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July '10



Denn sie wissen nicht was sie tun

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In Malte Hübners Bericht über den Auftritt Ursula von der Leyens in Wedel findet man folgende Aussage aus der Kategorie: "Analphabeten versuchen über die Zukunft des Buchdrucks zu entscheiden."



Aber fast niemand macht den Anschein, als hätte er sich schon einmal in dieses Internet getraut. Vertrauend auf die Berichte ihrer Regierung dürften nicht wenige das Internet für einen Hort des Übels halten — direkt neben der Tür diskutieren mehrere Herrschaften angeregt, ob man den ganzen Kram nicht einfach abschalten könne. Schließlich hat man schon Jahrtausende ohne das Internet gelebt, da wäre es doch lächerlich, wenn das nicht mehr möglich sein sollte.




Es ist doch erfreulich zu lesen wie gebildet und informiert CDU-Anhänger sind.


Posted by Mela Eckenfels

09/01/2009 at 22:06:18

Last modified on 2009-09-04 06:11
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2 Trackbacks to Denn sie wissen nicht was sie tun

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  1. Denn sie wissen nicht was sie tun http://bit.ly/RHODY

    aboettger

    02 Sep 09 at 07:58

  2. Denn sie wissen nicht was sie tun http://bit.ly/RHODY

    aboettger

    02 Sep 09 at 07:58

5 Comments to Denn sie wissen nicht was sie tun

  1. Dann kommt es darauf an, den gemeinen CDU-Anhänger zu zeigen, daß "das Internet" viel besser ist, als man ihm das am Stammtisch weismachen will.

    Und es kommt ebenfalls darauf an, ihm klarzumachen, daß man Medium und Inhalt trennen muß.

    Erst wenn der gemeine CDU-Wähler versteht, daß niemand alle(!) Autos abschaffen will, weil auch Bankräuber Autos als Fluchtwagen nutzen, besteht die die Chance, diese Menschen argumentativ zu erreichen.

    Und wenn der gemeine CDU-Wähler versteht, daß der Gedanke, alle Inhalte im Internet zu kontrollieren in etwas dem entspricht, alle Briefe amtlich zu öffnen und zu kontrollieren, dann sind wir argumentativ bei ihm angekommen.

    Es ist noch ein langer Weg.

    Nik

    01 Sep 09 at 22:29

    Reply

  2. Genau mein Reden. Das Netz gehört längst uns. Anstatt uns über StudiVZ oder Xing "Wahlsiege" zu freuen, müssen wir raus auf die Straße um die zu erreichen, die eben gar nicht im Netz unterwegs sind. Nur in diesem Fall hier sehe ich auch das als aussichtslos an. Das sind Stammtischparolen, denen kommst du nur bei, wenn du dich mit an den Stammtisch setzt und die Fragen mit ner Runde Bier beantwortest. Allerdings kann niemand soviel saufen, wie nötig wäre.

    Thomas Nesges

    01 Sep 09 at 22:51

    Reply

  3. Vor allem auch.. wie erklärt man einem Analphabeten den Vorteil eines Buches?

    Mela

    01 Sep 09 at 22:57

    Reply

  4. Man bringt ihm Lesen bei :-)

    Im Ernst: Wer den Anderen unterstellt, dumm zu sein und bleiben zu wollen, verbaut (sich) die Chance, den Anderen erreichen und überzeugen zu können.

    Wenn wir Oma Schniedermöller dazu bringen, sich auszumalen, was pauschale Speicherung von Telefonaten bedeutet, dann wird sie sich erinnern, daß sie damals Angst haben mußte, nur weil sie mit ihrer Freundin Sarah Weizenbaum telefonierte.

    Wir können entweder Oma Schniedermöller vor den Kopf oder in ihrem Kopf Denkprozesse anstoßen...

    Nik

    03 Sep 09 at 02:37

    Reply

  5. Das ist genau der Punkt. Wir Intensivnetznutzer sind letztlich eine kleine Minderheit. Und wir müssen raus in die Öffentlichkeit. Das bedeutet auch, Politiker anderer Parteien aufzuklären. Der Altersdurchschnitt der maßgeblichen Politiker ist recht hoch, das bedeutet geringe Erfahrung mit dem Netz.

    Ein Punkt macht mir fast noch mehr Angst: wir als Internetexperten erleben, wie ahnungslos Politiker in Sachen Internet agieren. Was ist mit anderen wichtigen Dingen in der Politik, sind dort die Politiker auch so ahnungslos? Ich befürchte es.

    Peter

    13 Sep 09 at 12:09

    Reply

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