man ein neues Betriebssystem schreiben ohne sich anzusehen, was an den existierenden eigentlich gut oder schlecht ist, und dann die Fehler die dort am Anfang gemacht wurden unnötig zu wiederholen.
"Frauenfeindlichkeit" nur daran festzumachen, ob Frauen besondere Vorrechte haben, halte ich für quatsch, und nach allem was ich über die Mitgliederstruktur der dt. Piraten gehört habe wäre eine Quote auch eher unpraktikabel.
Ob und in welcher Form Frauen oder andere Gruppen strukturell (auch z.B. durch Gesprächs- und Debattenkultur) benachteiligt werden und wie man dem entgegentritt sollte man sich aber schon zumindest Gedanken machen. Ein "es gibt kein Problem!!1!" reicht da nicht.