Piratenpartei: Zum Wahlergebnis
Rekapitulieren wir doch mal. Nachdem alle Wahlbezirke ausgezählt sind sieht das Ergebnis der Zweitstimmen folgendermaßen aus:
Bei einer Wahlbeteiligung von 70,8 konnten die Piraten glatt 2% der Wähler für sich entscheiden. Das bedeutet genau 845.904 Wähler haben ihren Änderhaken gesetzt
Das bedeutet im Gegensatz zur Euroawahl mit 229.464 Wählerstimmen konnten wir 616.440 neue Wähler hinzugewinnen.
Bei der Eurppawahl waren die Piraten nahezu unbekannt. Innerhalb von 4 Monaten konnten wir pro Monat also 154.110 weiteren Wählern die Partei nicht nur bekannt machen, sondern sie auch noch überzeugen uns wählen. Also könnte man sagen wir haben 4 mal die komplette Einwohnerschaft Oldenburgs davon überzeugt ihren Haken bei den Piraten zu setzen.
Auf 1 Mitglied der Piratenpartei kommen knapp 89 Wähler.
Und das ganze obwohl
- wir in den Medien beharrlich totgeschwiegen wurden.
- möglicherweise SPD- oder CDU-nahe Lokalmedien von 'Oben' aufgefordert wurden nicht über die Piratenpartei zu berichten.
- jedesmal wenn wir dennoch in den Medien erwähnt wurden, diese viel Sendezeit darauf verwendeten die'Tauss-Affäre' erneut zu erklären anstatt auf unsere Inhalte einzugehen.
- Inhalte, wenn sie doch erwähnt wurden, bis zur Unkenntlichkeit verzerrt dargestellt wurden.
- immer daraufhin gewiesen wurde das wir ja nur ein Thema haben - selbst wenn zuvor mehrere unserer Themen genannt wurden.
- wir mit nur sehr geringen Wahlkampfmitteln an den Start gingen.
- jede andere Partei sich nicht zu blöd war, jedesmal wenn sie uns erwähnte mit Unwissen, Halbwahrheiten oder auch direkten Lügen um sich zu werfen.
- auch ansonsten mit ideologischem/dogmatischen Schlamm geworfen wurde.
- uns hinter uns keine breite Bewegung, ähnlich der Friedensbewegung steht, sondern vor allem die eher unorganisierte und schwarmartige Netzgemeinde.
- kleine Parteien normalerweise bei der Bundestagswahl unter ihrem Ergebnis der Europawahl bleiben.
- Anhänger der Partei ihr mit Heise-Forum-artigen Troll-Ausbrüchen keinen Gefallen taten. Man gewinnt nun mal niemanden für sich, den man bedroht, beschimpft und zum Schweigen bringen will, nur weil er eine ander Meinung vertritt oder einfach uninformiert ist.
Bemerkenswert auch: Die Grünen erreichten bei ihrer ersten Bundestagswahl 1,5%. Wir liegen (trotz der 'fehlenden breiten Bewegung') 0,5% darüber.
Deswegen möchte ich behaupten... jeder Piratenwähler ist ein Qualitätswähler.
Jeder Wähler hat die Lethargie in diesem Land nichts mehr bewegen zu können abgestreift und ist zur Wahl gegangen. Hat sich Gedanken gemacht, wieso und weshalb er seine Stimme dieser kleinen Partei gibt, während vermutlich viele ehemalige SPD aus Frust gar nicht mehr aus dem Sessel aufgestanden sind. Immerhin ist die Zahl der Nichtwähler um 6,6% gestiegen. Auch das ein Armutszeugnis für die großen Parteien.
Alles in allem gibt es also absolut keine Gründe in dem Ergebnis eine Niederlage zu sehen oder sich etwa sogar demotivieren zu lassen. Im Gegenteil. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Nächstes Jahr stehen Landtagswahlen in NRW an. Unsere Strukturen müssen weiter aufgebaut werden, um das Wachstum strukturiert zu bekommen und vor allem auch die Pressearbeit auf Länderebene muß auf etwas sicherere Füße gestellt werden.
Nur eines sollten wir nicht tun: Nun nach mehr Wählerstimmen zu schielen und auf Dogmatiker anzuspringen nur um Massenkompatibler zu werden. Wir müssen ehrlich bleiben und uns treu.
2 Trackbacks to Piratenpartei: Zum Wahlergebnis
19 Comments to Piratenpartei: Zum Wahlergebnis
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Sehr gut geschrieben!!!!!
Ich bin mit dem Ergebnis voll und ganz zufrieden.
