Mehrgenerationenhäuser
Derzeit liest man ja ständig das Ursula von der Leyen während ihres Wahlkampfs kreuz und quer im Land "Mehrgenerationenhäuser" besucht. Nun interessierte mich mal was so ein "Mehrgenerationenhaus" denn ist. Es klang für mich zuerst nach einer Art generationsübergreifendem Wohnprojekt und die Wikipedia gibt mir in dieser Annahme teilweise recht:
Das ganze klingt ja schon nicht schlecht. Auch das Konzept das sich gegenseitig mit Dienstleistungen für den Alltag geholfen werden soll, hat etwas für sich. Quasi Kinderhütedienst für die Arbeitstätigen, die im Gegenzug für die Älteren einkaufen? Klingt nicht übel.
Als ich mir dann aber die Mehrgenerationenhäuser ansah die Ursula von der Leyen tatsächlich besucht, sah das dann doch etwas anders aus. Teilweise erschienen sie wie eine VHS (Kursangebot für alle Altersstufen) mit angeschlossenem Café.
Also ich fasse es mal für mich zusammen: Mehrgenerationen sind genau das was die alternative Nachbarschaftsprojekte in den 70ern/80ern und 90ern versucht haben aufzubauen, wobei sie massiv behindert und von der öffentlichen Hand mit Geldern vernachlässigt wurden. Was viele solchermaßen hoffnungsvolle Projekte in die Knie zwang. Heute sind es "Mehrgenerationenhäuser" mit der richtigen christlich-konservativen Einstellung, werden als Neuigkeit verkauft und bekommen kräftig das Geld aus dem Familienministerium in den Arsch geblasen.
eine generationenübergreifende Haus- oder Wohngemeinschaft, oft auch Multigenerationenhaus genannt, die als langfristig angelegte Lebensform für das freiwillige Zusammenleben mehrerer unabhängiger und verschieden alter Personen in einer sehr großen Wohnung oder einem Haus gewählt wurde. Es handelt sich dabei in der Regel um mindestens zwei separate Wohneinheiten.
Das ganze klingt ja schon nicht schlecht. Auch das Konzept das sich gegenseitig mit Dienstleistungen für den Alltag geholfen werden soll, hat etwas für sich. Quasi Kinderhütedienst für die Arbeitstätigen, die im Gegenzug für die Älteren einkaufen? Klingt nicht übel.
Als ich mir dann aber die Mehrgenerationenhäuser ansah die Ursula von der Leyen tatsächlich besucht, sah das dann doch etwas anders aus. Teilweise erschienen sie wie eine VHS (Kursangebot für alle Altersstufen) mit angeschlossenem Café.
"Unser Ziel ist es, Mehrgenerationenhäuser als Drehscheiben für Dienstleistungen zu etablieren, die Menschen verschiedenen Alters wirklich brauchen: Angefangen vom Wäscheservice oder Computerkurs für Internetbanking über die Leih-Oma bis hin zum Mittagstisch für Schulkinder und die Krabbelgruppe", so von der Leyen weiter.
Also ich fasse es mal für mich zusammen: Mehrgenerationen sind genau das was die alternative Nachbarschaftsprojekte in den 70ern/80ern und 90ern versucht haben aufzubauen, wobei sie massiv behindert und von der öffentlichen Hand mit Geldern vernachlässigt wurden. Was viele solchermaßen hoffnungsvolle Projekte in die Knie zwang. Heute sind es "Mehrgenerationenhäuser" mit der richtigen christlich-konservativen Einstellung, werden als Neuigkeit verkauft und bekommen kräftig das Geld aus dem Familienministerium in den Arsch geblasen.
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2 Comments to Mehrgenerationenhäuser
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Habe letzt auch auf meinem christlichen Blog über das thema geschrieben. Schon interessant, dass immer mehr das thema auch unter Christen aufkommt. scheint mir zumindestens nachdenkenswert zu sein.


in Michelstadt/Odenwald musste Ende 2008 das einzige weit und breit vorhandene Jugendzentrum einem Mehrgenerationenhaus weichen. Jetzt treffen sich Jugendliche im Stadtgraben oder auf einem Supermarktparkplatz und geben sich die "Kanne". Tolle Jugendarbeit, kann ich nur sagen!!!
Liebe Grüße
Claudia Troßmann