Man sollte sich im klaren sein, dass wir so schnell wachsen, wie es die großen nie hätten schaffen können.
Ich bin stolz, ein Pirat zu sein arrr -
Ja, der Blog zeigt, wie gut es ist, das die Piraten nur 2% haben. Weil bei den Piraten immer die andern Schuld sind und Kritik immer gleich niedergeflamed wird. Kommt mir irgendwie so vor, als ob das Buffed-Forum eine Partei gegründet hat
. Naja, schön wars, ich denke nicht, da die Piraten jemals wieder ine Rolle spielen. -
Und da diese sog. Kritiker sich gerne auf fakten beziehen die wahrlich aus den fingern gesagt sind (piraten sind gegen frauen, piraten sind rechtspopulistisch, piraten manipulieren ... Usw.) da ist es doch wohl klar, dass man sich ungern so darstellen laesst und dementsprechnde reaktionen folgen. Und trolle -> kritiker die uns niederreden zu versuchen gibt es genug. Es tut mir leid dich enttäuschen zu muessen, aber verschwinden werden wir aus der parteilandschaft nicht mehr. Klarmachen zum ändern!!!
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"Qualitätswähler" hast Du gut getroffen. Da wir ja eben nicht versuchen mit seltsamen Aktionen wie Fischer damals in den Opelwerken Leute von unseren Zielen zu überzeugen, damit sie uns wählen. Jedoch genau darin liegt auch das Dillema. Wir brauchen mehr Themen und die müssen richtig gut von Themen-Experten und vor allem einem Super Experten Marketing Team angeführt werden. Ohne Dogma und politischer Agression, da stimme ich mit Dir über ein. Wie hat Steve Ballmer gesagt: "..forget my Developers Speech, now its Marketing, Marketing, Marketing". Wir müssen dringnd raus aus dem vermufften schwarze Tshirt tragenden Hackerimage. Niemand mag zurückgezogene, schweigsame Computerpiraten in schwarzem Outfit - Ja solche gibts bei uns auch, natürlich nicht ausschliesslich. Also: Die Tshirts müssen weiss werden, die Hemden gebügelt, das Logo Zeitgemässer (Icons sind soo 90ies und out!) Das was die andern können, können wir besser. Arrr.
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danke für den schönen Blog am Morgen =)
Ich bin wirklich stolz auf uns alle. Wir haben die meisten Stimmen aller Randparteien erhalten. Und das wir so totgeschwiegen werden, das hat wahrscheinlich damit zutun, dass die großen nicht wollen, das man über uns spricht... Sonst könnten ja nochmehr Leute davon überzeugt werden, dass ihre Stimme eben DOCH was bewirkt! -
Keine einzige, also wirklich keine einzige Aussage, die ich nicht schon von anderen Splitterparteien gehört hätte, kommen in diesem Beitrag vor. "Die bösen Medien", "wir müssen", "das nächste Mal", "sehr gutes Wahlergebnis", ...
Was zu Bedenken gilt: Die geringe Wahlbeteiligung stärkt kleine und Kleinstparteien, die leichter ihr Klientel mobilisieren können. Meine Prognose: In zwei Jahren sprechen genau so viele Leute über die Pirtaen, wie heute über Second Life. -
Guten Morgen,
auch ich bin sehr stolz auf dieses Ergebnis. Man muss nun genau analysiern, was es bedeutet und welche weiteren Schritte nun nötig sind,um in Parlamente einzuziehen.
ein Punkt ist zb., dass viele ihre Stimme nicht verschwenden wollten und deswegen nicht Piraten gewählt haben. (In meinem Bekanntenkreis kenne ich mindestens 3 Leute, die so gehandelt haben.)
Hier ein Wende einzuleiten bringt mindesten ein halbes Prozent. mir falle, da spontan noch ein paar weitere Punkte ein, die man betrachten sollte, aber die hier zu weit führen würden. Gruß -
Ich will gar nicht ausschließen, das ihr euch etabliert, aber kurzer Reality-Check zu "in den Medien totgeschwiegen":
Es ist wohl eher das Gegenteil der Fall. Die Piraten hatten einen regelrechten Medienhype für sich. Fragt doch mal bei anderen Kleinparteien nach. So viel Medien wie die Piraten hat sonst sicherlich nur die NPD gekriegt (und die sicherlich deutlich negativer als ihr). Klar, das war nicht immer positiv und oft auch entstellend, aber das ist bei allen Parteien so. Auch den Großen. Und es gab auch eine Flut von positiven berichten.
In Zukunft werdet ihr vielleicht eher damit zu kämpfen haben, dass man euch nicht mehr so wahrnimmt, wenn der erste Hype mal ausbleibt. -
Mich erinnert das an Balck & White. Ein Computerspiel. Ziemlich gut.
Nur: Im Vorfeld gehyped bis zum geht-nicht-mehr. Deshalb hat ein "ziemlich gut" vielen nicht gereicht. -
Hä die piraten hatten mehr medienecho als die npd oder pokemon!
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"in den Medien beharrlich totgeschwiegen"? Für einen Neuling sogar übergebühr viel berichtet!
Meiner Ansicht nach ist das jetzt schon sehr viel Schönfärberei... -
du hast noch vergessen, dass wir in sachsen nicht angetreten sind und sämtliche politiker argumentiert haben, dass eine stimme für die piraten eine verschwendete stimme sei
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Ja gut. Das fiel unter Politiker-Dummfug oben

Aber ob Sachsen soviel rausgerissen hätte.. weiss nicht. Wobei die Partei dort sicherlich bekannter ist als sonstwo, dank Landtagswahl. -
Piratenpartei: Zum Wahlergebnis von Mela Eckenfels.
Zunächst mal Glückwunsch. Für mich gilt, daß die Piraten herzerfrischend demokratisierend wirkten und wirken. Dafür gibt es ein Danke! Zudem glaube ich, daß Eure Köpfe kühl bleiben werden.
Time Is On Your Side. -
Nun ist die Sensation da; die Piratenpartei hat 2%. Die zweite Sensation ist, dass beide grossen Volksparteien verloren haben. Die dritte Sensation ist, dass die FDP wieder das Zuenglein an der Waage spielen kann. Alle kleinen Parteien fuehlen sich als Gewinner. Nicht zu vergessen ist der historisch hoechste Anteil von 30% Nichtwaehlern. Trotzdem stellt sich die Systemfrage: Ist die deutsche sogennannte "personalisierte" Verhaeltniswahl wirklich der Weisheit letzter Schluss? Eigentlich sollte die Verwirrung um die Ueberhangmandate, ueber die sich uebrigens auch der "Economist" lustig macht, einen stutzig machen. Wenn man den perfekten Wahlkampf von Obama ueber Vorwahlen und dann ueber Wahlen vor Augen hat, kann man auch ueber das deutsche System nur muede laecheln. Dieser ganze Aufbruch der Jugend innerhalb der Piratenpartei fuer Buergerrechte und eine vernunftbetonte Politik ist nun in der Enttaeuschung geendet und die Nichtwaehler fuehlen sich bestaetigt, weil die Institutionen des konfusen deutschen Wahlsystems es nicht zulassen, Mehrheiten als Entscheidung des Volkes zu bilden. Wenn ich als alter "weiser" Mann der jungen Piratenpartei etwas raten darf: Verbreitert euer Wahlprogramm und entert das Wahlrecht. Das Volk und das Bundesverfassungsgericht werden es euch danken.
1) Parteienzersplitterung
Das deutsche Parteiensystem ist der Krise nicht gewachsen. Die Parteienzersplitterung schreitet fort, nach bis jetzt 6 Parteien (CDU,SPD,CSU,FDP,Gruene,Linke) wurden alle Kleinparteien am 27. September 2009 groesser, unter anderem auch als 7. Partei, die neu gegruendete Piratenpartei mit 2%, die nun den Weg ueber die Landesparlamente gehen wird. Mühsame Machtwechsel nach 1949 waren nur durch ein Zünglein an der Waage möglich und nicht durch das Volk. Jetzt befinden wir uns in einer Schlechtwetterdemokratie, das Sozialprodukt schrumpft, die Arbeitslosigkeit steigt, man starrt bewegungslos auf die Finanzkrise und den Klimawandel, weltpolitisch kommt keine Einigung über effektive Maßnahmen zustande.1933 wäre Hitler bei englischer relativer Mehrheitswahl wohl nicht an die Macht gekommen. Die Krise lässt uns keine andere Wahl, als das personalisierte Verhältniswahlrecht in ein relatives Mehrheitswahlrecht zu ändern. Es geht jetzt nicht darum, über neue willkürliche Schranken wie die 5%Klausel oder über ein wenig mehr Personalisierung der Listen-Wahl oder über eine Reduzierung der idiotischen und verfassungswidrigen Überhangmandate nachzudenken, sondern ein neues Konzept muss her. Das Bundesverfassungsgericht hat allen Parteien im neuen Bundestag aufgegeben, mit einfacher absoluter Mehrheit einen Weg aus der Staatskrise zu finden.
2) Die Idee
Das 2:1/1:2 Wahlsystem im Dreipersonenwahlkreis: Die relative Mehrheitswahl im Einpersonenwahlkreis ["winner takes all" also das 1:0/0:1 System: entweder Partei A gewinnt und Partei B verliert oder im nächsten Wahlkreis ist es umgekehrt ] wird geändert zu einem 2:1/1:2 Wahlsystem im Dreipersonenwahlkreis, das heißt: der Wahlkreis wird auf drei Parlamentsabgeordnete vergrößert.
3) Die ausführliche Beschreibung der Idee
Jede Partei stellt zwei Kandidaten pro Wahlkreis auf: eine FRAU und einen MANN, also eine Liste von zwei Personen. In Vorwahlen [ d.h.: öffentlichen Wahlen zur Kandidatenaufstellung der jeweiligen Partei] wird über die Kandidaten und gleichzeitig über den ersten und zweiten Rang entschieden. Damit wird der Kandidat nicht im Hinterstübchen einer Parteibürokratie oder nur von Parteimitgliedern aufgestellt, sondern von einem größeren Teil der Bevölkerung, also allen politischen Sympathisanten wie in den USA.
Bei allgemeinen Wahlen hat jeder Wähler eine Stimme für eine Zweipersonenliste. Die Partei mit den relativ meisten Stimmen in einem Wahlkreis gewinnt und sendet zwei Abgeordnete ins Parlament: also eine Frau UND einen Mann. Die verlierende zweitstärkste Partei bekommt immerhin ein Minderheitenschutzmandat und sendet nur einen Abgeordneten ins Parlament: eine Frau ODER einen Mann, je nach dem in Vorwahlen verliehenen Vorrangstatus. Alle anderen Parteien gewinnen keine Sitze, wie es normal ist bei einem relativen Mehrheitswahlsystem.
Tendenziell würde dieses zu einem offenen landesweiten Zweiparteiensystem führen und insbesondere dadurch, dass sowohl die gewinnende erste Partei als auch die verlierende zweite Partei den Wahlkreis vertreten, regionale Hochburgen abbauen. Knappe Mehrheiten und die inhärente Chance zum Machtwechsel wären die Regel. Landesweit gäbe es keine übergroßen Mehrheiten und keinen Regionalismus der Parteien. Mehr als zwei Drittel für eine Regierungspartei wäre unmöglich, und ein Drittel der Sitze wären für Frauen und die Oppositionspartei mathematisch sicher.
In einer Übergangszeit sollten alle Wähler eine Präferenzstimme wie in Australien haben: eine Zweitstimme. Jeder sollte mit der Erststimme seine emotional bevorzugte Partei wählen und mit der Zweitstimme, welche der wahrscheinlich gewinnenden Parteien er am ehesten unterstützen könnte. Sollte seine mit der Erststimme gewählte Partei nicht den ersten oder zweiten Platz erreicht haben, kann seine Zweitstimme noch innerhalb der beiden gewinnenden Parteien den Ausgang beeinflussen. Im Endeffekt kann so das Endergebnis noch umgedreht werden: eine Partei, die im „primary vote“ zwei Abgeordnete hat, bleibt nach dem „preference vote“ auf nur einem Minderheitenschutzmandat sitzen.
Die Zweitstimme wird nicht gewertet, wenn bereits die Erststimme einen oder zwei Sieger gewählt hat. Die Erststimme wird wertlos, wenn sie einer Splitterpartei gegolten hat, die weder ein Zweierticket noch ein Minderheitenschutzmandat gewonnen hat. Weitere Zusatzbedingungen wären: Wahlkampfkostenbegrenzung, eine unabhängige Wahlkommission und die Wahlpflicht.
4) Die Utopie
Natürlich ist jede Idee solange eine Utopie, bis sie Wirklichkeit wird. Und selbst eine Realisierung dieser Idee in irgend einem Nationalstaat ist immer noch keine Lösung, wenn mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung noch keine Form der parlamentarischen Demokratie genießt, sondern von autoritären bis zu totalitären Staatsformen daran gehindert wird, sich zu äußern oder eine vernünftige Zusammenarbeit anzustreben. Nicht zufällig schrieb Immanuel Kant "Idee zu einer allgemeinen Geschichte in staatsbürgerlicher Absicht“und "Zum ewigen Frieden". Kant glaubte, dass sich die Vernunft langsam durchsetzen würde. Es bleibt 200 Jahre später immer noch ein Traum: Demokratie auf der ganzen Welt. Demokratie als System der Macht auf Zeit. Tendenziell 50% weibliche Abgeordnete und 50% männliche Abgeordnete. Tendenziell knappe Mehrheiten in den Wahlkreisen und in den Parlamenten. Jede 4 Jahre besteht die Chance zum Machtwechsel. Die Angst vor dem Machtverlust führt zu mehr Vernunft und Rationalität. Ein Drittel der Mandate ist immer und überall der Opposition sicher. Auch ist ein Drittel garantiert für weibliche Parlamentsabgeordnete unabhängig von der Parteienzugehörigkeit . Oder falls jemals eine Frauenrevolution geschähe, ein Drittel der Mandate ist ebenso garantiert für männliche Abgeordnete.
5) Die Evolution der Vernunft?
Die Evolution des Menschen lässt uns keine Wahl, als an die Durchsetzbarkeit der Vernunft zu glauben. Die Entstehung der Demokratie vor 2500 Jahren in Griechenland hatte eine Explosion der Vernunft ausgelöst. Eine Entdeckung nach der anderen jagte die Wissenschaft voran. Die alte Frage, ob sich die Geschichte der Menschheit vorwärts bewegt, ist schwierig zu beantworten. Zu viele unsinnige Kriege, zu viele Krankheiten und Epidemien, zu viele Hungersnöte und zu viele Diktaturen haben die Mehrheit der Menschheit gequält und tun es heute noch.
Es ist schwierig, im Angesicht der Welt, so wie sie ist, noch Optimist zu bleiben. Dennoch ein Gefühl ist überwältigend: der Ruf nach einer friedvollen Weltgemeinschaft ist nicht von der Hand zu weisen (siehe Kant). Eine friedvolle Weltgemeinschaft ist aber nur unter Demokratien denkbar.
Es gab so viele Momente in der Geschichte, in denen sich die Menschen wieder in die Steinzeit hätten zurück bewegen können: Man denke nur, die christlichen Mönche hätten nicht all die griechischen Texte abgeschrieben und erhalten. Oder die islamischen Gelehrten hätten nicht das Papier und die arabischen und indischen Zahlen nach Europa gebracht. Oder die Menschen zwischen Euphrat und Tigris hätten nicht die Keilschrift erfunden, und später die Phönizier nicht die Konsonantenschrift.
Dass sich trotz allem jetzt eine Welt bietet, die die Vereinten Nationen hat, Menschenrechte formuliert hat, einige freie Gesellschaften mit Demokratie und Rechtsstaat gebildet hat, grenzt an ein Wunder. Oder an einen glücklichen Zufall, weil in der Erdgeschichte vor Hunderten Millionen von Jahren in wechselnden Vereisungen und Übertemperaturen nicht das Leben selbst ausgelöscht worden ist.
(weitere Informationen: http://www.2009-de.com oder/und
http://www.webnews.de/kommentare/492987/0/Lafontaine-oder-Su... oder das Kuerzel http://bit.ly/M4LEV ) -
Man sollte den ewigen Vergleich mit den Grünen etwas zurückschrauben.
3 Jahre nach Gründung gab's bei der Bundestagswahl 5,6 %. 1980 -> 1983 => 5,6 %
Bei der Piratenpartei 2 %. 2006 -> 2009 => 2 %
[Und als Anti-Flame-Schild muss ich unbedingt Parteizugehörigkeit offen legen, sonst verbrennt man mich: Mitglied der Piratenpartei.] -
Ganz vergessen. Grüne sind seit 1980 Bundespartei. Vorher haben sie als »sonstige politische Vereinigung« 1979 an der Europawahl teilgenommen: 3,2 %
Statt also 2 % mit 1,5 % zu vergleichen müsste man 0,9 % mit 3,2 % und 2 % mit 5,6 % vergleichen. (Jeweils PIRATEN mit GRÜNE.) -
Dem ist nichts mehr hinzu zufügen. Danke

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Ich bin ca. 60 Jahre jung, erfolgreicher Fotograf und Journalist und lasse mich nicht dazu hinreißen, als Medienhure nur Lügen bzw. Sensationsstorys zu verbreiten.
Ich wählte die Piratenpartei, weil sie sich kompromißlos einer Thematik annimmt, die seit Beginn von Computern und Netzen mir sehr wichtig war, der Datenschutz und Informationsfreiheit.
Ich hatte das Vergnügen, mit Herrn Tauss Kontakt zu haben, er wirkte auf mich sehr glaubwürdig, integer und dazu sehr kompetent.









dyfustifications
28 Sep 09 at 08:00
fxneumann · Blog von Felix Neumann
28 Sep 09 at 11:08